Downtown Austin

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Montag, 31. Dezember 2007

Regular Season 2007

Einfach noch als Datenspeicher und zur Erinnerung habe ich die Football Ergebnisse "meiner lokalen Teams" aus dem Abschnitt welchen ich in den vergangenen Monaten rechts geführt habe nun hier rein kopiert. Das schafft etwas Platz auf der rechten Seite und hier ist es richtig archiviert für alle Ewigkeit.

Die Regular Season im College Football ist schon seit einigen Wochen zu Ende und die NFL geht nun mit dem neuen Jahr in die Playoffs. Wie es dazu kommt kann man in den Beiträgen Grundsätzliches - Teil 1 und Diese Jahr - Teil 2 nachlesen.

Texas Longhorns - NCAA (Big 12 South Division)
01.09. Arkansas State - 13 : 21
08.09. TCU - 13 : 34
15.09. @ Central Florida - 35:32
22.09. Rice - 14-58
29.09. Kansas State - 41:21
06.10. Oklahoma - 28:21
13.10. @ Iowa State - 56:3
20.10. @ Baylor - 31:10
27.10. Nebraska - 25:28
03.11. @ Oklahoma State - 38:35
10.11. Texas Tech - 43:59
23.11. @ Texas A&M - 38:30
Holiday Bowl im Qualcomm Stadium in San Diego, CA
27.12. @ Arizona State 52:34


Dallas Cowboys - National Football League (NFL - NFC East)
09.09. NY Giants - 35 : 45
16.09. @ Miami - 37:20
23.09. @ Chicago - 34:10
30.09. St. Louis - 7:35
08.10. @ Buffalo - 25:24
14.10. New England - 48:27
21.10. Minnesota - 14:24
28.10. Bye Week
04.11. @ Philadelphia - 38:17
11.11. @ NY Giants - 31:20
18.11. Washington - 23:28
22.11. NY Jets - 3:34
29.11. Green Bay - 27:37
09.12. @ Detroit - 28:27
16.12. Philadelphia - 10:6
22.12. @ Carolina - 20:13
30.12. @ Washington - 6:27


Houston Texans - National Football League (NFL - AFC South)
09.09. KC Chiefs - 3 : 20
16.09. @ Carolina - 34:21
23.09. Indianapolis - 30:24
30.09. @ Atlanta - 16:26
07.10. Miami - 19:22
14.10. @ Jacksonville - 17:37
21.10. Tennessee - 38:36
28.10. @ San Diego - 10:35
04.11. @ Oakland - 24:17
11.11. Bye Week
18.11. New Orleans - 10:23
25.11. @ Cleveland - 17:27
02.12. @ Tennessee - 20:28
09.12. Tampa Bay - 14:28
13.12. Denver - 13:31
23.12. @ Indianapolis - 15:38
30.12. Jacksonville - 28:42

Sonntag, 30. Dezember 2007

Woche 52/2007 Rückblick

Bald haben wir es geschafft noch ein Tag und somit noch ein letzter Rückblick auf die vergangene Woche und was mich so interessant hat in den Medien. Vieles stammt wie oft aus dem lokalen Blatt dem Austin-American Statesman.

Werbung
Ich habe es mir schon einige Male überlegt und irgendwann werde ich vielleicht auf den Zug aufspringen. Werbung in meinem Blog.

Im Wirtschaftsteil haben sie einen Artikel über AdSense die Werbemasche in Webseiten durch Google. Aufgrund von Textinhalten respektive Suchergebnissen im Internet kann Google Werbung dynamisch mit Webseiten verknüpfen. Täte ich nun AdSense von Google bestellen und in meinen Blog einbinden würde Werbung angezeigt welche sich irgendwie auf den Inhalt meiner Webseite bezieht. Je nach dem wie oft meine Seite (oder die Links, bin nicht ganz sicher) angeklickt wird bekomme ich via Google eine Vergütung und Google belastet natürlich die Inserenten. Genaueres dazu gibt's bei Google.

Für den Moment werde ich aber noch warten auch wenn im Artikel Beispiele genannt werden wo einer damit $1000 und ein anderer $8000 so nebenbei verdient. Irgendwann werde ich dann aber vielleicht nicht mehr widerstehen können. Ich werde es aber mindestens eine Stunde vorher ankündigen.

Holiday Bowl
Texas 52, Arizona State 34 so das nüchterne Ergebnis vom Donnerstag als Abschluss der College Football Season für die Texas Longhorns. Die Season ist eigentlich schon länger beendet aber nun finden die diversen Bowl Championship Games statt wo die Besten der verschiedenen Divisions respektive Conferences gegen einander spielen. Nach welchen Regeln also wer gegen wenn spielt ist immer etwas ungewiss und führt meistens zu Diskussionen. Man findet daher in den Sport Nachrichten auch immer wieder Kommentare wo man heftig darüber diskutiert warum dieses College ausgerechnet in jenem Bowl Game oder gegen jenes College antreten muss. Für die Longhorns war es nun also die Holiday Bowl und als Gegner Arizona State. Aber eben; wieso, bitte fragt mich nicht. Und verpasst habe ich das Spiel auch noch. Ich wusste schon lange, dass es am Donnerstag statt findet und ich an diesem Abend arbeite aber dummerweise habe ich vergessen die Aufzeichnung zu starten. Dumm gelaufen denn gemäss der Zeitung soll das Spiel wirklich gut gewesen sein.

Damm gebrochen
Amazon hat offensichtlich schon seit längerem einen Katalog mit knapp 2.3 Million Liedern im MP3 Format zum download und nun ist mit der Warner Music Group einer der letzten Grossen dazu gestossen womit der Katalog auf 2.9 Millionen anwachsen soll. Das Format MP3 ist wohlgemerkt ohne irgend welches Rechte-Management versehen, dh eine solche Datei kann im Prinzip anschliessend beliebig kopiert und weiter gegeben werden. Der Damm welcher die Musikbranche gegen das Format und den Vertrieb im Internet aufbauen wollte dürfte damit gemäss dem Artikel in der lokalen Zeitung endgültig gebrochen sein. Es bleibt nun nur noch abzuwarten wie viele Händler es zukünftig im Internet gibt. Wenn es nur bei iTunes von Apple und Amazon bleibt wäre meiner Einschätzung nach das Problem noch nicht ganz gelöst und ist nicht im Sinne eines freien Marktes. Ich hoffe die Plattenfirmen realisieren das irgendwann auch noch und gestatten mehr Plattformen den Download. Meine Vinyl und CD Sammlung werde ich nun wohl wirklich bald verbrennen können.

Kleines Geschenk für die Fans
Kürzlich habe ich erwähnt, dass NFL Network im Streit ist mit einigen Kabelbetreibern mit Übertragsrechten. Speziell tragisch weil sich NFL Network entschlossen hatte einige Spiele in der NFL nicht wie seit Jahrtausenden üblich den vier grossen Networks zu überlassen sondern auf ihrem eigenen neuen Sender auszustrahlen. Da das letzte dieser Spiele auf diesem Kanal am Samstag eine gewisse historische Bedeutung hatte entschloss sich NFL Network von ihrer Linie kurz abzuweichen und hat das Spiel gleich an zwei Networks zur Übertragung überlassen. Der Commissioner der NFL (so eine Art CEO in den Sportligen in Amerika) hat vor dem Spiel kurz ein Interview gegeben und gesagt wie wichtig ihnen die Fans sind und sie Amerika dieses historische Spiel nicht vorenthalten wollen. For the fans, my ass! Wenn es ihnen wirklich um die Fans geht würden sie gar nicht erst so einen Quatsch machen wie ihr Network respektive einige Spiel aus dem normalen Sendeplan auf ihrem Kanal übertragen.

Das Spiel übrigens waren die New England Patriots zu Gast bei den New York Giants. Als letztes Spiel in der regular season für beide Teams war es eigentlich bedeutungslos da die Plätze in den folgenden Playoffs schon gesetzt sind. Aber für die New England und Amerika war es ein besonderes Spiel. Die Patriots hatten bisher alle 15 Spiele gewonnen und standen somit vor der perfekten Season, dh die regular season zu beenden ohne ein Spiel zu verlieren. Das letzte Mal gelang das den Miami Dolphins 1972 allerdings waren es damals nur 14 Spiele in der Season. Die Dolphins notabene haben diese Season fast einen Negativrekord gesetzt -- sie haben erst vor zwei Wochen ihr erstes Spiel gewonnen und waren somit fast auf Kurs gewesen als erstes Team eine Season ohne Sieg abzuschliessen.

Die Patriots haben nun dieses Spiel knapp aber erfolgreich 38:35 gewonnen und dabei sind gleich noch einige alte Rekorde mehr übertroffen worden. Eigentlich fast selbstverständlich, oder?

