Downtown Austin

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Freitag, 29. Februar 2008

Ein gigantischer Fortschritt für die Menschheit

OK, ich weiss der folgende Witz ist alt aber ich muss damit anfangen:
Ich sage: Dieses Jahr dürfen keine Autos mir automatischem Getriebe fahren.
Du fragst: Ja, wieso den?
Ich sage: Es ist ein Schaltjahr. Ha-ha!
Wer diesen Witz einem englisch Sprechenden erzählen respektive übersetzen will hat Schwierigkeiten. Der Witz Das Problem an der Sache ist nicht, dass es so unheimlich viele Autos mit automatischem Getriebe gibt (speziell in Amerika) sondern, dass das Schaltjahr im Englischen nichts mit Schalten zu tun hat. Was es am Jahr überhaupt zu schalten gibt frage ich mich auch gerade. Ich meine, ich weiss schon wozu das Schaltjahr gebraucht wird; aber wieso schalten? Whatever! Das soll uns nicht kümmern.

Das Schaltjahr im Englischen wird umgangssprachlich als leap year bezeichnet. In Dictionaries findet man als Synonyme auch noch folgende Begriffe:
  • 366 days (also die effektiven Anzahl Tage, verwendet wie ein Hauptwort)
  • intercalary year (soweit ich das richtige kapiere hat dies den Ursprung zwar im alten römischen Kalender, wird aber offensichtlich und gelegentlich auch noch angewendet im heutigen Zeitalter)
  • bissextile year (ditto zum intercalary allerdings mit Bezug auf den Julianischen Kalender)
Wir beschränken uns im folgenden auf die Bezeichnung leap year und wollen das Wort leap mit einem anderen Beispiel lernen und uns verinnerlichen.

Wir machen dazu eine Zeitreise in die Vergangenheit und besuchen das Jahr 1969 und zwar am 21. Juli um genau 2:56 UTC. Und wir sitzen alle gespannt vor dem Fernseher oder Radio und lauschen den Worten von Neil Armstrong
That's one small step for [a] man, one giant leap for mankind
In diesem Satz haben wir auch das leap welches in den meisten deutschen Übersetzungen als Schritt und in manchen noch als Sprung geschrieben wird. Das kleine aber knifflige Problem in der Übersetzung hier ist einerseits, dass wir den Schritt schon im ersten Teil des Satzes haben, den small step, und anderseits der leap eigentlich kein ausgewachsener Sprung ist.

Der Sprung im Englischen ist eher jump und leap somit mehr so zwischen drin zum Schritt. Es gibt noch die wunderbare Definition, dass jump sich auf oder über Höhe und vor Distanz definiert während leap fast gänzlich auf die Distanz und nicht auf Höhe bezogen ist. Als solches kommt im Deutschen vielleicht ein Satz oder ein Hüpfer in Frage. Ferner hat leap im bildlichen Sinn (man denke nun an Distanz) aber auch noch die Bedeutung von einer Verbindung oder einem Fort-Schritt. Letzteres kommt wohl dem Satz von Armstrong am nächsten.

Das man in praktisch allen Übersetzung von Armstrongs Satz das giant (gigantisch) allgemein mit 'grosser' verniedlicht hat lassen wir mal unbeachtet. Auch die Diskussion um das [a] man, dh ob er das a nun gesagt hat oder nicht und was das bedeutet, lassen wir weg.

Das leap year nun mag zwar mal ein Fortschritt gewesen sein im Kalender aber ich denke das ist nicht das leap das wir brauchen. Und es ist weder ein sprunghaftes noch ein hüpfendes und springendes Jahr sondern ein verbindendes Jahr, würde ich meinen. Es soll diese Lücke schliessen welche durch diese 1/4 Erdumdrehung zu viel verursacht wird.

Fragt sich vielleicht manch einer noch was den nun im Englischen ein Schaltgetriebe beim Auto ist. Umgangssprachlich fährt bzw schaltet man mit stick shift oder noch viel kürzer einfach stick. Den stick kann man hierzu salopp als Knüppel übersetzen und shift mit umstellen oder umschalten. Eher fachmännisch ist die Definition dafür standard oder manual transmission.

Man sieht, ein stick year würde kein englisch Sprechender verstehen. Und nun schalten wir vorwärts in den nächsten Monat!

Dienstag, 26. Februar 2008

Honigsüsse Lippen

Und schon wieder eine kleine Englisch Lektion.

Kaum drei Einträge ist es her, dass ich über die Flut von englischen Wörtern geschrieben und wie viel ich da noch dazu lernen muss. In der Zwischenzeit habe ich schon wieder einige neue Wörter gesichtet und die Freude über das folgende Wort muss ich gleich mit euch teilen.

Auf der front page der lokalen Zeitung wurde am Montag natürlich in einem Artikel über die Oscar Verleihung berichtet. Da steht nun ua folgendes
Bardem then thanked his mother at length in a mellifluous stream of Spanish as she sat in the audience looking delighted.
Das Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen -- mellifluous. Kommt, gleich nochmals -- mellifluous.

Es war Mark Twain welcher in Die schreckliche Deutsche Sprache festhielt, dass diese kein Gefühl hat. Im Englischen dagegen kann man richtig die Stimmung die dazu gehört fühlen. Nachzulesen hier oder auch beim Project Gutenberg sogar vertont. Bei letzterem wird es noch doppelt witzig da die Geschichte noch von einem Deutschen mit ebenfalls schrecklichem Akzent gesprochen wird. Mark Twain dürfte sich bestätigt fühlen. Anyways!

