Downtown Austin

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Montag, 22. Oktober 2007

Bestanden

Wieder mal ein Merkmal wie schnell die Zeit vergeht. Schon 3 Monate ist es her. Ich war heute bei der Nachuntersuchung von meiner Lasik Operation. Die erste Nachuntersuchung am folgenden Tage war ja schon sehr viel versprechend.

Zuerst durfte ich bei Monica durch einige verschiedene Geräte linsen und sie hat alles fein säuberlich in meiner Patienten Akte dokumentiert. Meine Sehfähigkeit ist nicht ganz 20/15 aber perfekte 20/20. Anschliessend musste ich kurz warten und dann kam Dr. Wong noch höchst persönlich um sich selbst zu überzeugen, dass alles bestens verheilt ist. Erstaunlicherweise hat auch er als erstes bemerkt wie schnell die Zeit vergangen ist. Obwohl es einem glücklichen stimmen müsste wenn andere die gleiche Erfahrungen machen, es tut es ehrlich gesagt nicht.

Nachdem er mir eine orange Flüssigkeit mit einem Fliessblatt an die Augen streicht und sein Meisterwerk durch einen Apparatus begutachtet stellt er mit Freuden fest, dass meine Narben wunderbar verheilt sind und kaum noch was zu sehen sei vom Eingriff. Das ich auch keine Veränderungen der Schärfe oder andere Störungen im Blickfeld hatte erstaunt ihn daher nicht. Bei mir sei alles wirklich ausserordentlich gut verheilt befindet er; "ob ich denn sonst mit dem Resultat zufrieden sei", will er wissen? Bevor ich antworten kann ergänzt er sogleich, "wir können es auch wieder rückgängig machen, nur kann ich dann leider nicht versprechen das es genau gleich sein wird". Nein, nein, lassen wir es mal so, ich bin mehr als zufrieden.

Das einzige was mich (immer) noch stört sind immer wieder irgend welche Flecken im Sichtfeld welche kommen und gehen. Vor allem beim Autofahren nervt es und auch oft am Computer. Er versichert mir, dass das ein Altersproblem ist welches eigentlich nicht schlimmer werden sollte und auch kaum behoben werden kann. Er macht einen Vergleich: Die Flüssigkeit im Auge hat eine Art Haltbarkeitsdatum und wenn das überschritten ist gerinnt die Flüssigkeit -- wie Milch, irgendwie. "Ha ha, very funny!", dachte ich aber angeblich entstehen halt mit dem Alter irgendwie, irgendwann, irgendwelche Flocken welche in dem Saft dann durchschwimmen und wenn sie genau durch den Fokus treiben können sie die Sicht behindern. Im Englischen nennen sie die floaters was man grob mit Fliesser übersetzen müsste. Im Deutschen Wiki habe ich dazu den Begriff Mouches Volantes gefunden -- fliegende Mücken. Leider gäbe es dazu kaum eine Behandlungsmöglichkeiten ausser in extremen Fällen aber dann hätte ich auch ganz andere Sorgen, meint Dr. Wong. Er leide daran notabene auch seit gut 20 Jahren -- man arrangiere sich aber damit.

Stören Aufgefallen ist es mir seit ich in Amerika bin und wie gesagt vor allem beim Autofahren tagsüber in der hellen Sonne, trotz Sonnenbrille. Die Sonne scheint hier schon um einiges Stärker als in der alten Heimat. Nachts ist einfach das Gegenlicht ätzend aber das betrifft glaub jeden. Egal was, falls sich an meiner Sicht was ändern sollte soll ich mich ruhig an ihn wenden. Er habe mich ja eingangs der Lasik Operation ordentlich untersucht und nichts aussergewöhnliches entdeckt, ausser eben ein paar der floaters. "No need to worry, my friend!", ich bin ja so beruhigt. Das war's und mit einem "vielleicht sehen wir uns irgendwann mal wieder" verabschieden wir uns.

Meine Patienten Akten welche er mir in die Hände reicht bringe ich zum frontdesk und Monica beglückwünscht mich wie einen Studenten, "Congratulation, you graduated!" Bestanden! Ich bin ja sooo gut!

Kommentare:

nick_xyz hat gesagt…

Du hast Dich getraut, Lasik machen zu lassen??? Hut ab.. Zwar bin ich auch selber am Ueberlegen, ob sich das fuer mich auch lohnen wuerde, allerdings geht mir wirklich die Muffe wenn ich daran denke, was passieren wuerde wenn es schiefgehen wuerde.. ein kleiner Ausrutscher...
Zwei meiner Arbeitskollegen haben es auch machen lassen und sind hell auf begeistert. Bin eben ein Chicken :)

Adrian hat gesagt…

Um den Ausrutscher musst du dir keine Sorgen machen. Das Geraet resp. der Laser registrieren selbst die kleinste Bewegungen vom Auge und passt sich sofort an. Der Ausrutscher ist entsprechend gar nicht moeglich. Kritisch sind lediglich die ersten Stunden nach der OP wegen dem weggeschnittenen Lappen und allenfalls Infektionen oder falsche Korrektur wenn der Arzt geschlampt hat.

Torsten hat gesagt…

Dem kann ich nur zustimmen. Der Eingriff selbst ist sicherlichder risikoaermste Teil. Ausrutscher gibts da nicht, schliesslich wird nicht mit der Hand geschnitten oder gelasert. Computer sind schon was dolles. Es ist sicherlich riskanter sich morgens ins Auto zu setzen.
Ich hatte meine Lasik OP vor etwa 16 Monaten und wuerde es SOFORT wieder machen lassen.

Zum Thema Floaters: willkommen im Club! Die sind nervig wenn man sie bewusst wahrnimmt, aber man gewoehnt sich dran. Mit der Zeit kennt man sie so gut, dass man ihnen auch Namen geben kann ;-)

Show Me The Money!