Die Würfel sind gefallen
Um nochmals auf Football zu kommen. Die regular season ist nun nach 16 Runden am Sonntag zu Ende gegangen. Am nächsten Wochenende geht es mit den ersten Playoff Spielen weiter. Eine kurze Einführung wie sich das gestaltet werde ich vor dem Wochenende abliefern. Die Dallas Cowboys haben das letzte, für sie bedeutungslose, Spiel noch verloren. Allerdings in einer Art und Weise das einige Fragen offen lässt wie sie sich in den Playoffs durchzusetzen vermögen denn schon die letzten zwei Spiele, obwohl Siege, waren etwas fragwürdig. Nachdem sie zur Mitte der Season schon als Super Bowl Teilnehmer gehandelt wurden muss man sich mittlerweile fragen wie sie das so schaffen wollen. Und wenn ja, gegen die Patriots sind sie in dieser Form chancenlos.

Eintönig
Das zum Wetter. Ich glaub es war die ganze Woche keine einzige Wolke am Himmel. Dauernd blauer Himmel. Die Temperaturen am Tag waren irgendwo in the upper sixties (übersetzt und umgerechnet in Celsius ist das in den oberen Zehnern). Nur in der Nacht hat es von Tag zu Tag etwas geschwankt von knapp unter dem Gefrierpunkt bis einige Grad über jenem. Da es den ganzen Dezember nicht geregnet hat ist das sonst vielerorts satte Grün der Grasflächen einem eintönigen hellen Braun gewichen. Fast alle Counties in der Umgebung haben seit längerem auch ein "offenes Feuer" Verbot. Das dürfte auch für das Feuerwerk zum Neujahr gelten. Innerhalb der City Limits von Austin gibt es dafür ja generell ein Verbot.

Und als letzte Nachricht
Ein fröhliches Happy New Year an alle.

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Politische Ränder

Es ist wieder einmal Zeit für eine Englisch Lektion. Allerdings, es geht mehr um den Sinn und Unsinn von Wörterbüchern und ähnlichem. Ich beziehe das im Folgenden streng auf Englisch aber ich denke das Problem lässt sich so auf ziemlich jede Sprache übertragen. Auch welches Wörterbuch man zur Hilfe nimmt spielt keine Rolle, es trifft auf alle zu.

Wer einen Text in einer anderen Sprache vor sich hat und das Geschriebene entziffern will, denkt man, ist mit einem Wörterbuch gut bedient. Nehmen wir als Beispiel einfach die ersten beiden Sätze aus einem x-beliebigen Online Artikel bei CNN.
At 70, without a thing left to prove, Jack Nicholson is sharpening his political edges. Not that he'll be showing up at any presidential campaign rallies.
Es ist eigentlich ein schlechtes -- oder gutes wie man will -- Beispiel den bereits beim ersten Wort stossen wir auf ein Problem. Mein Wörterbuch liefert für at die folgenden Treffer: 'am, an, auf, bei, im, in, über, um' und 'zu' aber wir erkennen schnell, dass man im Deutschen an dieser Stelle eigentlich das Wort 'mit' verwendet. Ein Volltreffer landen wir aber mit without -- ohne. Dann kommt a und wir wissen das ist ein unbestimmter Artikel und kümmern uns direkt um thing, resp. a thing. Ergebnis: 'ein Ding' oder 'eine Sache'. Und nun wird es interessant.

Das Wort left wird primär mit links in Verbindung gebracht. Allerdings wird es zusammen als to be left mit 'bleiben', 'übrig sein' oder 'zurückbleiben' gleichgesetzt. Dann haben wir noch left als die Vergangenheitsform von to leave etwas 'lassen', 'überlassen', 'übrig lassen'. Die restlichen 8 Angebote zum übersetzen von to leave lasse ich hier weg.

Im folgenden nehmen wir vorneweg, ohne zu erklären wieso weil das sonst den Rahmen dieses Artikels sprengen würde, dass das Wort to zum nachfolgenden Wort prove gehört, dh das Verb bildet. Wir finden 11 unmittelbare Übersetzungen im Wörterbuch plus mindestens nochmals soviele mit Zusammensetzungen. Ich helfe hier ein bisschen und sage das es to prove sth. (something=etwas) ist und somit 'etwas zu' plus 'belegen', 'beweisen' oder 'nachweisen' bedeuten kann.

Ich glaube wir brechen hier ab, ihr versteht wo ich etwa hin will. Sprache respektive Übersetzung ist keine exakte Wissenschaft wie zB Mathematik wo ein Gleichheitszeichen dazwischen steht. Um das erst einmal abzuschliessen folgend zum gelieferten Beispiel eine freie Übersetzung für euch und als Vergleich für später:
Mit 70, ohne etwas übrig zum beweisen, schärft Jack Nicholson seine politischen Kanten. Nicht, dass er auftauchen würde an einer der Präsidentschafts-Wahlkampf Veranstaltungen
Etwas holprig aber in etwa so müsste man das wörtlich übersetzen. Wobei das natürlich so in Deutsch niemand schreiben würde. Man beachte, die Sache oder das Ding für thing habe ich sogar schon mit 'etwas' glatt gebügelt.

Warum komme ich auf dieses Beispiel? Nein, nicht wegen dem guten Jack. Ich habe kürzlich in der Statistik meines Blogs gesehen, dass offensichtlich jemand eine Online-Übersetzungs-Hilfe ins Englische genutzt hat für einen meiner Einträge. Ich habe mir das spasseshalber angeschaut und den Kopf geschüttelt.

Bei diesen Online Übersetzungshilfen kann man gleich ganze Sätze (oder sogar die URL einer Webseite) eingeben und schwupp-die-wupp hat man den Satz (oder eben die ganze Webseite) im Englischen oder was auch immer vom Angebot ausgewählt wird. Fragt man sich nur, was soll der Computer besser können als wir mit einem Wörterbuch? Hat so ein Programm noch andere Tricks auf Lager? Den kleinen Abschnitt von soeben wollen wir also damit auch einmal prüfen.

Zuerst Translate von Google
Auf 70, ohne etwas zu beweisen, links, Jack Nicholson ist Schärfung seiner politischen Rändern. Nicht, dass er zeigt sich in jedem Präsidentschafts-Kampagne Rallyes.
Rändern! Kanten! Ist ja fast das selbe, oder? Dann noch Babel von AltaVista
Bei 70 ohne eine Sache, die überlassen wird, um zu prüfen, schärft Jack Nicholson seine politischen Ränder. Nicht daß er oben an jeder Präsidentenkampagne darstellen wird, sammelt.
Schon viel besser, oder nicht? Das left wurde doch hier immerhin nicht als links übersetzt. Und bei den Rändern bleiben sie beide hartnäckig.

Ich weiss übersetzen ist ein Horror aber vertraut nicht auf diese Online Hilfen. Und ich kann euch garantieren es sieht in beide Richtungen übersetzt nicht gut aus. Leider leisten aber auch die Wörterbücher nur bedingt Abhilfe. Mittlerweile weiss ich nun weshalb ich mich damals in der Schule gegen die Wörtertests gesträubt habe. Sie sind Humbug!

Sonntag, 23. Dezember 2007

Woche 51/2007 Rückblick

Wieder eine lahme Woche vorbei. Ich bringe kaum Ideen zu Papier -- Pardon in die Tastatur und auf den TFT. Liegt das nur an den kommenden Festtagen oder ist meine Optik etwas eingeengt? Ich hoffe das verbessert sich im neuen Jahr. Für den Wochenrückblick hab ich aber doch ein paar Sachen.

Energie Spar Dings Gesetz
Haben wir es also doch auch geschafft. Da heisst es doch immer, dass sich die Amerikaner nicht um die Umwelt kümmern. Wie man über die Agenturticker, Nachrichten und Zeitungen (hier vom Lokalblatt dem Stateman) überall lesen konnte unterzeichnete GWB am 20.12. ein Gesetz für mehr Energie Effizienz, dh ua mehr Ethanol und bessere Benzinverwertung bei Autos.

Die gas guzzlers (Benzinschleudern) von Autos sollen also irgendwann Geschichte sein. Früher oder später (so meine Behauptung) wird das so oder so passieren wenn der letzte Tropfen aus dem Boden gesogen ist. Mad Max, The Road Warrior lässt grüssen. Wer Realist bleibt weiss, dass wir nur den Zeitpunkt nach hinten verschieben. Und zwar nicht nur in Amerika.

Etwas interessanter (und wichtiger?) an dem Gesetz ist, dass es sich auch um die Nutzung von anderen Energiesaugern kümmert. Irgendwann können wir keinen Strom mehr aus Kohlewerken produzieren und zu Atomstrom steht man in Amerika seit 1979 mit Three Mile Island auch auf dem Schlauch. Bleibt Sonne, Wind und andere Energieformen welche aber zur Zeit noch nicht die Leistungen bringen für die Bedürfnisse der Zukunft. Sofern wir trotz Wachstum selbst den heutigen Bedarf brauchen wird es schwierig denke ich mir. Und das wollen wir, oder?

Zurück zum Gesetz. So muss die gute alte incandescent bulb (Glühbirne) ab 2012 aussterben. Zugunsten von was lässt das Gesetz angeblich (und schlauerweise finde ich) aus da man wohl die technologische Entwicklung nicht voraussehen kann und per Gesetz behindern will. Es wäre ansonsten das was man hier mit a shoot in the foot bezeichnet. Wörtlich ist das ein "Schuss in den Fuss" -- also eine Reminiszenz an die gute alte Zeit des Western. Ansonsten wohl das was man im Deutschen unter einem "Eigentor" versteht. Der Renner im Ersatz ist die fluorescent lamp (Leuchtstofflampe oder Energiesparlampe). Thomas Edison wird es verkraften können.