Mellifluous! Nicht nur vom Ton, man kann und muss es fast auch aus dem Zusammenhang des Textes erahnen, mellifluous ist etwas sinnliches und süssliches. Im American Heritage® Dictionary of the English Language wird es beschrieben als
Flowing with sweetness or honey oder auch smooth and sweet
Also so etwas wie "fliessend mit Süsse oder Honig" wobei man die Süsse noch durch Anmut ersetzen könnte; nur passte es dann nicht zu Honig.
In der Angabe zum Ursprung des Wortes wird dann auch auf mel für Honig und flowing für eben fliessend hingewiesen.

Fast etwas trocken kommt die Übersetzungshilfe bei LEO daher mit "dahinfliessend, einschmeicheln, honigsüss, lieblich". Und es fällt mir auch nichts passenderes ein.

Aber zum Glück muss ich ja nicht übersetzen sondern 'nur' anwenden. Bleibt nur zu hoffen wenn ich das Wort mal brauchen könnte, dass ich mich auch daran erinnern kann und es mir honigsüss über die Lippen kommt.

Montag, 25. Februar 2008

Sein Name ist Pewter

Der Titel hat natürlich einen Schreibfehler. Sein richtiger Name ist Oscar.

Diese kleine Figur welche am Sonntag in Los Angeles vergeben wurde sieht ja richtig goldige aus. Ist aber natürlich nur beschichtet mit Gold und nicht komplett aus Gold. Der kleine Kerl ist, wie ich in der Zeitung lese, aus pewter. Was ist pewter fragte ich mich.

Nach der Konsultation von dictionaries und natürlich auch der Wikipedia weiss ich es nun. Und ich verrate es auch gleich damit ihr nicht selbst nachforschen müsst; oder via google sogar hier auf der Suche nach Antwort seit.

Der Begriff pewter bezeichnet etwas für das man im Deutschen meines Wissens einfach nur den Begriff Zinn verwenden. Das englische Wort pewter bezeichnet jedoch nicht einfach Zinn sondern die Legierungen mit Zinn welche zur Herstellung von Zinnwaren gebraucht werden. Zinn selbst ist streng genommen ein Grundelement und somit eine höchst reine Sache. Das englische Wort für das reine Zinn ist tin was wiederum oft falsch einfach mit Blech übersetzt und verwechselt wird.

Nicht ganz verwunderlich weil man mit tin etwas sorglos auch etwas anderes bezeichnet. Das kommt durch die Verwendung von tin als Beschichtung, genauer tinplate (Weissblech) was man bei den ersten Konservendosen verwendete, daher werden die etwas fälschlich tin cans (Blechbüchsen) genannt. Oder auch für Dachabdeckungen, tin roofing, was sich ebenfalls auf Zinn beschichtetes Stahlblech bezieht.

Bei letzterem erinnere man sich an das Theaterstück und den Kino Klassiker Cat on a hot tin roof (Die Katze auf dem heissen Blechdach). Sinngemäss richtig müsste das die Katze auf dem Zinn beschichteten Blechdach sein respektive tin coated steel plate.

Bei heutigen Dach Abdeckungen mit Stahl wird jedoch selten mehr die Zinn beschichtete Variante gewählt muss man noch nachtragen. Und die Beschichtung besteht im übrigen wohl auch nur zu 20% aus Zinn, der grosse Rest ist Blei. Nichtsdestotrotz hält sich der Begriff selbst im Englischen energisch.

Sowohl im Englischen wie Deutschen geht man beim Begriff tin resp. Zinn also etwas zu freizügig um.

Apropos freizügig. Was ich mich schon lange frage ist: Steht der Junge mit dem Schwert wirklich nackig auf dem Sockel?

Sonntag, 24. Februar 2008

Woche 08/2008 Rückblick

Ich muss das mit dem Rückblick etwas ändern. Ich merke langsam, dass ich viele Themen in meinem Blog mit dem Rückblick quasi verschenke. Viele Einträge von früher sind notabene aus Zeitungsartikeln entstanden oder generell durch Berichte in den Medien inspiriert. Ich werde den Wochen Rückblick zukünftig auf etwas Sport Nachrichten und das Wetter konzentrieren. Dafür gibt es wieder mehr einzelne Einträge in meinem Blog. Als ob das jemanden interessiert, oder?

Wie auch immer. Zum Abgewöhnen hier aber noch mit den Links zu den Themen welche ich zuerst hier hinein packen wollte aber wieder in einzelne Beiträge ausgegliedert habe:
Nun also der Sport
Eigentlich wollte ich das Rennen der NASCAR zeitversetzt spät in der Nacht und nach den Oscars ansehen. Dummerweise wurde das Rennen aber wegen Regens um fast die ganze Dauer meiner Aufzeichnung verschoben. Hätte also gerade mal knapp 1/10 des Rennens zum Anschauen habe ich festgestellt. Die paar Runden kann ich mir auch sparen. Wird dafür der Bericht in der Zeitung zum lesen etwas interessanter.

Und auch das Wetter
Die kalten Fronten aus dem hohen Norden, sprich Kanada, kommen immer noch in regelmässigen Abständen runter bis nach Texas. Allerdings auch schon milder und mehrheitlich trocken, fast zu trocken vor allem für die Natur. Aufs Wochenende war es wieder angenehm warm und für Montag soll uns sogar ein richtig heisser Tag bevor stehen. Ich bin bereit.

