Downtown Austin

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Mittwoch, 30. April 2008

Happy Birthday Willie

Ich kann stundenlang KASE 101 hören, meine Country Station hier in Austin, aber ihn habe ich noch nie gehört. Zumindestens nicht bewusst. Eigentlich seltsam den ansonsten kommt man an ihm zur Zeit ihn Texas und vor allem Austin kaum vorbei. Ich muss zur Abwechslung wohl mir mal einen der anderen Country Sender einstellen. Country ist halt nicht gleich Country.

Willie Hugh Nelson hat heute seinen 75. Geburtstag und seine Geschichte ist eng mit Texas und Austin verknüpft. Aufgewachsen ist er nicht weit von Austin entfernt in Abbott. Wer von hier auf dem Interstate 35 Richtung Norden nach Dallas fährt wird einige Meilen nach Waco an diesem 300 Seelen Kaff vorbeifahren.

In den 60er Jahren machte er sich einen Namen hauptsächlich als Song Schreiber in Nashville, der Hochburg der Country Music -- damals wie heute. Damals so dominant, dass sich freie Charakteren wie Willie aber nicht entfalten konnten. Enttäuscht verliess er Nashville und kehrte Anfang der 1970er Jahre zurück nach Texas und fand in Austin eine Umgebung in welcher sein Talent auf fruchtbaren Boden stiess.

Austin nennt sich heute stolz Live Music Capital of the World (Live Musik Hauptstadt der Welt), in Anlehnung als Hauptstadt von Texas, und es wird tatsächlich kaum irgendwo auf der Welt pro Einwohner so viele Konzert Lokale geben wie hier. Ein Grund mehr notabene warum ich hier bin aber leider (Lucky zuliebe) noch nicht davon profitiert habe. Aber meine Zeit kommt noch, keine Angst.

Willie Nelson wurde in Austin quasi mit offenen Armen vom Publikum empfangen und begann hier sich nicht nur als Song Schreiber sondern auch als Musiker auf der Bühne zu entwickeln. Hier formte er auch sein Erscheinungsbild, so wie man ihn heute auf der ganzen Welt erkennt. Die folgenden ca. 15 Jahr waren seine Glanzjahre.

Es muss irgendwann in 1995 gewesen sein, da habe ich ihn Live erlebt in Zürich. Ich war echt begeistert von diesem Konzert obwohl ich von ihm eigentlich nur gerade seinen wohl grössten Hit On the Road Again kannte. Beeindruckend war, dass er am Schluss am Rand der Bühne Autogramme gab.

Wir standen sicher um die 20 Minuten dort und schauten dem Treiben vor der Bühne zu. Obwohl ich eigentlich nicht unbedingt ein Autogramm wollte oder brauchte habe ich mich dann auch noch angestellt als die Menge weniger wurde. Erst da stellte ich dann fest, dass er auch noch jedem einzelnen die Hand reichte -- mir inklusive. Leider weiss ich nicht mehr welcher Teufel mich geritten hat, dass ich dieses Ticket mit der Unterschrift nicht mehr habe. Es muss bei irgend einer Säuberungsaktion unter die Räder gekommen sein sprich in den Abfall.

Was mir damals auch noch aufgefallen ist, war seine Gitarre. Sie war total abgegriffen und an einer Stellen neben den Saiten klaffte ein weiteres Loch. Wenn man sich Bilder sucht im Internet und anschaut, wie zB bei MSNBC, dann sieht man, dass er die Gitarre mit dem gleichen Loch noch immer spielt. Ein Leben, eine Gitarre!

Das Texas Monthly Magazin hat ihn in der aktuellen Ausgabe fast selbstverständlich auf dem Titelblatt. Im Internet haben sie ihm auch eine Tribute Page gewidmet; mit Links zu Artikeln aus vergangenen Ausgaben. Auch die Website austin360.com der lokalen Zeitung hat einen Special zu Willie's 75. Geburtstag verfasst. Wer sich da mal durchlesen will, viel Spass!

So, und ich muss wir wirklich mal endlich einige seiner wichtigsten Platten/CDs besorgen. Ich habe das damals nach dem Konzert verpasst. Ich will die Gelegenheit nicht noch einmal verpassen oder erst dann wenn er zu Grabe getragen wird. An dem Tag wird sicher der Himmel über Texas weinen.

Link zur Offiziellen Website

Quellen: CMT Biography- about.com/bio - Wiki English - Wiki Deutsch
Photograph by Platon/linked to TexasMonthly.com.

Sonntag, 27. April 2008

Woche 17/2008 Rückblick

Nachdem ich dem NASCAR Rennen gleich einen eigenen Eintrag gegönnt habe und ich sonst eigentlich nichts weiter im Rückblick zu vermelden habe also nur kurz noch das Wetter.