Edison, so nebenbei, ist im übrigen nicht der Erfinder der Glühbirne. Er hat lediglich die Glühbirne marktreif gemacht und für die Masse hergestellt. Sein Slogan dabei legendär: “we will make electricity so cheap that only the rich will burn candles” aber für heutige Verhältnis und dem Stromverbrauch wegen eigentlich eine Last. Zu Kerzen gäbe es noch eine interessante Geschichte über Benjamin Franklin in Paris ... aber das spare ich mir für den Eintrag im Frühling zur Zeitumstellung.

Ein weiterer interessanter Punkt im Gesetz: Es gibt dem Energie Departement Befugnis für kältere Regionen in Amerika andere Richtlinien für die Effizienz einer furnace (Heizanlage) zu erlassen. Ein Hinweis darauf wie gross Amerika ist und wie unterschiedlich die Umstände.

Die Freiheit zur Rede
Ich muss unbedingt mal was schlaues zu freedom of speech (der Redefreiheit) zusammentragen. Das Recht wird hier bekanntlich gross geschrieben und auch immer wieder gerne überstrapaziert. Im Lokalblatt von Austin gibt es den Kolumnisten John Kelso und der hat immer sehr feine (oft bissige) Kolumnen zu regional aktuellen Themen. Sein Eintrag am Freitag galt eben dem freedom of speech. Texas hat eine neue $5 Gebühr erhoben für topless clubs (Oben-ohne Lokale) welche nun einige Lokale anfechten wollen mit der Redefreiheit. "Was soll das?" fragt nicht nur Kelso. Witzig fand ich den Kommentar eines ehemaligen (weiblichen) Ratsmitgliedes auf die Höhe der Gebühr angesprochen. "That's $2.50 per boob", also $2.50 pro Brust und somit nicht so viel. Interessante Ansichten hat die Frau.

Und noch die Freiheit der Religion
Bin ich auch gerade noch über die kirchlichen Angebote gestolpert in der Zeitung. Speziell zur Weihnachtszeit natürlich wichtig. Die Angebote sind gegliedert nach den verschiedenen Religionen -- und die ist vielfältig:
Anglican, Baha'i Faith, Baptist, Catholic, Christian Science, Disciples of Christ, Episcopal, Evangelical Free, Metropolitan, Lutheran, Pentecostal, Prespyterian, Roman Catholic, Spirit Filled Word & Faith, Sabbatarian, Unitarian Universalist, United Methodist, Unity
Ich bin überzeugt da gibt's noch mehr. Na, etwas dabei für euch?

Ironie des Schicksals
Gemäss Forbes war Ken Hendricks angeblich der 91-reichste Mann in Amerika. Innert 25 Jahren hat er sich mehr oder weniger nur mit einer Vision in diese Position gebracht. Als Dachdecker, frustriert über die Lieferanten, gründete er ABC Supply, eine Firma mit dem Ziel landesweit Handwerker wie ihn, also vorwiegend Dachdecker, mit dem nötigen Material zu versorgen. Am Samstag verbreitete sich die Nachricht, dass er am Donnerstag durch das Dach seiner Garage gefallen ist. Angeblich hatte er Arbeiten an seiner Garage inspiziert. Am Freitag verstarb er im Alter vom 66 Jahren.

Noch etwas Sport ...
NFL: Da die Green Bay Packers etwas überraschend verloren haben und die Dallas Cowboys wiederum gesiegt haben, ist der Heimvorteil durch die ganzen Playoffs für die Cowboys bereits gesichert. Das letzte Spiel der regular season am nächsten Wochenende gegen die Washington Redskins somit nur noch Formsache -- für Dallas. Die Redskins benötigen dringend einen Sieg um sich überhaupt für die Playoffs zu qualifizieren.

... und zum Schluss das Wetter
Die Wärme ist nun wirklich weg aber die Schwankungen zum Glück auch. Wir hatten mehrheitlich Sonne pur und im Ausblick soll sich daran auch nicht all zu viel ändern. Die grauen Tage aus der alten Heimat sind mir nur noch schwach in Erinnerung. Von tagelangen Minus-Tagen ganz zu schweigen. Das gibt es hier zum Glück nur vereinzelt mal stundenweise in der Nacht.

Montag, 17. Dezember 2007

Das etwas andere Kinovergnügen

Satte 20 Monate bin ich nun in Austin und zu Beginn hatte ich sogar das Kino gleich um die Ecke. Aber zu einem Besuch hat es nie gereicht. Einmal war ich dort aber die Schlange vor der Kasse zu lange, da bin ich wieder abgedreht. Ich wusste noch nicht was mich erwartet hätte. Die Liste wieso ich auch sonst kaum ins Kino ging ist lange aber vor einem hohen Kinogericht wäre ich gnadenlos abgeurteilt worden. 24 Stunden nonstop die schlechtesten Movies aller Zeiten anschauen zur Strafe.

Aber am Sonntag hab ich es endlich geschafft. Mittlerweile habe ich auch erfahren was ich damals verpasst habe und hatte eine gewisse Vorfreude auf das was mich erwartet. Denn es geht nicht einfach nur um irgend ein Kino.

Es ist ein Austin Original. Eine Original das wie viele denken es nur in Austin geben kann, das Alamo Drafthouse. Respektive es gibt mehrere davon. Und sie sind noch nicht einmal so alt. Angefangen hat es angeblich vor 10 Jahren. Tim and Karrie League haben an der 409 Colorado St im Zentrum von Austin im sogenannten warehouse-district ein altes Parkhaus in ein second-run Kino umgewandelt. Der Begriff second-run bedeutet, dass sie keine aktuellen Filme zeigen, die sind den grossen Megaplex Theatern überlassen aber sobald der erste Run auf die Filme vorbei ist und die grossen Säle nicht mehr gefüllt werden kommen die kleineren Kinos zum Zuge. Ich nehme vorweg, mittlerweile hat sich das auch beim Alama Drafthouse gewandelt aber noch nicht in den Anfangsjahren und heute ist es nachwievor Tradition. Im Angebot haben sie auch ältere Filme, ganze Themen Abende oder Wochen mit Filmen eines speziellen Schauspielers, Regisseurs, Western, Horror oder was man so alles gruppieren kann. Was bis jetzt noch relativ banal klingt wandelt sich wenn man weiss was nebst den Filmen angeboten wird.

Im Kinosaal fehlt nämlich in etwa jede zweite Sitzreihe. Was zum einem absolute Beinfreiheit verschafft wird im weiteren ergänzt durch eine Tischplatte vor den Sitzen -- richtig für Getränke und Essen. Die Tischplatte ist so alle fünf Sitze unterbrochen, dass man durchschlüpfen kann. Vor der Platte bis zur nächsten Sitzreihe kann man bequem entwischen und vor allem die Bedienung durchhuschen -- Bestellungen aufnehmen, Essen und Getränke bringen und am Schluss natürlich auch noch einkassieren. Ein Blick aufs Menu [pdf] gefällig?

Die Auswahl an Bier vom Fass oder in Flaschen ist exzellent mit diversen Sorten von Kleinbrauereien. Bevor wir ins Kino rein gingen gab's an der Bar ein Fireman's #4. Zum Film hatte ich ein Pyramid Hefeweizen. Zum Essen und zum Film bestellten wir als appetizer zusammen Chicken Wings welche eine schöne Schärfe entwickelten im Mund und eigentlich Lust auf mehr machten. Mein folgendes Philly Cheesesteak Sandwich ist nicht berauschend aber durchaus geniessbar. Im übrigen ist es dunkel man sieht nicht wirklich was man isst.

Die Bedienung huscht zwar immer wieder mal im Kauergang vorbei aber da man Teil des Spasses ist und von diesem speziellen Angebot schliesslich profitiert stört es keinesfalls. Von den Zuschauern im vollen Kino kriege ich nicht mehr (aber auch nicht weniger) Belästigung mit als man das in manch anderem Kino hinnehmen muss. Man bedenke, die nächste Reihe ist gute anderthalb Meter entfernt, nach vorne wie nach hinden. Im Nacken hat man folglich keine ständigen Wursteleien von Knien -- und nach vorne nochmals, Beinfreiheit! Man sollte einfach der Bedienung dafür nicht ein Bein stellen.

Etwa eine halbe Stunde vor Filmende mahnt die Bedienung im Kriechgang zur letzten Bestellung und einiges später folgt dann auch die Rechnung welche man per Kreditkarte oder cash begleichen kann. Wie in Amerika üblich, tipp (Trinkgeld) nicht vergessen. Auf der Webpage geben sie 18-20% an als Richtwert, bei einer Gruppe von sechs oder mehr Personen rechnen sie 17% direkt rein ins Total so kann man das perfekt teilen. Vorausgesetzt man kann sich dazu einigen.

