Downtown Austin

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Freitag, 29. Juni 2007

Knock, Knock

"Who is it?"
"Teddy!"
"Teddy who?"
"Teddy is the is beginning of the rest of your life."



Knock-Knock-Jokes (Klopf Klopf Witze) bekannt, beliebt im englischen Sprachraum und unverstanden im Rest der Welt. Im Internet gibt es auch eine grosse Sammlungen von dieser Art Humor und natürlich auch eine eigene Website knock-knock-jokes.com dazu - nur so als Beispiel.

Warum ist diese Art von Humor im angelsächsischen Raum und speziell in Amerika so beliebt aber nicht im Rest der Welt?

Grund 1: Wortspiel und Sprachwitz - Übersetzung
Spiele mit Worten, d.h. Mehrdeutigkeiten durch andere Anwendung, Aussprache oder Betonung ist meist nicht übersetzbar. Übersetzen ist oft die Hölle genug weil die richtige Bedeutung eines Wort nicht exakt in der anderen Sprache existiert. Oft existiert nicht einmal ein Wort, man muss es mit einer Umschreibung übersetzen. Bei Wortspielen ein Ding der Unmöglichkeit.

Grund 2: Wortspiel und Sprachwitz - Anwendung
Englisch ist eine universelle Welt-Sprache im Gegensatz zum Deutschen. Im Deutschen haben wir feste Regeln, diese zu brechen ein Ver-brechen oder noch schlimmer ein Zeichen von Dummheit und fehlender Bildung, den Nicht-Muttersprachlern, aka Ausländern vorbehalten.
"Da werden sie geholfen!"
In Amerika waren, im Bezug auf Englisch wie es in England eigentlich 'erfunden' wurde, eine Mehrheit der ersten Siedler Nicht-Muttersprachler. Englisch kennt auch keinen Duden, es hat Dictionaries (Wörterbücher) welche nebst der Rechtschreibung ein Wort auch beschreiben. Weder in England noch in Amerika gibt es ein Staatsorgan das die Sprache vorschreibt, eine Sprachreform wie in Deutschland unbekannt, undenkbar. Ändert sich das Wort in der Anwendung, passt sich das Dictionary an mit der Beschreibung. Englisch wird so gebraucht und angewandt wie es einem passt. Hier wird mir ernsthaft angeraten meinen Akzent zu behalten, das wirke vor allem sexy bei den Frauen. Na wenn das kein Grund ist? Im Deutschen muss jedem Ausländer dringend angeraten werden seinen Akzent loszuwerden damit er gesellschaftlich akzeptiert wird. In der Geschäftswelt muss man aber auch mit Englisch vorsichtig sein. Es heisst nicht, dass man die Grammatik und gewisse Regeln ignorieren soll. Englisch muss im entsprechenden Umfeld doch wieder richtig, fehlerfrei und eventuell sogar akzentfrei, angewendet werden. Das hat in Amerika etwas mit Respekt zu tun. Fehlerhaftes Englisch in Briefen und selbst Emails wird als respektlos angesehen. Ein wesentlicher Unterschied zu dem was ich noch aus der Geschäftswelt in der alten Heimat in Erinnerung habe. Auch mit Slang und anderen heiklen Wörtern sollte man in der Sprache aufpassen. Ansonsten aber ist es möglich Englisch anzuwenden wie man will und eben auch mit der Sprache zu spielen was im Deutschen im Prinzip kaum möglich ist. Für Klopf, Klopf Witze ein Grundelement. Am ehesten kann man sie noch mit den Häschen Witzen vergleichen -- welche aber tragischer Weise ausgestorben scheinen.

Der Teddy im Beispiel ist nun nicht wirklich die Kurzform für Theodor, wie zB Theodor "Teddy" Roosevelt, sondern ein Wortspiel und sollte eigentlich Today bedeuten, also heute. Im Deutschen müsste man also ein Wort (oder noch besser Namen) finden, welches sich für 'heute' ersetzen lässt. Zum Beispiel Häute - anwendbar allerdings nur als geschriebener Klopf Klopf Witz denn gesprochen ist die Differenz nicht erkennbar. Lustig würde das so oder so im Deutschen aber niemand finden. Man kennt so etwas nicht, das ist höchstens albern.

Warum schreibe ich überhaupt über diese Knock, Knock Jokes. Heute morgen hat es geklopft an der Tür, richtig nicht geklingelt. Die Wohnungen hier in der Siedlung haben keine Klingel, nur einen Klopfer oder wer will klopft mit den knuckles (Knöcheln) seiner Hand. Wahrscheinlich noch ein weiteres Element oder Grund für die Beliebtheit der Knock Knock Jokes.
"Who is it?" - "FedEx" - "FedEx who?" - "I have a document delivery for you" - Arrgh, Spielverderber!

Nach meiner Odyssee mit der Registrierung meines Mustang hat sich auf Rückfrage bei der Spedition in der alten Heimat alles erledigt. Die haben aus versehen den Ausweis in ihren Unterlagen abgelegt statt mitgeliefert. Nun haben sie diesen per FedEx geschickt und drei Tage später hab ich nun den Ausweis in Händen. Leider muss ich nun zur Arbeit aber so eilig ist das nun auch wieder nicht. Das kann bis Montag warten. Ich hoffe die kommen mir dann nicht noch mit anderen unerwarteten Auflagen welche ich noch erfüllen muss. Mal schauen, gehe ich Montag also zur Registrierung: Knock, Knock - "Who is it?" - "Adrian" - "Adrian who?" - "Ehm, surrender my Swiss title?" Ich weiss Spielverderber. Wish me luck!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hi Son
Super, deine Erzählungen und Kommentare. Du schlägst mich mit deinem Tagebuch und ich muss mir überlegen, wie ich es schaffe, wieder einen längeren Aufenthalt in España einzuplanen. Mach weiter so, wir haben viel fun.
Liebe Grüsse
Silvia und Dad

Adrian hat gesagt…

Hi Dad,
Freut mich, dass ihr fun habt. Hier spricht man übrigens auch Spanisch, kannst du deinen Sprachaufenthalt auch hier abhalten.
Gruss
Sohneman

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