Shorts
Alle 4 Nächte bin ich in Shorts und T-Shirt gekleidet zur Arbeit den die Vorhersage für jede Nacht und Morgen war ... warm! Und tatsächlich, jeden Morgen wenn ich raus kaum war es angenehm an die 70 Grad Fahrenheit (21 °C). Da die Luftfeuchtigkeit in der Nacht in der Regel immer hoch ist fühlt es sich noch etwas wärmer als in der alten Heimat.

In der Nacht zum Samstag gab es dann einige schöne Gewitter in der Gegend. Wobei die Freude an einigen Orten wohl nicht so gross war den der Hagel muss zum Teil heftig gewesen sein.

Vom Gewitter am Horizont hätte ich gerne ein Foto gemacht aber bis ich dazu gut positioniert gewesen wäre hätte es sich sicher verzogen. Zumal ich spontan nicht wirklich wusste wo es dazu in der Nähe ein gutes Plätzchen gegeben hätte da das Spektakel in Richtung Süden von mir war.

Am Sonntag kam dann wieder einmal eine Kaltfront bis ganz zu uns und es war ungewöhnlich kühl und frisch draussen. Kaum über 60 Grad Fahrenheit (~15 °C) und in der Nacht auf Montag wird es noch kälter. Das ist schon fast Eiszeit hier um diese Jahreszeit!

Aber ab Montag soll es dann schon wieder wunderbar schön und wärmer werden ... und bleiben.

Talladega Baby!

Heute Sonntag war es wieder einmal so weit. Die NASCAR Boliden waren in Alabama auf dem Talladega Superspeedway. Und das Rennen auf der Rennstrecke ist einfach der to-ta-le Wahnsinn auf 43 x 4 Rädern.

Der Talladega Superspeedway hat einige Besonderheiten
  • Auf diesem Rundkurse ist es möglich, dass die Fahrer während der ganzen Runde im Prinzip zu 100% auf dem Gaspedal bleiben.
  • Ein Fahrer alleine hat aus aerodynamischen Gründen keine Chance dem Feld davon zu fahren.
  • Die Fahrer brettern daher mir ihren Autos dicht-an-dicht hintereinander und mit konstant mehr als 190 Miles per hour durchs Rund.
  • 190 Miles per hour das sind mehr als 305 km/h!!!
  • Die Fahrbahn ist breit genug, dass solche Kolonnen zu dritt nebeneinander fahren. Da reden die Kommentatoren dann von three wide.
  • Das kann auch mal four wide (zu viert) sein.
  • Im Extremfall aber meist nur für sehr kurze Zeit und an bestimmten Stellen auch five wide (zu fünf). Da überschlägt sich dann meistens auch gleichzeitig die Stimme der Kommentatoren.
Was dabei nicht so ganz verwunderlich ist, dass es auch mal zu spektakulären Unfällen kommt. Da reden sie dann gerne vom big one - dem Grossen. Solche Unfälle enden in der Regel aber ohne ernsthafte Verletzungen für die Fahrer. Selbst die Auto werden in einigen Fällen wieder zurecht gehämmert und auf die Strecke geschickt. Einen solchen big one gab es 15 Runden vor Schluss und dann auch nochmals einen in der letzten Runde. Und auch am Tag zuvor in der Nationwide Serie gab es einen spektakulären big one.

In diesem Video bei nascar.com haben wir gleich etwa alles was ich gerade beschrieben habe. Sehr schön ganz zu Beginn der Kommentar von Ex-Rennfahrer Darrel Waltrip -- (oft auch einfach D.W. genannt):
"Look at this. ... I-I just want you to realize something. Guys, they are doing a 190 miles an hour! ... The top 31 cars just a second from each other."
Dann ein Video bei nascar.com von den letzten Runde und da sieht man dann auch den Ex-Formel 1 Fahrer Juan Pablo Montoya in seinem ausnahmsweise leuchtend gelben Wagen mit der Nummer 42 auf Platz 2 vorfahren. Normalerweise ist sein Wagen schwarz-rot in den Farben des Sponsors Texaco. Ab und zu wechseln sich da die Sponsoren ab bei einigen Wagen stellt man immer wieder fest.

Da der big one in deren Rücken geschah und nach dem die weisse Flagge geschwenkt wurde, also in der letzten Runde, wurde das Rennen damit annulliert und so gewertet wie bei der letzten Zieldurchfahrt. Juan Pablo hätte ansonsten grosse Chancen gehabt aus dem Windschatten heraus in der letzten Kurve an Kyle Busch vorbeizuziehen und dieses Rennen zu gewinnen. Er ist wirklich unheimlich super gefahren dieses mal. Normalerweise ist es immer irgendwie in der Mitte des ganzen Feldes anzutreffen.