Vom Alamo Drafthouse gibt es mittlerweile wie erwähnt mehrere Lokalitäten. Auch hat es über die Jahre Umstrukturierungen gegeben. Die ursprünglichen Gründer haben ihr Unternehmen verkauft aber offensichtlich drei im Zentrum von Austin, ua das Original, in Lizenz behalten oder übernommen. Dieses Original wiederum ist seit kurzem aber umgezogen wegen den Mietkosten und ist neu an der 320 E 6th Street zu finden. Nicht weit davon entfernt auf der anderen Seite des Colorado Rivers ist das zweite an 1120 South Lamar Blvd. und dann das dritte etwas nördlich vom Zentrum am 2700 W. Anderson Lane. Weitere Betriebe im Franchising haben sie in Houston, Katy und San Antonio wo bald ein zweites eröffnet werden soll wie auch eines in Rio Grande Valley, das ist ganz im südlichsten Zipfel von Texas. Wir waren notabene im Norden von Austin im Lake Creek.

Was auch noch speziell auffällt in diesem Alamo Drafthouse ist, dass die Aufführungen nicht dicht hintereinander gestaffelt sind. Man kann offensichtlich locker schon eine halbe Stunde vor Filmbeginn sich reinsetzen. Auf der Leinwand flimmern allerlei Vorschauen durch welche man so in anderen Kinos kaum zu sehen bekommt. Mittlerweile legendär scheinen auch die Hauseigenen Trailer zu sein. Am Schluss habe ich ein paar Links dazu aus YouTube.

Ach ja! Als Film gab es übrigens den neuen mit Will Smith - I am Legend. Nicht das der Film schlecht wäre aber ich erspare mir hier einen Kommentar. Ich hatte vielleicht einfach zu viele Erwartungen.

Wer sich etwas durch Bewertungen zum Drafthouse durchlesen will kann sich bei Yelp vergnügen. Einen Online Artikel von gerade kürzlich habe ich bei buzzle.com gefunden. Und natürlich gibt es auch noch Informationen bei Wiki zu finden.

Und nachfolgend wie versprochen ein paar Links zu Alamo Drafthouse Trailers auf YouTube:Wer also mal nach Austin, TX kommt sollte einen Kinobesuch in Erwägung ziehen.

Sonntag, 16. Dezember 2007

Woche 50/2007 Rückblick

Irgendwie war es eine ruhige Woche oder wenigstens hat nicht viel mein Interesse geweckt. Andererseits hatte ich doch tatsächlich wieder mal etwas Arbeit und der Showdown bei der Bundesrat Wahl in der Schweiz war noch interessant. Aber das hatte ich schon. Mehr als etwas Sport und das Wetter hab ich diese Woche nicht raus gekriegt aus den Medien.

Die letzten beissen die Hunde
Der Spruch sollte zwar wohl ein anderer sein aber es geht in die Richtung. Während die Sprinterin Marion Jones (welche angeblich in Austin wohnt) nun ihre Medaillen von Olympia definitiv los ist wegen Doping und der Baseball Spieler Barry Bonds grad kürzlich angeklagt wurde und man gespannt wartet was passiert, ist in Sachen Doping im Baseball die nächste Bombe geplatzt. Der lange erwarteter Mitchell Report über Doping in Baseball wurde am 13.12. endlich veröffentlicht und die Liste der Sünder ist lang -- wie erwartet. Und das ist nun der Haken an der Sache -- meiner bescheidenen Meinung nach.

Angeblich seit Anfang der 90er Jahre 'weiss man' das die Jungs quer durch die Liga anfingen sich mit Doping zu besseren Leistungen zu verhelfen. Die Liga macht aber keine Test oder entsprechende Verbote. Erst irgendwann 2003 beginnt sie mit dem Bann und laschen Test. Am schlimmsten, sie bestellen nachträglich noch eben diesen Report der nun nach knapp zwei Jahren fertig ist.

Was soll den das nun im Nachhinein? Bei Marion Jones kann ich das Theater durchaus verstehen, da Doping in der Leichtathletik untersagt war und sie offensichtlich durch alle Kontrollen geschlüpft ist. Ob ihr Trainer der eigentliche Schuldige war und sie 'mehr oder weniger' ahnungslos verbotene Substanzen zu sich genommen hat, wer weiss. Wie soll ein Athlet schon wissen was der Arzt oder Apotheker alles verschreibt und einspritzt. Was dient zur Heilung oder Schmerzbekämpfung und was der Leistungsförderung. Im Prinzip ist ein Aspirin gegen Kopfschmerzen oder ein anderes Hausmittel gegen irgendwelche Übelkeit schon Doping denn unter normalen Umständen kann kein Sportler mit Unwohlsein die übliche Leistung bringen.

Aber eben, was soll nun dieser Report im Baseball über eine Zeit in der sich niemand in dieser Sportart um Kontrollen oder Verbote gekümmert hat. Hier werden nun im grossen Dutzend Spieler ohne eine eigentliche Anklage auf die Anklagebank gesetzt. Gross wehren können sie sich nicht. Der eine oder andere wird nämlich sicher zu irgend einem Zeitpunkt mal der Versuchung erlegen sein. Und sei es nur wie Andy Pettitte, welcher sogleich zugab zur Heilung 'einmal' in diese Trickkiste gegriffen zu haben. Das Motto hiess angeblich schnellere Heilung und nicht Leistungsförderung womit wir wieder beim Aspirin wären. Darum finde ich nun ist der Report; Irgendwie nicht die feine Art.

Zum Glück nicht bei uns
Diese Woche machte das Wetter etwas Karussell. Eine Kälte Welle nach der anderen kam von Nordwesten ins Mittelland und liess die Temperaturen rauf und runter tanzen. Mitunter war es am Morgen wärmer als am Abend zuvor den wenn die kalte Luft weg war kam eine warme feuchte Strömung aus dem Südwesten. Diese zwei Fronten sind dann über Oklahoma, Missouri, Arkansas und einigen weiteren Staaten aufeinander getroffen was über diesen Staaten zu frostigen Niederschlägen geführt hat und eine Eisdecke über das Land gelegt hat. So ein Ereignis hatten wir hier in Central Texas im vergangenen Januar erlebt.

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Farewell CB

Austin Ortszeit 1:08am - Internet sei Dank habe ich soeben zur Kenntnis genommen, dass in der alten Heimat der siebte Bundesrat nun nicht mehr der gleiche ist.

Da ich in der Nachtschichtarbeit natürlich genügend Zeit habe sowie einen freien Internetanschluss (welchen ich eigentlich nicht für private Zwecke nutzen darf - ha ha), habe ich mich in den Live-Stream des Schweizer Fernsehens eingeklinkt und die ganze Übertragung des Wahlgeschehens sowohl gestern wie eben auch heute Morgen -- respektive noch Nacht -- Live verfolgen können. Das Bild war zwar mickrig klein oder vergrössert ein aufgelöster Pixelhaufen und sowohl Ton wie auch Bild verschwanden ab und zu aber insgesamt ging es. Zu Zeiten der ersten Radios oder Fernseher war das auch nicht anders.

Wogegen man schon sagen muss, dass die hiesigen Fernsehsender mittlerweile beachtliche Streams ihrer Serien anbieten. Vor allem ABC's Full Episode Player sticht da extrem heraus mit sehr gutem Vollbild das sie stolz als High Definition anpreisen. Offiziell soll es von ausserhalb Amerika lizenzmässig nicht gestattet sein aber ob sie das via IP überprüfen und schützen kann ich leider nicht abschätzen. Wer will also mal ausprobieren. Aber um das geht es jetzt gar nicht.

Weiter habe ich dann gestern zu meiner kleinen Überraschung doch auch noch feststellen müssen, als die Sensation perfekt war mit der Abwahl von CB, dass die beiden Zürcher Zeitungen mit ihrem Online Angebot ab diesem Zeitpunkt schlapp gemacht haben für mindestens die folgende Stunde. Es hat mich schon etwas irritiert, dass die dem Ansturm offensichtlich nicht gewachsen waren. Heute kurz nach der Verkündigung der Annahme hat es dann wiederum anstandslos funktioniert. Anscheinend haben sie es gemerkt, dass da ein gewisses Bedürfnis besteht.

Auf dieser Seite des Atlantiks hat das kleine historische Ereignis natürlich keine Wellen geschlagen, also nix Tsunami. Doch ein wenig News dazu habe ich gefunden bei MSNBC.com oder Online bei der New York Times, letzteres war allerdings noch die Nachricht der Wahl von gestern.

Somit ein fröhliches: Farewell CB and Welcome to: der Tochter eines früheren Bundesrats. Irgendwie kommt mir das doch schon fast so vor in Amerika, das mit der Thronfolge in der Familie meine ich.

Sonntag, 9. Dezember 2007

Woche 49/2007 Rückblick

Und schon wieder eine Woche herum und dazu ein kleiner Medien Rückblick.

Schweizer Frösche hüpfen über den Atlantik
Wer mit seinem Haustier reisen, dh fliegen, will hat unter Umständen gewisse Probleme. Es gibt einiges zu Berücksichtigen und nicht immer können die Bedingungen so gebogen werden wie ich das mit Lucky damals konnte bei der Auswanderung.