Samstag, 23. Februar 2008

Noch was zu lernen

In einem Artikel in der lokalen Zeitung, welchen diese wiederum von der Chicago Tribune übernommen hat, steht, dass gemäss dem Gründer der Website yourdictionary.com im Englischen bald die 1 Million Marke erreicht sein soll. Wörter sind damit gemeint. Wow! Spanisch stehe im Vergleich nur mit etwa 275,000 und Französisch mit lausigen 100,000 zu Buche. Zum Thema Deutsch steht leider kein Vergleich. Ist in Amerika auch nicht so wichtig.

Noch etwa 5,000 neue Wörter dann soll es so weit sein und das mag schneller gehen als manch einer denkt. Täglich kommen in dieser Sprache neue Wörter dazu weil so viele Menschen rund um den Globus entweder aus ihrer eigenen Sprache Wörter einfliessen lassen oder auch für bestimmte Sachen neu erfunden respektive kreiert werden müssen. Ist halt eine Weltsprache, das Englische.

Im Artikel wird aber auch weiter erwähnt, dass die Zahl wiederum angezweifelt wird. Who really cares, frage ich?

Wie auch immer, ich habe noch einiges zu lernen und das merke ich jeden einzelnen Tag.

Freitag, 22. Februar 2008

Der sich mit dem Wolf freut

Oder auch nicht. Aufgrund des Titels könnte man wohl meinen ich schreibe nun was zur kommenden Oscar Verleihung und in Anspielung auf oder einfach etwas über Dances with Wolves (Der mit dem Wolf tanzt) welcher 1990 satte 7 dieser Figuren abkassierte.

Nix dergleichen, es geht wirklich und ausschliesslich nur um Wölfe oder wie die Spezies hier oft präziser genannt wird -- gray wolf (Graue Wolf).

Mit dem Beginn der Kolonialisierung von Amerika, dem Vormarsch der Bevölkerung westwärts und der dadurch unweigerliche Konflikt zwischen den neuen Ranchern mit ihrem Vieh und dem heimischen Wolf hatte fast zu dessen Ausrottung geführt. Nachdem er um 1990 auf die Liste der Bedrohten Tierarten gesetzt wurde und durch Ansiedlung von Wölfen aus Kanada kann der Wolf mittlerweile in drei Bundesstaaten wieder von der Liste genommen werden. Der Bestand hat sich offenbar mit geschätzten 1,500 Wölfen in Idaho, Montana und Wyoming erholt.

Nicht so erfreut darüber sind aber die Tierschützer, denn alle drei Staaten haben offensichtlich schon signalisiert, dass sie den bisherigen federal (bundestaatlichen) Schutz nicht übernehmen und sie somit den örtlichen Landbesitzern und Bürgern eigentlich den Abschuss der Wölfe erlauben.

Trotz all der Weite der Natur in gewissen Gebieten Amerikas sind es die gleichen Probleme und Diskussionen zum Thema Wolf (oder wie ich auch gerade wieder gelesen habe zum Luchs) wie in der alten Heimat. Wo ich in vielen Fällen nicht für eine Subvention durch den Staat bin würde ich das hier begrüssen, denn in den meisten Fällen geht es wirklich nur um den finanziellen Verlust der Viehzüchter, denke ich. Verliert ein Rancher nachweislich durch einen Wolf ein Tier soll er dafür entschädigt werden. Sie deswegen einfach abknallen liegt nicht drin.

Inspiriert durch einen Artikel in der lokalen Zeitung, dem Austin-American Statesman.

Mittwoch, 20. Februar 2008

Small Talk und Boots

Es war irgendwann im Dezember, dass mich einer meiner Arbeitskollegen gefragt hat wie es mir den nun so gefällt in Texas. Er selber ist zwar auch nicht von Texas sondern irgendwo aus der Gegend um Illinois soweit ich das einmal aufgeschnappt habe aber fragen kann man ja trotzdem als wenn man selbst waschechter Texaner wäre. "Soweit recht gut", irgendwie auf Englische natürlich, habe ich geantwortet und dann haben wir ganz kurz etwas über die Vor- und Nachteile zur alten Heimat gequatscht. Small talk halt; im Englischen eine sehr wichtige Umgangsform -- und ja, in Englisch schreibt man small talk in zwei Worten.

Zum Abschluss meint er dann, dass mir nun nur noch ein Paar von diesen fehlt, streckt mir sein linkes Bein entgegen und zieht sein Hosenbein etwas hoch. Seine Cowboy Stiefel waren gemeint, hier allgemein einfach boots genannt. Das Wort boot oder eben die Mehrzahl für das Paar boots definiert respektive übersetzt zwar generell einfach einen Stiefel aber in dieser Gegend und Kontext spricht niemand von cowboy boots.

Ich habe ihm dann gesagt, dass ich eigentlich ein Paar boots habe aber entweder meine Füsse dicker oder breiter geworden sind oder ich die Schuhe, pardon boots, halt einfach doch zu knapp gekauft habe. Wahrscheinlich schon letzteres denn als ich die 1996 in Las Vegas gekauft habe waren sie schon etwas satt anliegend aber der Verkäufer hat gemeint die werden oder müssen sich sogar break in (eintragen) und hat mir sogar noch offeriert sie zu dehnen. Ich konnte sie am nächsten Tag abholen und sie fühlten sich wirklich gut an aber so ab zwei Stunden beginnen meine Füsse unheimlich zu schmerzen. Und in den letzten Jahren, also mit mehr tragen, wurde es leider nie wirklich besser, eher schlimmer. Somit also Zeit vielleicht für ein neues Paar und eventuell kann ich die alten nochmals zum dehnen geben. Gefallen tun sie mir nämlich immer noch sehr.

