Downtown Austin

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Samstag, 19. Mai 2007

Schweinerei: Bleifrei kostet 1,04 CHF/Liter

Eigentlich ist im Moment ja alles ruhig. Im Nahen Osten nichts neues, in Afrika alles beim alten und auch in Südamerika rührt sich nicht nix. Das Oel ist nicht billig aber auch nicht so teuer wie zu Spitzenzeiten -- eigentlich. Seit Wochen steigt der Preis an der Tankstelle aber kontinuierlich. Dann kam Mitte April die Meldung Refinery shortage und seit daher steigt die Preisrakete erst richtig aufwärts. An meiner Valero Tankstelle hab ich letzten Sonntag noch $2.919/Gallon bezahlt und den Tank nur zur Hälfte gefüllt. Wird ja sicher bald wieder sinken und da ich nur 10 Meilen zur Arbeit und retour brauche dürfte das bis zu diesem billigeren nächsten Mal reichen. Pustekuchen!

Heute sind mir bei einer Tankstelle ab den Preisen an deren Anzeigetafel fast die Augen erblindet und zu Hause hab ich einen Blick auf die Anzeigetafel meiner Tankstelle geworfen: $3,119/Gallon. Satte 20Cents mehr innert einer Woche, unglaublich. Mist, hätte ich doch nur vollgetankt das letzte Mal. Bis die 20Cents wieder wegschmelzen vergehen Wochen, wenn's überhaupt wieder mal runtergeht. Runter geht's bekanntlich ja nie so schnell wie rauf, wissen wir alle.

Ingesamt sollen wir uns sogar auf $4,00 gasoline einstellen. Das traurige ist dabei, dass es wie erwähnt nicht irgendwelche Problem irgendwo auf der Welt sind, sondern die Raffinerien im eigenen Land. Über Jahre als die Preise niedrig waren haben die Oelmultis ihre Raffinerien nicht weiter ausgebaut und nur grad das nötigste repariert. Die steigende Nachfrage hätte über die kommenden Jahre wohl kaum weiter gewährleistet werden können. Pech für uns Konsumenten nun das die meisten Anlagen an der mexikanischen Golfküste sind und die zwei Hurricanes 2005 diese alten Anlagen etwas heftig durchgeschüttelt haben.

Irgendwie ist es ja zu verstehen, dass das Problem mit den Raffinerien nur über den Endpreis an der Zapfseule bereinigt werden kann, aber dass man über Jahre wenn nicht gar Jahrzehnte nichts investiert hat kommt einem jetzt schon etwas in den falschen Hals. Zumal keiner weiss ob das was wir nun mehr zahlen in die Sanierung und Ausbau der Anlagen geht oder in die Taschen irgend welcher Finanzjongleure. Ich bezweifle es mal stark, ersteres.

Leider ist es auch ein kleiner Trost, dass wir inflationsbereinigt noch nicht die Preise von 1981 haben und uns das gegenüber damals auch besser leisten koennen. Nach einem Jahr hier kann ich mich auch nicht mehr an der Umrechnung zu 1,04 CHF/Liter erfreuen. Was soll's, werd ich halt mal zum Boss gehen und sagen ich brauch mehr Geld. Der wird das schon verstehen!

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