Downtown Austin

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Freitag, 22. Februar 2008

Der sich mit dem Wolf freut

Oder auch nicht. Aufgrund des Titels könnte man wohl meinen ich schreibe nun was zur kommenden Oscar Verleihung und in Anspielung auf oder einfach etwas über Dances with Wolves (Der mit dem Wolf tanzt) welcher 1990 satte 7 dieser Figuren abkassierte.

Nix dergleichen, es geht wirklich und ausschliesslich nur um Wölfe oder wie die Spezies hier oft präziser genannt wird -- gray wolf (Graue Wolf).

Mit dem Beginn der Kolonialisierung von Amerika, dem Vormarsch der Bevölkerung westwärts und der dadurch unweigerliche Konflikt zwischen den neuen Ranchern mit ihrem Vieh und dem heimischen Wolf hatte fast zu dessen Ausrottung geführt. Nachdem er um 1990 auf die Liste der Bedrohten Tierarten gesetzt wurde und durch Ansiedlung von Wölfen aus Kanada kann der Wolf mittlerweile in drei Bundesstaaten wieder von der Liste genommen werden. Der Bestand hat sich offenbar mit geschätzten 1,500 Wölfen in Idaho, Montana und Wyoming erholt.

Nicht so erfreut darüber sind aber die Tierschützer, denn alle drei Staaten haben offensichtlich schon signalisiert, dass sie den bisherigen federal (bundestaatlichen) Schutz nicht übernehmen und sie somit den örtlichen Landbesitzern und Bürgern eigentlich den Abschuss der Wölfe erlauben.

Trotz all der Weite der Natur in gewissen Gebieten Amerikas sind es die gleichen Probleme und Diskussionen zum Thema Wolf (oder wie ich auch gerade wieder gelesen habe zum Luchs) wie in der alten Heimat. Wo ich in vielen Fällen nicht für eine Subvention durch den Staat bin würde ich das hier begrüssen, denn in den meisten Fällen geht es wirklich nur um den finanziellen Verlust der Viehzüchter, denke ich. Verliert ein Rancher nachweislich durch einen Wolf ein Tier soll er dafür entschädigt werden. Sie deswegen einfach abknallen liegt nicht drin.

Inspiriert durch einen Artikel in der lokalen Zeitung, dem Austin-American Statesman.

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