Am Samstag habe ich mich entschlossen ein Paar neue boots zu besorgen. Unweit von meinem Zuhause gibt es einen Cavender's, eine Ladenkette mit allem was man(n) zur Ausrüstung für einen Stadt Cowboy braucht. Oder auch Cowgirl, der rechte Drittel des Ladens kümmert sich ausschliesslich um deren Outfit.

Und wie es sich wohl für solch einen Laden gehört gibt es auch eine ordentliche Auswahl an boots. Der Bereich und die Auswahl war etwa so gross wie in der alten Heimat in einem 'normalen' Schuhladen. Halt eben einfach nur boots. Im ersten Moment hatte ich dann meine Mühe mich zu orientieren, da ich keine spezielle Anschrift sah zB im Bezug auf die Grösse. Ich stand aber kaum 10 Sekunden unbeholfen zwischen einem Regal da wurde ich schon von einem jungen Cowgirl angesprochen ob ich Hilfe benötige.
"Oh, yes! I haven't figured out yet how they're sorted. (Nach was sind die geordnet?)"
"Dieser Gang hier Rechts Grösse 9 und Links Grösse 8.5 und zu Beginn hier jeweils double E (=EE) und dann D."
"Ah, OK. So, - da drüben wäre Grösse 8 was ich wahrscheinlich benötige und ähm, was bitte ist EE und D?"
"D ist so etwa die normale Breite und EE sind breiter"
"Ha, das hätte mir jemand vor 12 Jahren erklären sollen"
Habe ich also einen Gang gewechselt und mich zu Beginn bei den double E umgeschaut denn da vermutete ich gleich mein Glück im Wohlbefinden.

Das Verhältnis ist nun so, dass etwa 5/6 der Auswahl in Grösse D, also 'Normale' Breite, war und 1/6 in Grösse EE, ergo breiter. Und ich muss es fast eingestehen, ich war froh, dass die Auswahl nun nicht mehr so gross war. Ich habe mir dann erst einmal etwas Gedanken gemacht, nicht nur was für einen Farbton in etwa sonder auch, was für eine Spitze. Den da gibt es Unterschiede -- toe style (Zehen Form) nennt sich das.

Dann gibt es auch noch spezielles, dh exotisches Leder wie zB Krokodil, Alligator und ostrich. Nein, nein, letzteres sind keine Österreicher, ostrich ist der Vogel Strauss. Ich hatte mir noch nie Gedanken gemacht, dass man deren Haut zu Leder verarbeiten kann denn irgendwie hat man trotz deren Grösse doch sein Brathähnchen im Gedanken und die knusprig leckere Haut. Also nix von wegen Leder.

Diese Straussen Schuhe sehen nun ganz witzig aus, denn das Leder sieht tatsächlich aus wie eine überdimensionierte Gänsehaut. Also mit diesen Pickeln, Poren oder was das auch immer ist von den Federn; einfach viel grösser im Abstand und auch voluminöser. Von den Reptilien habe ich ein Paar anprobiert und die waren echt klasse aber mehr als $400 wollte ich eigentlich nicht ausgeben. Vielleicht beim nächsten Mal oder wenn der Check kommt für diesem stimulus plan den sie kürzlich bewilligt haben um die Wirtschaft anzukurbeln.

Ich habe mich dann für ein etwas bescheideneres Paar entschieden. Nachdem ich mit den EE sehr zufrieden war habe ich zum Vergleich noch das gleich Paar in Breite D gesucht und anprobiert. Und siehe da, genau das gleiche 'beklemmende' Gefühl wie mit meinen bisherigen boots. Lebe ich wohl auf etwas grösserem Fuss als der Rest der Welt. Im Bezug auf die Breite wenigstens.

Gefertigt wurden sie in Mexico. Das ist gut, denn dann müssen ein paar Mexikaner weniger über die Grenze in die USA fliehen. Wir haben eh schon genug Ausländer hier, oder?

Am Montag wieder im Geschäft habe ich dem Kollegen meinen Fuss mit dem boot dran auf den Tisch geknallt. "Right on! Welcome to the State!" sein trockener Kommentar.

Nun heute beim googlen habe ich sogar eine Webseite gefunden wo man meine Justin boots in allen Dimension sehen kann.

Beim weiteren surfen im Internet habe ich dann auch Informationen gefunden zu Schuhgrössen mit einigen guten Tipps zum anprobieren und tragen von boots. Gegen den Schluss dann sogar mit einem Link zur Website von einer Jennifer June und speziell ihrem Cowboy Boot Bulletin Board wo noch ausgiebig weiter informiert wird zu diesem Thema. Da werde ich nun etwas durchlesen. Vielleicht finde ich da heraus, wie ich am besten meine alten boots in Form kriege. Wäre schade um diese Treter.

Ach ja, und die neuen Schuhe in 8EE tragen sich wunderbar. Die alten habe ich nachgeschaut sind tatsächlich 8D. Dang it!

Sonntag, 17. Februar 2008

Woche 07/2008 Rückblick

Schon wieder eine Woche durch.

Der Zug rollt an
Am Dienstag hab ich die ersten Werbespots von den Demokraten im Fernsehen gesehen. Der Werbezug scheint also langsam in Texas einzufahren wo die Partei Wahlen für die Präsidentschaftskanditaten am 4. März stattfinden. Demnächst werden dann wohl auch langsam die Plakate auftauchen. Ein einzelner Ron Paul habe ich irgendwo in einem Feld schon gesehen und im Gym auf einem T-Shirt, aber hat der überhaupt noch eine Chance? Von den Mitstreitern in seiner Partei hatte sich Mitt Romney auf jeden Fall mit einigen delegates mehr auf dem Konto schon längst verabschiedet und Huckleberry Dingsda der auch noch gegen McCain ankämpft hat wesentlich mehr. Egal, ich kann ja eh noch nicht mitwählen. Beim nächsten mal in vier Jahren dann vielleicht. Mal schauen.