In der Lokalen Zeitung wurde eine Firma vorgestellt die genau in diesen anderen Fällen hilft. Die kleine Firma mit Sitz in Austin besorgt so ziemlich alles was den Transport von Tieren anbelangt in andere Städte und Länder. Eigentlich nichts ungewöhnliches und für viele sicher eine willkommene Hilfe, wenn auch nicht ganz günstig. Etwas die Augenbrauen hochgezogen habe ich dann aber schon beim folgenden Satz
It's currently working on moving 55 frogs from Switzerland to Austin.
Wer hat 55 Frösche und will die nach Austin bringen? Da würde ich gerne noch mehr dazu wissen aber leider schweigt der Artikel dazu. Wenn ich mehr Zeit und journalistische Ambitionen hätte würde ich bei denen jetzt anrufen und mehr zu diesem Umzug herausfinden.

Beipackzettel
Hat jemand Angst vor Produkten aus China. Wie zB all dem Blei in Kinderspielzeug. Nein? Gut, dann zu etwas anderem.

In der Sonntagsausgabe der Zeitung beginnt ein Artikel auf der Frontseite über Medikamente aus China und Indien. Die pharmazeutische Industrie in China explodiert zB mit 24% Zuwachs allein in den ersten 8 Monaten diesen Jahres. Immer mehr Produkte, vor allem Generika und gewisse Basisstoffe, werden mittlerweile fast ausschliesslich in China und Indien produziert. Angeblich dominiert China mittlerweile den Markt weltweit mit Antibiotika. Gemäss dem Autor des Artikels sind dabei zwei Szenarien interessant: Was ist, wenn 1) China/Indien aus irgendwelchen Gründen nicht mehr produzieren kann und 2) China/Indien aus irgendwelchen Gründen nicht mehr produzieren darf.

Das schlimmste an der Sache sei, dass das Problem bis zu einem gewissen Grade hausgemacht ist. Die U.S.-Aufsichtsbehörde FDA hat strickte Massnahmen mit Auflagen und Kontrollen welche angeblich und interessanterweise für im Ausland produzierte Stoffe nicht gelten. Das treibt die Preis im eigenen Land in die Höhe und macht die Importe noch attraktiver respektive die Auslagerung. Wie die Auflagen und Kontrollen im Ausland sind ist kaum bekannt da die FDA mehrheitlich auf ihren Gegenpart im produzierenden Land vertraut. Lediglich 13 Kontrollen habe die FDA in diesem Jahr bisher selbst in China durchgeführt.

Sollte es mit Lieferungen stocken kann die Produktion im eigenen Land nicht einfach von Null in akzeptabler Zeit hochgefahren werden. Das Problem kennt man im Bereich der Elektronik schon zu gut. Erschwerend kommt dazu, in Europa läuft das gleiche Spiel ab, wenn auch noch mit etwas Rückstand. Ein Ausweichen auf europäische Produzenten liegt also in vielen Fällen auch nicht mehr drin.

Wer das nächste Mal Medikamente kauft, achtet mal wo die produziert wurden. So lange sie den Text auf dem Beipackzettel ordentlich hinkriegen ist ja alles OK, oder?

Infiziert
Gewollt oder nicht, etwas weiter in der business section (Wirtschaftsteil) ein weiterer Artikel zur Pharma Industrie generell. Im Moment geht es ja noch gut heisst es im Artikel aber die meisten Pharmakonzerne sind quasi mit einem Virus infiziert, sie sitzen noch auf Patenten welche aber bald auslaufen. In den Laboren können sie im Moment aber kaum neu Medikamente lancieren welche diese Ausfälle kompensieren. Das Gejammer kenne ich eigentlich noch aus Nachrichten und Zeitungen in der alten Heimat.

Nicht zu unterschätzen seien auch die neuen Sicherheitsbedürfnisse welche grössere Studien erfordern, vermag man den Novartis CEO Daniel Vasella zu zitieren. Ha! Von der Firma und dem Typ hab ich doch auch schon mal gehört.

Weiterer Sorgenpunkt im Artikel. Die Kosten in der Forschung explodieren kontraproduktiv. Pfizer hat mit $7 Milliarden jährlich das höchste Forschungsbudget aber innerhalb der letzten 10 Jahre nur eine handvoll neuer Medikamente auf den Markt gebracht. Pfizer wiederum dementiert kommentiert, dass sie noch nie so viele Medikamente in der Pipeline hätten wie jetzt gerade.

Ein Silberstreifen am Horizont gibt es jedoch -- Biotech Medikamente. Da soll der Markt mit den Generikas angeblich nicht funktionieren und den Pharmakonzernen somit einen ständigen Zufluss an Finanzen.

Dazu kann man eigentlich nur eines sagen: Hauptsache man ist gesund!

Keine Panik
Bis kurz vor Schluss sind die Dallas Cowboys im Football beim Spiel gegen die Detroit Lions im Rückstand gelegen. Dann 6 Minuten vor Schluss hätte Jason Witton noch 1 Yard gefehlt für den Touchdown und die erste Führung im Spiel aber ausgerechnet an dieser Stelle hat er einen fumble (verliert den Ball) und die Lions kommen zum Zug. Bei diesem Spielstand und der verbleibenden Zeit für viele Teams ein sicherer Heimsieg, nicht so für die Lions. Sie kommen nicht zu weiteren Punkten und 2 Minuten vor Schluss kommt Dallas an der eigenen 17 Yard Linie nochmals zum Zuge -- allerdings haben sie keine Timeouts mehr zur Verfügung. Quarterback Tony Romo zeigt aber nun, dass er sein Geld wert ist. Durch geschickte Spielzüge können sie die Zeit immer wieder anhalten und marschieren Yard für Yard über das Spielfeld und 18 Sekunden vor Schluss ist es wieder Jason Witten aber diesmal zum Touchdown, der ersten Führung und mit 28:27 auch dem Sieg.

Die Grillen zirpen
Das Wetter meint es im Moment noch gut mit Central Texas. Die meisten Kältewellen dringen zwar immer wieder einmal bis zu uns hinunter aber nicht durchdringend mit Kälte. Ist die Welle weg mag die Wärme vom Süden wieder vorrücken. Heute Sonntag in der Nacht vom Samstag her ist das Thermometer nicht unter 70 °F gesunken, Shorts und T-Shirt beim Gassi gehen mit Lucky am Morgen früh wie auch am Nachmittag somit Pflicht.

Mist
Der Jackpot im Texas Lotto ist geknackt. Irgend jemand in San Antonio wird wohl gerade Luftsprünge machen. Bis der Jackpot angewachsen ist dauert das eine Weile. Vielleicht sollte ich zu Mega Millions wechseln. Da ist der Cash Value im Moment bei satten $70.2 Millionen.

Freitag, 7. Dezember 2007

Endlich Millionär

Ok, nicht Dollar Millionär aber wenigstens engl. Pfund Millionär. Ist doch auch etwas wert. Eigentlich warte ich ja immer noch, dass ich im Jackpot von Texas Lotto die Gewinn Benachrichtigung bekomme -- aber irgendwie funktioniert da etwas nicht ganz richtig. Der Jackpot wäre jetzt bei gut $30 Mio vor Steuern, also irgend wo um $18 Mio Cash. Anyways!

Mittlerweile hat das Glück aber anderswo zugeschlagen für mich. Da habe ich doch nachfolgendes Email in meinem elektronischen Briefkasten. Meine Email Adresse wurde gezogen in der UK National Lottery. Und dabei habe ich dort doch nicht einmal mitgemacht. Wie käme ich auch auf die Idee?

Und genau da macht es hoffentlich bei jedem Klick, dass dies nicht mit rechten Dingen zugeht. Da solche Emails aber immer wieder die Runde machen muss es doch funktionieren. Und wenn man im Internet sich etwas umschaut gibt es tatsächlich einige Idioten Leichtgläubige welche auf solche Schurken Emails reinfallen. Der nächste Zug ist dann angeblich der, dass man aus irgendwelchen spitzfindigen Gründen denen erst Geld schicken muss bevor die Million ausbezahlt werden kann. Wenn sie einen besonders dummen Leichtgläubigen haben fallen denen dann meistens solange irgendwelche Ausreden und Finten ein bis derjenige kein Geld mehr hat, keinen Kredit mehr bekommt oder wirklich langsam misstrauisch wird.

Ich frage mich nun nur: Soll ich das Spiel etwas mitmachen und denen Antworten? Wäre doch interessant zu sehen wie lange die Geduld haben bis sie merken, dass ich denen nie und nimmer Geld schicken werde.

