Downtown Austin

Downtown Austin

Dienstag, 30. Oktober 2007

Gewöhnungssache

Immer wenn sich Veränderungen ergeben im Leben dann heisst das sich auch anpassen an neue Umstände, sich an etwas neues gewöhnen. Gewöhnungssache eben.

Wer durch Auswanderung oder Auslandsaufenthalt, Haus, Hof und Herd hinter sich lässt muss sich zwangsweise aber hoffentlich doch irgendwie freiwillig an neue Dinge im Leben gewöhnen. Falls ich es noch nicht erwähnt habe: Ich bin ausgewandert.

Ich wollte schon lange einmal eine Art Serie starten in meinem Blog über eben solche Gewöhnungssachen und man soll das nun nicht mit gewöhnungsbedürftig verwechseln. Ich werde unter diesem Titel immer wieder mal über etwas berichten, dass ich hier liebe und schätze. Dinge oder Sachen halt welche ich in der alten Heimat entweder schon lange vermisst habe oder was mich in eine tiefe Depression stürzen würde wenn ich -- aus mir im Moment unerklärlichen Gründen -- wieder in der alten Heimat leben müsste.

Zwischendurch wird es auch wieder mal das Gegenteil geben. Etwas das mir negativ oder sauer aufstösst, wo ich im Hinterkopf zensurwürdige Wörter habe und vorne zum Munde raus ein "No problem, sweetheart. No big deal! - Really!" säuseln tue. Man ist ja schliesslich immer stets freundlich in Amerika.

Und damit wir hier auch gleich noch was lernen noch ein kleine Englisch Lektion. Für diese negativen Gewöhnungssachen gibt es im Englischen nebst den üblichen Wörtern welche man schnell einmal im Unterricht gelernt bekommt weitere interessante Wörter respektive einen Begriff. Die üblichen Verben welche man als "belästigen" oder "nerven" lernt sind to bother und to annoy. "Stop bothering me, you annoy me." -- "Hör auf mich zu belästigen, du nervst mich."

Wer durch etwas irritiert ist oder sich gestört fühlt und dann vor sich hinbrummelt ist meistens vexed. Das Wort to vex beschreibt mehr den Zustand ge-nervt sein oder sich ge-stört fühlen. "He is bothering/annoying me, I'm vexed!" -- "Er stört/nervt mich, ich fühle mich gestört/genervt".

Ein weiteres Verb ist to peeve mit eigentlich der gleichen Bedeutung und Anwendung wie to vex allerdings trifft man es viel öfter in einer anderen Form an. Wer eine Liste im geheimen führt, und sei es nur im Kopf, mit all den Dingen die im so auf den Senkel gehen, speziell im Umgang mit anderen Personen, der hat pet peeves. Wer sich zB daran stört, dass der Mitarbeiter dauernd vor sich hinpfeift sagt dazu "His whistling is one of my pet peeves" -- "Sein Gepfeife geht mir auf die Nerven". Wer etwas mehr über die Herkunft vom Begriff pet peeves wissen will kann das auf folgender Seite unter dem Titel A goat to be gotten beim Word Detective finden.

Der erste und kommende Eintrag zu Gewöhnungssache wird dann auch gleich so eine pet peeve sein von mir.

Das Label dieser Einträge wird entweder Why not oder pet peeve sein. Für diese kleinen und nebensächlichen Dinge welche ich hier in Amerika liebe und weshalb ich nicht zurück will die Antwort: Why not und dann halt eben auch noch die kleinen und nervigen Dinge welche ich hinnehme, erdulde und versuche zu verstehen: die pet peeves.

Keine Kommentare:

Show Me The Money!