Am kommenden Donnerstag wird es dann ganz toll hier in Austin, da kommen die Hillary und der Obama und liefern sich ein Duell irgendwo auf dem Campus der University of Texas. Ich glaube das wird dann von CNN oder MSNBC live ausgestrahlt.

Die Kandidaten nennt man hier auf Englisch übrigens hopefuls - die Hoffnungsvollen. Manchmal auch in Verbindung mit der Partei Democratic Hopefuls respektive Republican Hopefuls oder auch dem Ziel, so zB White House Hopefuls und Presidential Hopefuls. Wie auch immer, viel Glück sagen wir mal!

Menschen zur Zucht gesucht
Einen netten Artikel gesichtet in der lokalen Zeitung zum Thema body farm. Das Wort body (Körper) kennt mancher und farm (Bauernhof) wahrscheinlich auch. Wie passen nun aber beide zusammen fragt man sich wohl. Zumal die farm von to farm kommt also etwas wie zB Getreide anbauen oder züchten. Das übrigens im Gegensatz zur ranch welche nur Viecher bewirtschaftet -- was dem Menschen eigentlich näher wäre. Die farm kann per Definition beides sein. Aber wer um Himmels willen züchtet oder baut bodies an?

Gemäss dem Artikel werden nun tatsächlich bodies angepflanzt -- im Sinne der Wissenschaft. Freiwillige Tote (seltsamer Begriff, oder?) werden auf dieser farm auf offenem Feld quasi angebaut und dann wird geschaut was passiert. Ein Vorgang welcher sehr interessant ist für forensische Laboratorien also diejenigen welche Todesfälle untersuchen. Damit wollen sie herausfinden wie schnell und unter welchen Umstanden ein Körper verwest in der freien Natur.

In einem Fernsehbericht hatte ich schon vor einiger Zeit einmal einen Bericht darüber gesehen. Aufgrund vom Befall mit Insekten und speziell deren Larven können sie ziemlich gut den Todeszeitraum festlegen respektive im Falle eines Mordes wann die Leiche allenfalls deponiert wurde und unter welchen Umständen.

Nun kriegen wir also ganz in der Nähe von Austin einen Bauernhof mit eine solche Anlage mit Leichen. Wer sich bewerben will muss sich beeilen, es werden maximal 6 bodies zugelassen!

Sie drehen wieder ihre Runden
Die Boliden in der NASCAR drehen seit diesem Wochenende wieder ihre Runden. Ich werde dazu demnächst etwas ausführlicher Berichten um was es dabei eigentlich geht. Nur so viel vorab; der ehemalige Formel 1 Fahrer Jacques Villeneuve bemüht sich auf diese Saison hin mitzufahren hat aber in der Qualifikation die Zeiten nicht erreicht um im Feld der 43 Fahrer an den Start gehen zu können. Interessanterweise scheint er das auch noch irgendwie mit einem eigenen oder zumindestens neuen Team bewerkstelligen zu wollen und nicht mit oder bei einem bestehenden Team. Ich muss das mal genauer herausfinden. Wie gesagt, ich berichte darüber in kürze.

Jetzt ist Schluss damit
Jawohl, hoffentlich! Mit dem kalten Wetter nämlich. Die angedrohte Kaltfront hat es dann nicht ganz bis nach Central Texas und somit Austin geschafft aber es war doch erheblich kühler am Samstag als sonst und vor allem mal mit ordentlich Regen was wir seit dem Herbst fast kaum mehr gesehen haben. Die meisten counties in der Umgebung haben schon seit längerem ein Feuerverbote ausgesprochen. Wer aus irgendwelchen Gründen offenes Feuer machen muss ist verpflichtet das anzumelden. Ich frage mich immer noch ob das für einen Grill auch gilt. Egal, in der Wohnung darf ich das eh nicht, das ganze Jahr.

Also ein Tag war schlecht und kalt aber der Rest der Woche war ganz OK und so soll auch die kommende Woche in etwa werden. Mit etwas Glück kann ich in zwei oder drei Wochen meinen luxus body an den pool legen. Der Erste werde ich leider nicht sein denn heute Sonntag habe ich bereits 4 Frauen gesehen welche sich kurz präsentiert haben. Allerdings nicht im Badedress aber immerhin am Pool und an der Sonne waren sie.

Samstag, 16. Februar 2008

Organische Gedanken

Meine alltäglichen Einkäufe mache ich meistens bei H-E-B. Dieser grocery store (Lebensmittelladen) hat natürlich noch mehr zu bieten als nur Lebensmittel und ist mehr mit einem Supermarkt zu vergleichen in der alten Heimat. Und er erinnert mich sehr an die Migros in der Schweizer Heimat. Sehr viele Produkte im Regel sind unter einem eigenen Namen produziert und gibt es folglich nur dort zu kaufen. Allerdings haben sie auch alle hier üblichen Markenartikel im Regal welche aber in der Regel teurer sind. Frischprodukte stammen mehrheitlich auch aus lokalem Anbau. H-E-B gibt es gemäss deren Webpage auch nur in Texas und interessanterweise Mexico.

Mittlerweile haben sie auch auf die grüne Karte gesetzt. Was im Deutschen meistens mit dem Begriff "biologisch" belegt ist wird im Englischen als organic (organisch) bezeichnet. Was organic ist kann sich von der USDA mit einem Zertifikat auszeichnen lassen. H-E-B hat nun nicht nur Produkte welche sie als organic bezeichnen sondern nebst einer Marke auch gleich eine ganze Ladenkette dazu gegründet - Central Market.