-------- Original Message --------
Date: Fri, 7 Dec 2007 02:46:06 -0600 (CST)
From: UK NATIONAL LOTTERY
Reply-To: uknlottery@uknlclaimsagent.company.org.uk
To: aaa@aaa.com

Subject: YOUR E-MAIL ADDRESS HAS BEEN PICKED


The National Lottery
PO Box 1010
Liverpool L70 1NL

FROM: THE DESK OF THE MANAGING DIRECTOR
INTERNATIONAL PROMOTIONS/PRICE AWARD DEPARTMENT.
REF Nº: EGS/2251256003/02
BATCH Nº:14/0017/1PD

AWARD NOTIFICATION/ FINAL NOTICE

National U.K Lottery wishes to inform you the results of the E-mail
address ballot lottery international program by Great Britain Your email
account have been picked as a winner of £1,000,000.00

This results is now released your email address attached to Draw 1034
2and December 2007 Jackpot 04-09-10-19-24-37 Bonus ball 28 participants
were selected through a computer ballot system drawn from Microsoft users
from company and individual email addresses users.

Be advice to keep your winning information confidential until your claims
has been processed and your money remitted to you. This is part of our
security protocol to avoid double claiming and unwarranted abuse of this
program. Please be informed by
this winning notification,to file your claims,you are to make contact
with the following information Below:

Mr. James Parker

Programs & Events Department
Email: uknlottery@uknlclaimsagent.company.org.uk
Tel: +44 701 113 9626

Congratulations from the staff and thank you for being part of email
account users program.

Yours Sincerely,
Mrs. Julie Van Hans.


Statement der UK National Lottery zu diesen Common Scams
Webpage von Hoax-Slayer mit Information zu solchen Email Praktiken

Donner und Blitz

Wir haben noch drei Rätsel zu lösen im Bezug auf Santa Claus habe ich erfahren.

Ein jedes Kind in Amerika kennt die Namen der Rentiere welche den Schlitten ziehen von Santa Claus und irgendwo taucht auch immer wieder einmal die bessere Hälfte von Mister Claus auf -- nämlich Mrs. Claus. Und dann noch die guten Elfen. Ich bin bei der Recherche zwar über diese Information gestolpert habe sie aber anfänglich für nicht wichtig empfunden. Vor allem hätte es den letzten Beitrag noch mehr aufgebläht. Da die Frage gestellt wurde mache ich hiermit einen neuen Eintrag und liefere die Information nach. Ich habe mich dazu sogar noch etwas mehr ins Detail gestürzt als das ich dies zuvor gemacht hätte. Seit ihr alle schon ganz gespannt? Also los!

Zuerst die Rentiere
Im letzten Beitrag hatte ich schon erwähnt, dass das Bild von Santa Claus bereits früh in den Anfangsjahren von 1800 geprägt wurde durch poems (Gedichte) und andere literarische Werke in Amerika. So ging es auch mit den Rentieren. Über die genau Herkunft und einige andere Dinge gibt es allerdings kleine Kontroversen. Wie immer wenn etwas in der Vergangenheit nicht sorgfältig dokumentiert wurde.

In einer Zeitung namens Troy Sentinel - Troy ist eine Stadt im Bundesstaat New York - wurde am 23. Dezember 1823 ein besonderes poem erstmals veröffentlicht. Das Gedicht wurde in der Folge von vielen weiteren Zeitungen zu Weihnachten veröffentlicht und ist der Anfang für alles was man in Amerika unter Santa Claus heutzutage versteht. Allerdings ist im Gedicht noch von St. Nick die Rede und nicht Santa. Das Gedicht ist einerseits unter dem Titel Account of a Visit from St. Nicholas (Die Erzählung eines Besuches von St. Nikolaus), einer Kürzung davon A Visit from St. Nicholas (Ein Besuch von St. Nikolaus), noch einem Titel The Night Before Christmas (Die Nacht vor Weihnachten) sowie auch dem Anfangssatz 'Twas the night before Christmas ('Swar die Zeit vor Weihnachten) bekannt. Man beachte im letzten die Schreibform 'Twas für it was. Zur Weihnachtszeit sieht man hier auch überall den Spruch 'Tis the season -- 'tis als Abkürzung für it is.

Was dem Gedicht fehlte und eine Kontroverse auslöste war die Nennung des Autors, nicht nur in der ersten Auflage sondern auch in den vielen weiteren Veröffentlichungen. Bis heute hält sich der Glaube, dass das Gedicht von Clement Clarke Moore stammt -- einem Autor von weiteren Gedichten welcher 1863 verstarb -- den er soll sich erst ca. 20 Jahre nach dem ersten Erscheinen 'geoutet' haben. Einige Jahre später haben sich aber die Nachfahren eines anderen Autors gemeldet und die Urheberschaft angezweifelt. Der Streit dauert eigentlich noch bis heute. So wurde es im Jahre 2000 durch den Englisch Professor, Don Foster, in Zweifel gestellt; wie man ua in der New York Times nachlesen kann.

Der wahre Autor des Gedichtes soll nun Henry Livingston, Jr. sein, ein eher privater Autor von Gedichten. Er verstarb 1828 also kurz nach der Veröffentlichung aber einige Jahre bevor Moore die Urheberschaft an sich nahm und damit konnte er nicht Stellung dazu nehmen. Eine seiner Nachfahren, Mary S. van Deusen, nimmt nachwievor angestrengt an diesem Streit teil -- mit eigens dazu erstellter Website. Wozu frage ich mich, denn auf solch alten Texten ist meines Wissens das Urheberrecht eh schon längst verfallen. Wahrscheinlich geht's um eine Ehre. Anyways! Wir sind ja wegen den Rentieren hier.

Auf der Website von dieser Frau van Deusen ist ein interessanter Link und man findet Informationen zu den Namen der Rentiere. Denn da gibt es auch ein paar kuriose Entwicklungen. Die Namen in der Erstausgabe findet man in folgendem Reim:
Now! Dasher, now! Dancer, now! Prancer, and Vixen,
On! Comet, on! Cupid, on! Dunder and Blixem;
Die Namen waren also Dasher, Dancer, Prancer, Vixen, Comet, Cupid, Dunder und Blixem. Die beiden letzten hatten es etwas schwer. Sie wurden in vielen Abdrucken geändert bis sogar in die deutschen Namen Donner und Blitzen was exakt die Bedeutung von Dunder und Blixem ist, allerdings im Holländischen. Hier haben wir nun nicht nur den Bogen zum Ursprung des Santa Claus bei den Holländern und ihrem "Sinterklaas" gespannt sondern auch im Bezug auf den Urheberrechtsstreit ein faszinierendes Detail. Livingston war zur Hälfte Holländer; jedoch nicht Moore. Aber lassen wir das, wer noch mehr lesen will dazu hier ein Link mit sehr detaillierten Angaben.

Wer nun noch ruft, "Halt, da war doch noch Rudolph!" -- genau, hier kommt er. Es gibt noch ein neuntes Rentier im Gespann allerdings kam dieses mehr als ein Jahrhundert später dazu. Robert L. May schrieb eine Geschichte für seinen Arbeitgeber (das heisst natürlich Werbung; also nichts unmoralisches). Diese Firma, Montgomery Ward, hat alljährlich zur Weihnachtszeit ein coloring book (Malbuch) an die Kunden für ihre Kinder abgegeben. May erfand für die Geschichte ein neuntes Rentier an der Spitze des Gespanns mit einer roten blinkenden Nase, namens Rudolph. Dieses Buch wurde ein riesiger Erfolg und über die Jahre wurde aus der Geschichte nebst dem Malbuch alles mögliche produziert. Im Fernsehen gibt es bei CBS eine animierte Serie und die preisen es als The Longest-Running Holiday Special (seit 1964) an und flimmerte dieses Jahr am 4.12. über den Bildschirm.

Die bessere Hälfte
Nun also noch zu Mrs. Claus. Da gibt es relativ wenig zu erzählen, als dass sie in der einen oder anderen Form immer wieder einmal in einer Geschichte oder Erzählung auftaucht genau so wie es dem jeweiligen Geschichten Erzähler beliebt. Richtig Fuss gefasst hat sie aber eigentlich nicht. Die erste Erwähnung geht in allen Angaben aus von Katherine Lee Bates welche ein Buch mit dem Titel Sunshine and other Verses for Children, 1890 veröffentlichte und darin die Goody Santa Claus erwähnte. Goody steht hier als Kurzform des archaischen Wortes goodwife was notgedrungen langatmig etwa mit 'die gute Frau des Hauses' übersetzt werden muss.

Die Elfen
Die Elfen sind ja sonst schon ein sehr besonderes Volk und in anderen Geschichten vertreten. Im Falle von Santa Claus gehen sie angeblich auf den Karikaturisten Thomas Nast und seine Zeichnungen ab 1863 zurück. Über den habe ich im letzten Eintrag schon berichtet.

The Santa Claus
Und da wir gerade bei Übersetzungsproblemen waren zum Abschluss noch ein kleines sprachliches Detail zum Santa Claus welches mir quasi als Abfallprodukt bei der Recherche eingefallen ist.

