Downtown Austin

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Freitag, 28. September 2007

The Story of Texas

In den letzten Tagen hatte ich also Gäste und durfte denen etwas die Gegend zeigen. Hat mir natürlich auch die Gelegenheit gegeben einige Dinge zu sehen für welche ich bis dato nicht die Zeit gefunden habe oder auf Begleitung gewartet habe. So alleine auf Tourist machen ist auch nicht soo lustig.

Und ist es nicht so, dass man viele Attraktionen in der eigenen Umgebung den Touristen überlässt? Museen und historische Sehenswürdigkeiten gehören da glaube ich speziell dazu. Eigentlich will man da gerne mal hin aber irgendwie braucht es einen externen Auslöser damit man den Hintern aus dem Sofa hoch kriegt und man sich auf den Weg macht. Am Anfang einer Beziehung macht speziell der Mann man das vielleicht auch noch um die neue Flamme zu beeindrucken und später in der Beziehung um den Kindern etwas Unterhaltung zu bieten. Aber sonst?

In der alten Heimat gab es einige Dinge welche ich gerne mal besucht hätte aber es letztendlich nie geschafft habe. Und irgendwie getraut man sich auch nicht Kollegen zu fragt, man könnte als Spiesser gelten. Hier in der neuen Heimat ist es mittlerweile auch nicht viel anders. Wenn ich dann einmal aus Austin raus komme werde ich sicher mehr sehen als in der eigenen Stadt. Wobei Austin, TX auch nicht unbedingt die grossen Attraktionen hat und was die Umgebung anbelangt da geht es doch einige Kilometer bis in die nächste Stadt um etwas zu sehen -- da wird man schnellstens selbst zum Tourist.

Zu oberst auf meiner Liste hatte ich auf alle Fälle The Bob Bullock Texas State History Museum welches einem die Geschichte von Texas erklärt von der ersten Besiedlung durch die Indianer bis in die heutige Gegenwart. In diesem Museum gibt es einerseits die Exhibits, dann das Spirit Theater, dann noch eine Special Exhibit und auch noch das IMAX Theater.

Die Exhibits sind verteilt über drei Stockwerke und es beginnt in der ersten Etage und dem Titel Land mit der Besiedlung. Die zweite Etage befasst sich unter dem Titel Identity mit der Gründung der Republic of Texas und dem Anschluss in den Bund der Vereinigten Staaten. Die dritte Etage letztendlich trägt den Titel Opportunity und befasst sich mit dem was Texas speziell im letzten Jahrhundert und bis in die Gegenwart vor allem unter wirtschaftlichen Aspekten geprägt hat. Die Ausstellung hat viele einzelne Ausstellungsstücke und entsprechende Tafeln welche alles nötige erklären. Daneben gibt es aber auch noch besondere Ereignisse welche mit Hilfe von Diashow oder anderen bewegten Objekten gesprochen werden aber gleichzeitig auch noch mit Untertitel versehen sind. Wer sich ernsthaft damit beschäftigen will und alle Schilder lesen will sollte dafür mindestens zwei Stunden einrechnen denke ich. Wir haben uns nicht so viel Zeit gelassen aber ich werde sicher gerne mit den nächsten Gästen nochmals hingehen.

Zuerst gingen wir aber in das Texas Spirit Theater was uns so empfohlen wurde und ich eigentlich auch so weiter empfehlen möchte. In einer Art Dia Show wird hier in einem Schnelldurchlauf die Geschichte von Texas erklärt und man hat damit einen kleinen Einstieg und kann sich in der Ausstellung dann die Details anschauen. Die Show hat übrigens einige kleine nette Effekte welche ich hier aber natürlich nicht ausplaudern werde.

Dann gibt es noch eine separate Ausstellung mit wechselnden Themen in der Special Exhibit. Zur Zeit handelt es von Indianerstämmen im Wechsel der Zeit um 1890. Diese Ausstellung haben wir uns aber nicht gegönnt, da werde ich wohl selbst noch hingehen müssen. Aber eben, wir werden sehen.

Last but not least wäre dann noch das IMAX Theater zu erwähnen mit welchem wir angefangen hatten, da wir gerade rechtzeitig für den Beginn einer Vorführung ankamen. Die IMAX Vorführungen haben nicht unbedingt mit Texas zu tun sind aber natürlich wegen der speziellen Aufnahme und Vorführtechnik immer ein besonderes Vergnügen. Wir sahen eine Dokumentation über Waldbrände was sehr eindrücklich war und nicht nur wegen den Bildern. Nebst Dokumentarfilmen bringen sie zwischendurch auch Kinofilme in diesem Format. Weiter Information zu IMAX gibt es notabene auf der Website IMAX.COM.

Und damit ihr hier doch was kleines lernt zwei Sachen:

1. Texas stammt vom Namen her aus dem Spanischen, von Tejas was wiederum zurück geht auf eine Mission San Francisco de los Tejas. Tejas selbst kann angeblich nicht übersetzt werden da es die spanische Anwendung für einen indianischen Begriff ist aus der Sprache der Caddo, tejas bedeutet those who are friends (die welche Freunde sind).

2. Robert D. "Bob" Bullock der Namensgeber für das Museum war Texaner durch und durch und hatte eine mehr als 40-jährige politische Karriere in Texas. Den Höhepunkt hatte er von 1991-1999 als Lieutanent Governor of Texas was zwar nur der zweit höchste Posten im Staat ist aber von vielen als das mächtigere und verantwortungsvoller Amt angesehen wird als das des Governors.

Und für den ganzen Rest der Geschichte von Texas müsst ihr selbst nach Austin kommen und ins Bob Bullock Texas State History Museum.

See y'all later in Austin!

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