Bezeichnet als organic und unter der Marke Central Market habe ich zB kürzlich Maple Syrup (Ahorn Syrup) gesichtet und mich dabei gewundert was dabei organisch ist respektive umgekehrt mich gefragt ob es den Maple Syrup gibt der nicht organisch ist. Also zB nicht frei lebende Ahornbäume. Zusammengepfercht in so etwas wie Zapf Batterien? Oder wird solchen gar der Saft mit Elektroschocks entlockt?

Dann ein paar Tage später fand ich mit der Marke Central Market und somit ebenfalls organisch Free Range Chicken-Broth. Auf gut Deutsch 'Freilauf Hühner-Brühe'. Das ist ja nun ganz interessant. Endlich keine Sorgen mehr, dass die Brühe unter unwürdigen Bedingungen hergestellt wurde. Wie lebt Brühe in der freien Natur eigentlich? Oder ist nur mein Englisch schlecht?

Heute hab ich nun auch zum ersten Mal einem solchen Central Market Laden besucht. Und das Einkaufserlebnis ist natürlich gleich ein anderes. Von den Produkten her sieht man eigentlich nicht einmal so gross einen Unterschied ausser, dass es viele Produkte gibt wo die Verpackung doch eher hausgemacht ausschaut als so uniform von einem grossen Konzern konzipiert. Am meisten haben mich aber die Menschen im Laden erstaunt. Sowohl die Mitarbeiter welche die Regele fleissig neu auffüllen wie auch die Kunden. Sie alle sehen so total anders aus als in den anderen Supermärkten oder Läden.

Es ist noch schwierig zu beschreiben und nicht das ich mich fremd gefühlt hätte aber gewisse Sorten von Menschen welche man anderen Ortes regelmässig trifft sind hier komplett abwesend. Umgekehrt andere welche man doch eher selten sieht scheint es hier in Massen zu geben. Ich möchte die auch nicht alle als Grüne bezeichnen oder Alternative aber wie sich die Mischung der Menschen so enorm ändern kann hat mich doch etwas überrascht.

Ich werde da auf jeden Fall wieder mal vorbeigehen und dann mal eine genauere und detailliertere Menschen Studie betreiben. Und vielleicht auch noch ein paar Lebensmittel einkaufen.

Dienstag, 12. Februar 2008

Wer da wer dort?

Kürzlich hatte ich einen Anruf verpasst welcher mit der Nummer 1-336-332-7835 auf meinem Telefon angezeigt wird. Praktischerweise gibt man die Nummer ein bei Google und schaut was passiert. Mit etwas Glück hat jemand die Nummer auf seiner Webseite notiert und voila -- man weiss wer angerufen hat. Oder, und ich weiss nicht ob es dazu was ähnliches gibt in der alten Heimat, aber in Amerika haben wir folgendes.

Es gibt einige Websites wo jedermann die Nummer eingeben kann und mitteilt wer das war. In vielen Fällen sind es nervige Anrufe welche man entgegen nimmt aber wie in diesem Fall auch solche welche man nicht erwartet aber eigentlich gerne annimmt.

Im vorliegenden Falle stellt sich heraus, dass der Anrufer UPS ist, also der Paketdienst. Von dieser Service Nummer wird ausschliesslich angerufen um die Ankunft eines Pakets zu melden. Herausgefunden habe ich das gleich über mehrere solcher Websites und ja, ich erwarte eine Lieferung. Habe mir bei amazon wieder einmal ein paar DVDs und ein nettes "Spielzeug" bestellt.

Wer so wie ich meistens auch nur Anrufe entgegen nimmt wenn er die Nummer erkennt oder dringend etwas erwartet und wenigstens die Vorwahl in etwa stimmt soll es ruhig mal mit Google versuchen. Ansonsten lass ich es ja klingelnd bis der Beantworter übernimmt und wer keine Meldung hinterlässt kann auch nicht so wichtig sein.

Folgend eine Liste der Anbieter in Amerika:
Wer weiss, vielleicht gibt es in der alten Heimat solche Websites auch schon. Wer eine kennt darf sie hier gerne als Kommentar melden und dann werde ich die anfügen.

Etwas zu der sogenannten do-not-call list werde ich ein anderes mal berichten. Vielleicht -- We'll see!

Sonntag, 10. Februar 2008

Woche 06/2008 Rückblick

Lahme Woche, aus dem Westen nichts neues weiss ich zu berichten. Ausser ...

Sport
Mit der Pro Bowl in Hawaii ist die Saison im American Football am Sonntag entgültig erledigt und abgeschlossen. Zur Pro Bowl vielleicht nächstes Jahr etwas mehr -- ist nicht sooo wichtig.

Wir warten nun alle gespannt auf den September wenn die nächste Saison beginnt. Die Zeit bis dahin überbrücken wir (d.h. ich und ein paar Amerikaner) mit der NASCAR. Da begann am Sonntag die Qualifikation für das erste Rennen am nächsten Sonntag im Nextel Cup, die Daytona 500.

Wetter
Kaum ein paar Tage mit 70 °F (21 °C) schon beginnen die ersten Grillen zu zirpen. Mit anderen Worten, das Wetter war recht ordentlich schön und angenehm. Auf nächstes Wochenende bringt die Vorschau aber gar nichts erfreuliches. Da soll das Quecksilber doch tatsächlich kaum über die 50 °F (10 °C) geben.

Donnerstag, 7. Februar 2008

Who shot the Deputy?