1994 kam der Film The Santa Claus (Deutscher Titel: Santa Claus, Eine schöne Bescherung) in die Kinos, mit Tim Allen, bekannt aus der Comedy Serie, Home Improvement (Deutscher Titel: Hör mal wer da hämmert) . Wirklich eine schöne Bescherung kann man dazu nur sagen. Das Wort claus hat neben dem Klaus auch noch die Bedeutung Klausel im Englischen. Richtigerweise wird die Klausel zwar als clause geschrieben, den Angelsachsen ist das aber nicht so relevant um die Mehrdeutigkeiten zu verstehen -- daher haben sie ja auch die Knock, Knock Jokes. Der Titel im Englischen hat also zwei Bedeutungen; a) "Der Santa Klaus" und b) "Die Santa Klausel". Um das ging es ja auch im Film, dass der gute Mann das fine print oder small print (Kleingedruckte) auf der Karte nicht berücksichtigt hat. Immer schade wenn solche Wort Spielereien in der Übersetzung verloren gehen. In diesem Fall notgedrungen denn die Mehrdeutigkeit funktioniert nicht gleich elegant im Deutschen. Dies also unter dem Aufhänger: Übersetzung ist Glücksache. In doppeltem Sinne ;-)

Weitere Literatur:
American Christmas Origins

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Der fliegende Holländer

Dem Datum entsprechend ist es Zeit wieder einmal etwas Mythos-Bereinigung zu machen. Nicht ganz verwunderlich gibt es in Amerika konstant Dinge welche anders ablaufen und funktionieren als in der alten Heimat. Anstatt mich nur zu wundern und am Kopf zu kratzen nutze ich das Internet und informiere mich. Und wie ich das glaube ich andernorts schon erwähnt habe, um meine Erkenntnisse nicht für mich alleine zu behalten, hier einmal mehr -- meine Erkenntnisse über einen Mythos.

Bekanntlich kommt der dicke Mann mit weissem Bart und rotem Gewand in der alten Heimat vielerorts heute, dem 6. Dezember, und heisst Nikolaus. In Amerika kommt der gute Mann aber erst zu Weihnachten und heisst -- richtig, Santa Claus. Was haben die beiden gemeinsam und wenn ja, was ist schief gelaufen fragt man sich oder wo sind die beiden abgedriftet.

Nun gemeinsam haben sie auf alle Fälle die Vergangenheit und Herkunft, sprich es geht um die gleiche Person. Während einige Webseiten ziemlich genau wissen wann diese Person lebte sind andere, und darunter vor allem kirchliche [1], unsicher und höchst vage. Kurioserweise ist es wiederum die Kirche welche die Todestage ihrer Heiligen und Märtyrer zum jeweiligen Namenstag gemacht hat. "Nikolaus von Myra" zum 6. Dezember inklusive. Irgendwann im 4. Jahrhundert soll er gelebt haben, also irgendwo um oder nach 300AD. Woher alle Quellen das Wissen nehmen um den 6. Dezember als den Todestag festzusetzen lassen sie offen und daher bleiben Zweifel. Aber das auch nicht so wichtig.

Was sich wieder einigermassen reimt ist seine Herkunft irgendwo in der Türkei und das er wie unsere heutigen "Chläuse" Geschenke verteilt haben soll. Namentlich Geld an drei Mädels um sie vor der Prostitution zu bewahren allerdings gesichert ist auch das nicht. Auch ist nicht gesichert ob Nikolaus wirklich sein leiblicher Name war.
Es könnte sich auch um eine Ehrenbezeichnung handeln, denn „nikos” bedeutet im Griechischen „Sieg”, „laos” das „Volk”. „Nikolaos” meint somit „Sieger des Volkes“. „Nikolaus” könnte also jemanden bezeichnen, der das Böse besiegt und dem Volk gezeigt hat, wie das Gute siegreich bleibt.[2]
In einer Nacht und Nebel Aktion musste die westliche Kirche die Relikte von diesem Nikolaus nach Bari, Italien bringen und dazu gilt der 9. Mai 1087 als ziemlich gesichert und wird angeblich in Kirchen zelebriert. Ab dann ist die Legende von ihm über ganz Europa in die Kirchen übertragen worden.

In Deutschland, genauer bei den Germanen, kam es dann offenbar noch zu einer weiteren Legende respektive einer Verschmelzung mit einer anderen Legende. Da gab es den Odin oder auch Wogan und der soll als Gottheit mit seinem Pferd über die Häuser geritten sein und auch Wohltätiges vollbracht haben, in Form von Geschenken. Wir behalten dies in Erinnerung für die Rentiere.

Und dann kam der Martin Luther mit seiner Reformation und hat das Geschenke geben vom Nikolaus an das Christkind zu Weihnachten übertragen.
Dieses Brauchtum, das im Hause Martin Luthers auch gepflegt wurde, war reformationstheologisch aber obsolet: Weil die Heiligenverehrung abgeschafft wurde, durfte natürlich die Kinderbeschenkung damit nicht mehr gekoppelt sein. Martin Luther erfand deshalb das „Christkind”, das nun zu Weihnachten die Kinder bescherte.
Trotzdem gibt es heute in der alten Heimat die irgendwie paradoxe Variante, dass es nicht nur zu Weihnachten exklusiv Geschenke gibt vom Christkind sondern auch der Weihnachtsmann bringt kleine Geschenke. Schuld daran sollen die Holländer sein und die haben noch für mehr Veränderung gesorgt.

Erstens haben die sich um das Gebot von Martin Luther nicht so sehr gekümmert und weiterhin zu ihrem "Sinterklaas" am 6. Dezember die Geschenke Schwemme beibehalten. Letztendlich dürfte die Welle von da wieder zurück geschwappt sein. Und zweitens, und das ist nun für Amerika relevant, haben die holländischen Auswanderer diesen Brauch mit über den grossen Teich in ihr New Amsterdam genommen. Sie machten den Saint Nicolas sogar zum Patron ihrer neuen Stadt. Sein Schutz war aber wohl nicht so gut den 1664 kamen die Engländer mit James II of England, dem Duke of York, übernahmen die Herrschaft und gaben der Stadt auch einen neuen Namen -- New York.

In den folgenden Jahren wird es etwas düster um die Geschichte mit dem "Sinterklaas" in New York.[3] Nachdem man 1776 dann die Briten wieder zurück auf ihre Insel geschickt hatte wurde der Wandel vom "Sinterklaas" zum Santa Claus offensichtlich den gefeiert hatte man trotz der Besetzung. Irgendwie vermischt hat sich aber der holländische Brauch mit dem Verständnis der Engländer für ihren Father Christmas -- was jedoch mehr eine pagan (heidnische) Tradition war aber unheimlich viel Ähnlichkeit hatte. Vor allem dieser heidnische Einfluss schien etwas besonderes zu bewirken. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte der Brauch säkularen Charaktere angenommen, stand also nicht mehr direkt in Verbindung mit dem christlichen Glauben. In der alten Heimat scheint man das den Amerikanern selbst heute nicht ganz zu zutrauen und schaut dem weihnachtlichen Treiben hier immer mit etwas gemischten Gefühlen zu. Zurück aber wieder in die Vergangenheit.

Viele Quellen sehen dieses New York ab 1800 als den Ursprung vom Santa Claus und es scheint das sich viele Poeten und andere Schreiberling in Amerika davon inspirieren liessen. Es gibt einige Referenzen zu solchen literarischen Werken aber vor allem die Zeichnungen ab 1863 von einem deutschen Auswanderer, Thomas Nast, sollten hauptsächlich das Bild vom Santa Claus in Amerika prägen. All dies vermischte sich wohl auch mit jeder neuen Flut von Einwanderern welche damals mehrheitlich über New York kamen. Und die hatten hauptsächlich ihr reformiertes Christkind zum 24. Dezember im Reisegepäck, welches mittlerweile notabene auch die Katholiken übernommen haben. Also das Christkind nicht das Reisegepäck. Whatever! Dann kam auch der aufkommenden Wohlstand der Gesellschaft und damit verbunden die Kommerzialisierung welche mit dem Santa Claus ein dankbares Opfer fand. Man glaubt auch, dass der Santa Claus so wie man ihn heute allgemein wahrnimmt in Amerika stark beeinflusst wurde durch die Werbekampagne ab 1930 von Coca-Cola. Welche auch heute noch legendäre Werbe Spots alljährlich zu Weihnachten abliefert. Irgendwie muss man den Umsatz für ein kaltes Getränk zur Winterzeit ja antreiben.

Mischt man nun, vor allem in diesem melting pot (Schmelztigel) New York, all diese Legenden der verschiedenen Kulturen und Epochen zusammen, kann eigentlich nur dieser fliegenden Santa vom Nordpol im Schlitten mit den Rentieren (man erinnere sich an Odin, weiter oben) resultieren. Und wenn man vielen Artikeln glaubt kommt dieser amerikanische Brauch auch vermehrt in die Stuben in der alten Heimat. Somit kehrt der fliegende Holländer zurück an seinen Ursprung. Wie lange sich dann das Christkind in der alten Heimat noch halten kann zu Weihnachten werden wir sehen. Martin Luther wird sich im Grabe umdrehen.

Nebst dem Santa Claus in rot sieht man in Austin zur Zeit in den Nachrichten oft auch einen Blue Santa (blauen Santa). Seit 1972, initiiert durch das Austin Police Department, sammeln diverse Organisationen in der Austin Area Geschenke und verteilen diese dann an die Kinder von Familien welche sich keine Geschenke leisten können.

Zur Ausnahme mal also: "die Polizei, dein Freund und Santa!"

Ein fröhliches Ho, Ho, Ho!


[1] The real Saint Nicolas - Ted Olsen, former assistant editor of Christian History & Biography
[2] Religöses Brauchtum - Dr.theol. Manfred Becker-Huberti, Erzbistum Köln
[3] Jona Lendering für Livius.Org, 2005
Weitere Quellen:
Christmas in the British Islands - NorthPole.org
Origin of Santa - StNicholasCenter.org
The Claus that Refreshes - Urban Legends

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Regionalism

Nur mal ein Link so zwischendurch und im Bereich einer Englisch Lektion. Ich muss mich da später mal etwas genauer durcharbeiten und kann vielleicht diesen Eintrag ergänzen und mit einem Datumwechsel wieder nach vorne holen.

Es geht um die Aussprache oder auch Bezeichnung von Sachen im Englischen je nach Wohnort respektive wohl wo man aufgewachsen ist. Sprachwissenschaftler im Englischen nennen das offensichtlich regionalism. Kann man mit Regionalismus übersetzen und verstehen -- wobei es in beiden Fällen in der Bevölkerung besser bekannt ist als dialect (Dialekt).

Dialekt Umfrage
Mit Landkarten zu den einzelnen Begriff hat man einen schönen Überblick was wo gesprochen wird. Die Liste stammt von der University of Wisconsin, Milwaukee.

Sonntag, 2. Dezember 2007

Woche 48/2007 Rückblick

Beschleunigtes Vehikel Pensionierung Programm
Angeblich kümmern sich die Amerikaner ja einen sprichwörtlichen Dreck um die Umwelt speziell wenn es um das Auto geht. Im Online Blick in die News in der alten Heimat musste ich allerdings gerade kürzlich feststellen, dass es dort in diesem Bereich auch hapert. Aber darum geht es nicht, es geht um lokales. Gefunden in der Zeitung. Der Staat Texas und offensichtlich auch einige andere haben das sogenannte accelerated vehicle retirement program (LIRAP) aufgrund dessen man zB in Austin einen Gutschein über $3,000 erhält wenn man seine alte Dreckschleuder von Auto (min. 10 Jahre) gegen ein neueres eintauscht. Sogar $3,500 gibt es wenn es ein Hybrid ist -- also das neue Auto. Das Programm richtet sich jedoch wiederum nur an einkommensschwache Mitbürger. Die Einführung des Gesetzes verzögert sich nun aber noch ein bisschen da man am Prozess mit dem Gutschein noch etwas am Feilen ist. Ein ähnliches Programm gibt es notabene schon nur sind es in diesem $600 und die gibt es auch nur für die Reparatur des Problems wenn das Fahrzeug die Abgaswerte nicht einhalten kann.

Habe ich was verpasst?
Offensichtlich ja. Beim Online Blick in die alte Heimat habe ich einen Artikel gefunden über "Das neue Wohlbehagen im Kleinstaat" - Swissness ist angeblich in. Gut das habe ich vor meiner Auswanderung noch mitbekommen, dass man das weisse Kreuz im quadratisch praktischen Rot wieder gerne schwingt. Auch dass man das Rot endlich mal standardisieren will -- Pantone-mässig (pantone.com). Was mir jedoch entgangen ist war folgender Satz
... Neben typischen nationalen Sympathieträgern wie Swiss Brownies und schneeweissen Viertausendern lässt sich das Angebot von heimatlichen und zugleich urbanen Produkten laufend erweitern ...
Swiss Brownies? Typische nationale Sympathieträger? Und ich dachte immer Brownies sind etwas typisches für Amerika. Und überhaupt: Was sind Swiss Brownies und wie sollen die bitte schön den aussehen, sprich was soll an denen so typisch Schweizerisch sein? Eine Google Suche hat weitergeholfen und da werden doch tatsächlich die guten Schweizer "Brunsli" -- ein typisches Weihnachtsgebäck notabene -- mehrfach und selbstverständlich als Swiss Brownies übersetzt. Was "Brunsli" nun mit amerikanischen Brownies gemeinsam haben sollen ausser chocolate frage ich mich aber schon. Typisch schweizerisch sind sie auf alle Fälle -- die "Brunsli". Und zur Weihnachtszeit wenigstens.

Ich bin legal hier!
Im lokalen Blatt haben sie in einem Artikel die Zahlen aus einer Studie zu Einwanderungen in den USA geliefert. Hier noch ein anderer Online-Artikel zur gleichen Studie. Einige Zahlen aus den Artikeln.

Obwohl die Einwanderungsgesetze und Vorschriften immer strenger werden sind in den USA im Zeitraum der letzten 7 Jahre noch nie so viele Einwanderungen erfolgt. Stolze 10 Millionen und davon angeblich um die Hälfte illegal. Jährlich sind es um die 1,5 Millionen Zuwanderungen.

Ein Drittel all dieser Einwanderer kommt aus Mexico, gefolgt von China, Indien, Philippinen und Vietnam. Das hat einen wesentlich Einfluss auf die Bevölkerungsschichten aufgrund deren Herkunft. Derzeit sind mehr als 72 Prozent der heimischen U.S. Bevölkerung sogenannt Kaukasisch (Weiss), 13% Schwarz, 10% Hispanisch und 2% Asiaten. Die Einwanderung bewirkt massive Verschiebungen dieser momentanen Verhältnisse. Unter den Einwanderern sind mehr als 48% Hispanisch, 23% Asiaten, 21% Kaukasisch und 7% Afrikanisch (Schwarz).

In Städten wie New York und Los Angeles sind 60% der Schüler das was man in der alten Heimat so nett als Secondos bezeichnet -- Kinder von Immigranten.

Texas gehört derzeit zur Spitze was die Einwanderungen anbelangt. Gehöre ich da auch dazu? Zu den legalen natürlich, meine ich.

Natürlich noch etwas Sport
Im Football haben die Dallas Cowboys ausserordentlich am Donnerstag gespielt und ebenfalls ungewöhnlich wurde das Spiel nicht von einem der drei (CBS, NBC & Fox) der grossen vier Networks (+ABC) oder ESPN übertragen sondern von NFL Networks. Was zu etwas Frust sorgte bei einigen Leuten. NFL Network sendet mehr oder weniger nonstop Informationen zu Football und gehört offensichtlich der NFL. Sie selbst hat sich nun für diese Saison acht Spiele zur Live Übertrag zugestanden. Nun kann aber dummerweise niemand, wie das fast seit Urzeiten üblich ist, das Spiel sehen der keinen Kabel- oder Satelliten Anbieter hat. Noch dümmer wer einen Anbieter hat aber dieser will NFL Network nicht im Angebot haben. Das Problem ist nämlich in letzterem, dass NFL Network noch Geld will vom Anbieter, $8/Jahr und Anschluss. Egal ob der Kunde beim Anschluss sich nun für Football interessiert oder nicht. Mein Anbieter Time Warner Cable plus ein paar andere Anbieter weigern sich nun die Kosten zu übernehmen und stillschweigend dem Kunden zu überwälzen bei einem späteren Aufschlag. Wofür ich im Prinzip auch dankbar bin. Die meisten Anbieter wären jedoch bereit NFL Network in ihren jeweiligen Sports Tier zu schieben, also ein Zusatzpaket an Sendern mit ausschliesslich Sport im Angebot welches der Konsument für ein paar Dollar im Monat abonniert. Eigentlich nicht mehr als fair, oder? Wobei da wiederum Sport drin ist welcher nicht jederman braucht -- wie Eisfischen, oder so. Nur, dieses Verschieben in den Sports Tier ist wiederum den Herren vom NFL Network nicht Recht den der Football Fan soll das Spiel free (kostenlos) sehen dürfen -- wie er sich das bis dato gewönnt ist. Free, my ass! Was soll daran frei sein, bitte schön? Entsprechend haben sie gegen einen Anbieter geklagt, sind aber unterlegen. Das Verfahren geht nun in die Revision.

Wie gesagt ich bin im Prinzip froh, dass sich diverse Anbieter weigern das Spiel von NFL Networks mitzumachen. Es wäre der Einstieg in Pay-per-View (Bezahlfernsehen) auf Raten für Football was bis dato fast traditionell gratis war. Da NFL Network der NFL selbst gehört und sie bisher auch die Verträge mit den anderen Sendern geführt hatte würde sie sich zukünftig kaum mit den acht Spielen und $8 begnügen wenn sie den einmal bei allen Anbietern im Vertrieb sind.

Ach ja, Dallas hat dann gewonnen gegen Green Bay und ich musste eh arbeiten -- also habe ich kaum was verpasst.

Und zum Schluss das Wetter
Darf natürlich nicht fehlen. Auf das Ende der Woche und wohl auch in die nächste Woche haben wir keine Kältefront aus dem Norden zu erwarten und bewegen uns somit bei den Temperaturen im Bereich um 70 °F, also locker über 20 °C. Allerdings sollen ab Montag die Temperaturen speziell in der Nacht drastisch sinken bis zum Gefrierpunkt, da die Nächte klar sind. Das wird lustig, im T-Shirt zur Arbeit und mit Daunenjacke nach Hause.

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