Es ist doch immer wieder erstaunlich wie man zum Beweis für gewisse Anliegen zu einem Stereotyp greift ohne genau zu wissen auf was man da eigentlich zugreift. Beim Online Blick in die Nachrichten Welt der alten Heimat ist mir folgendes Werbebanner in die Augen gestochen.

Wir wollen uns hier nun überhaupt nicht darum kümmern um was es politisch geht mit diesem Polizeigesetz sondern -- weil es in diesem Blog um Amerika geht -- uns etwas mit dem Begriff des Sheriff auseinandersetzen. Wir werden anschliessend merken, dass man hier mit dem Vergleich etwas zu sehr und zu wild aus der Hüfte geschossen hat.

Der Sheriff den man so gerne allgemein mit John Wayne, dem Wilden und dem Spaghetti Western im Gedächtnis verankert hat, kommt wie so vieles in Amerika ursprünglich von der britischen Insel. Man gehe dazu in den Sherwood Forest und erinnere sich darin an Robin Hood bei seinen Spielchen mit dem Sheriff of Nottingham. Der Sheriff in Nottingham ist zur Zeit notabene eine Frau, Cllr. Jeannie Packer. Das Cllr steht für den Titel Councillor.

Obwohl England und nicht der Wilde Westen, allein dieser Hinweis zu Robin Hood und Cllr. Packer lässt einem im Vergleich zum Plakat schon die Augenbrauen etwas hochziehen. Wir sehen hier einerseits mal ganz klar definiert eine einzelne Person im Amte eines Sheriff, wogegen das Plakat die Sheriffs in der Mehrzahl sieht und den Polizisten gleichstellt. Und andererseits als ob es diese Sheriffs nur früher gab und diese auch ausschliesslich willkürlich handeln -- oder eben gehandelt haben.

Wir können also festhalten und das gilt auch für Amerika, beim Sheriff handelt es sich um ein Amt das 'nur' von einer Person besetzt ist und es existiert auch heute noch. Und nun verlassen wir England.

In Amerika hat -- im Prinzip -- jedes County (Bezirk, Landkreis, Kanton wie auch immer man das abgrenzen und übersetzen will) einen Sheriff. Im Prinzip daher, weil nicht alle Staaten einen Sheriff in ihren Counties haben. In Alaska, Connecticut und Hawaii nominiert man keinen Sheriff. Das Sheriff's Department und auch das Sheriff's Office sind innerhalb von einem County die Instanz welche man im Englischen als law enforcement (Gesetz Durchsetzung) bezeichnet. Ein Sheriff's Department, mit dem Sheriff als Chef, ist also dafür zuständig das Gesetz durchzusetzen -- nix mit Willkür wie einem das Plakat vorgaukelt. In vielen Fällen wird der Sheriff vom Volk gewählt aber das kann in einem anderen County auch wieder anders bestimmt sein. Das ist eine kommunale Angelegenheit und keine nationale. Eine Nationale Organisation haben sie jedoch mit der National Sheriff's Association(NSA). Sogar einen Ultimate Guide (ultimativer Ratgeber) haben sie.

Der Sheriff als oberster Chef im County hat nun mit seiner Organisation alles zu regeln auf der Ebene des County. Das ist nun insofern interessant, und gleichzeitig verwirrend zum Vergleich mit der alten Heimat, weil das nicht oder sehr begrenzt für die Städte gilt. Jede Stadt -- und mag sie manchmal noch so klein sein -- hat ihr eigenes Police Department (Polizei Einheit). Hier im Süden von Austin gibt es zum Beispiel so etwas wie eine Stadt in der Stadt. Sunset Valley hat zwar nur ein paar Hundert Einwohner aber nicht nur eine eigene Website sondern auch eine eigene Polizei. Inklusive eigenem Polizei Auto wie man sieht. Gewisse Aufgaben werden sie aber sicher dem Austin Police Department (APD) überlassen, denke ich mir mal.

Wie diese Police Departments und das Sheriff's Department zusammenarbeiten handeln die überall eigenständig aus. Am meisten bekannt und vom Sheriff's Department betrieben wird zum Beispiel der Notruf (9-1-1), das jail (Gefängnis) und der coroner (Gerichtsmediziner). Zu den beiden letzten Begriffen erwähnen wir auch noch etwas.

In Amerika kommt man üblicherweise zuerst ins jail, also vor dem Prozess und danach -- wenn verurteilt -- ins prison, penitentiary oder correctional facility (Zuchthaust, Anstalt wie man will). Beim zweiten Begriff, dem coroner, erinnern wir uns als Beispiel auch an die TV Serie CSI Miami. Wer dort aufgepasst hat weiss das die zum Miami Dade Police Department (MDPD) gehören. Richtig, Miami Dade ist ein County und die haben auch einen Sheriff allerdings nennen sie ihn gemäss Webpage den Department Director. Das er der heimliche Sheriff ist erkennt man eigentlich nur an folgendem Satz
Additionally, the MDPD affords traditional sheriff related services to all Miami-Dade County residents.
Die Begriffe und vor allem die Umsetzung in den einzelnen Staaten und Counties in Amerika ist also sehr unterschiedlich.

Halten wir als Abschluss für das Banner zu dieser Gesetzesinitiative fest: Beim Spruch "Es ist ein neuer Sheriff in der Stadt" sollte es eigentlich neu im County heissen und er/sie ersetzt noch lange nicht die Arbeit von zig Polizisten sondern leitet sie und daher sitzt er/sie auch nicht auf einem Hengst sondern ist ein Hengst, ein Büro Hengst nämlich. Und das mir nun keiner unterstellt ich hätte da eigentlich den Esel gemeint.

Und wer den Deputy erschossen hat weiss ich selbst heute immer noch nicht, den sowohl Bob Marley wie auch Eric Clapton und alle anderen gestehen immer nur den Sheriff erschossen zu haben. Die deutsche Übersetzung Hilfs-Sheriff für den deputy welche in Western dafür immer gerne verwendet wurde ist leider auch nicht richtig den der Begriff deputy ist korrekterweise ein Delegierter, ein Stellvertreter oder auch ein Beauftragter.

Dienstag, 5. Februar 2008

Zeig mir deins

Ab Januar 2009 gibt es im Staate Texas neue Nummernschilder da man mit den bisherigen 6 Ziffern nicht mehr genügend Auswahl hat. Mit der Erweiterung auf 7 Ziffern hat man sich beim Texas Department of Transportation (TxDOT) auch gleichzeitig mit dem Gedanken befasst, dass Design des Nummernschilds anzupassen. Das ist insofern interessant weil es nebst dem Standard Nummernschild -- nur um das geht es eigentlich -- noch einige mehrere Dutzend anderer Schilder gibt.

Im Prinzip kann jede Organisation, Verein etc. sich bewerben beim TxDOT und ein eigenes Schild anmelden. Da gibt es dann wohl gewisse Richtlinien aber im Prinzip können die dann das Design selbst bestimmen und wer mit dieser Organisation sympathisiert kann seine Zugehörigkeit mit dem Nummernschild am Auto bezeugen.

Für das neue Standard Nummernschild kann man nun im Internet während einer ganzen Woche bis zum nächsten Montag, zwischen einer der vier neuen Texas License Plates plus auch der aktuellen, abstimmen.

Ich habe mal für die Traditional Texas abgestimmt wobei mir die alte einfach immer noch sehr gut gefällt. Mal schauen in einer Woche für was sich die Mehrheit der Texans entschieden hat.

Sonntag, 3. Februar 2008

Woche 05/2008 Rückblick

Machen wir es kurz und schmerzlos für diese Woche im Rückblick. Ich durfte diese Woche meine Feiertage aus dem letzten Jahr nachfeiern was mir kollektiv eine ganze freie Woche bescherte. Eigentlich hatte ich gehofft mehr oder mindestens im üblichen Rahmen im Internet zu sein und meinen Blog nachzuführen aber oft kommt es ja anders. Ich war mehrheitlich zu faul und hab die Zeit anderweitig totgeschlagen. Bin fast froh nun wieder bei der Arbeit zu sein denn da habe ich Zeit für den Blog. Daher habe ich nur zwei Dinge für diese Woche.

Keine Ahnung
Als Erstes natürlich das Hauptereignis am Sonntag -- die Super Bowl XLII. Aufgrund dessen was man im Internet an Berichten in deutscher Sprache zu lesen bekam scheint der Sieg mit 17:14 für die New York Giants über die New England Patriots überraschend zu sein. Lustig fand ich noch, dass jemand den Eli Manning als Ely geschrieben hat -- Eli steht notabene für Elisha. Wo war ich? Ach ja. Wer die ganze Saison aber verfolgt hat -- so wie ich -- kann dem aber natürlich nicht ganz zustimmen. Die Patriots waren zwar der haushohe Favorit aber überraschend kam das ganze nicht. Vermutlich setzten einige Autoren das Englische upset das in diesem Falle hier oft gebraucht wurde ausschliesslich der Deutschen 'Überraschung' entgegen. Es hat in diesem Falle aber mehr die Bedeutung von umstürzen oder verärgern.

Die Giants haben nach einem schlechten Start in die Saison unheimlich Boden gut gemacht und als letztes Spiel in der regular season die Patriots zwar nicht geschlagen aber doch angedeutet, dass die Patriots nicht unschlagbar sind. Und wie sie dann durch die Playoffs marschiert sind liess einiges befürchten. Das mussten ja auch meine Dallas Cowboys in den Divisonal Playoffs erfahren. Mit der Niederlage haben es die Patriots verpasst die bis dato makellose Leistung in eine perfect season (perfekte Saison) mit Null Niederlagen zu verwandeln und einen Eintrag in den Football Geschichtsbücher zu haben. So hart kann Sport sein.

Eine Notiz noch am Rande zur Super Bowl. Viele Prominente ergattern sich Plätze im Stadion und fliegen dazu mit dem Privat Jet ein. Speziell für Glendale, Arizona als Teil der Millionenstadt Phoenix nicht ganz abwägig, da sie geographisch irgendwo im Niemandsland liegt. Anyways. Gemäss einem Artikel wurden um die 800-1000 Private Jets erwartet, was auf den Flugplätzen rund um die Stadt für Platzmangel sorgte. Der Knüller kommt aber nach dem Ende des Spieles denn dann wollen alle in ihre Jets und nach Hause abdüsen. Da sich alle wohl sehr wichtig vorkommen kann man kann sich fast bildlich vorstellen, was die Leute in der Flugkontrolle von den Piloten zu hören bekommen: "Wissen sie den nicht wer ich an Bord habe?" Der Pilot hat keine Ahnung.

Schön
Nicht immer Super-Schön war das Wetter aber doch langsam ein Vorgeschmack auf den Frühling und den Sommer haben wir bekommen. Am Sonntag gab es schon fast 80 Grad Fahrenheit zu geniessen wenn auch bei leichter Bewölkung. Und die kommende Woche sollte auch recht ordentlich sein. Ist das Leben nicht schön?

PS: Wer auf der Suche nach all den viel diskutierten Werbespots der Super Bowl ist findet die offizielle Sammlung bei YouTube.

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