Schon einiges vor dieser letzten Runden habe ich es nicht mehr auf dem Sofa ausgehalten und habe mich direkt vor die Glotze gesetzt. Im Vergleich dazu ist Formel 1 wirklich wie watching paint dry (der Farbe beim trocknen zusehen). Das Thema hatte ich notabene schon einmal.

Auf dem Talladega Superspeedway fährt die NASCAR übrigens zweimal pro Jahr. Der nächste Termin respektive Wochenende ist das vom Sonntag 5. Oktober 2008. Wer den Wahnsinn also noch nie gesehen hat und das irgendwo Live verfolgen kann soll sich den Termin unbedingt reservieren. Wer es nicht abwarten kann hier eine Zusammenfassung von heute und noch etwas Sights and Sounds.

Süchtige wie ich sind eh jedes Wochenende Live dabei. Und irgendwann gehe ich da wirklich Live hin. Versprochen!

Samstag, 26. April 2008

As time goes by ...

Nun ist es also soweit: Zwei Jahre sind rum! Am morgen in der Schweiz als solcher Bürger aufgestanden und am Abend in Amerika als solcher resident ins Bett gegangen. Es ist immer wieder erstaunlich wie lange die Zeit bis zu etwas dauert und dann -- zack-bumm -- ist das Ereignis vorbei und man kann auch schon Jubiläum feiern.

Auch wenn die Erinnerungen an die alte Heimat natürlich noch vorhanden und frisch sind, irgendwie stammen sie doch aus einer anderen Epoche Zeit welche weiter weg scheint als die zwei Jährchen. Das neue Leben hier hat mich so eingeholt, dass es mir manchmal schwer fällt den Unterschied respektive die Distanz zu sehen. Manchmal scheint es mir wie wenn ich einfach ins Auto sitzen könnte und in 10 Minuten bin ich im Dorf und beim Kaffee mit meinen Freunden. Handkehrum wenn ich dann weiter an das alte Leben zurück denke kann ich mir nicht vorstellen wieder dauerhaft dort zu leben. Vielleicht kurzfristig und natürlich für Ferien, aber sonst?

Wenn ich manchmal die Erlebnisse von anderen Auswanderern lese oder solche sogar auch sehe im Internet -- und teilweise mit ihren Sorgen und Problemen im amerikanischen Alltag -- so kann ich von mir behaupten, dass ich den Übergang nahtlos, problemlos und sorgenfrei vollzogen haben. Vielleicht auch weil ich den Schritt in dieses neue Leben sorgfältig geplant habe und es keine spontane Angelegenheit war. Keine nennenswerte Stolpersteine, nervige Prozeduren oder Angelegenheiten sondern primär einfache Freude und Spass an der neuen Umgebung und keine Probleme mit den doch zum Teil etwas anderen Lebensgewohnheiten. And don't get me even started on the weather! (Und vom Wetter wollen wir gar nicht erst anfangen!)

Dadurch hat sogar etwas der Blog gelitten. Ich dachte ich könnte als Serie immer wieder einmal schildern was mich hier doch etwas nerven tut oder solches das ich zurück in der alten Heimat vermissen würde. Wirklich nerven tut mich hier kaum was und die Frage was ich in der alten Heimat vermissen würde stellt sich mir kaum. Die Liste für letzteres wäre zwar lang aber ich mache mir dazu kaum Gedanken und manches würde mir erst vor Ort wieder so richtig bewusst werden und auffallen. Einfache Dinge halt wie Verkehr zum Beispiel, Fernsehen, Radio oder die Öffnungszeiten. Wobei ich viele dieser Sachen doch hier im Blog erwähne aber halt mehr ereignisbezogen sind und der Bonusfaktor für mich nur im Text impliziert ist.

Sogar mit Lucky geht es prächtig. Dachte ja der alte Knochen wird mir kurze Zeit später schlapp machen. Ich bin immer wieder erstaunt, weil vor mittlerweile mehr als vier Jahren am 3.04.04 mir der Tierartz im Notfall eigentlich die Einschläferung empfohlen hatte. Ein Tumor auf seiner spleen (Milz) war aufgebrochen und er war innerlich bleeding to death (am verbluten). Ich habe mich dann doch zur Operation für ihn entschieden und sie haben den Tumor zusammen mit der spleen entfernen müssen. Zwei lange Tage war ich im Ungewissen ob er den Eingriff überstehen würde weil er schon so viel Blut verloren hatte. Aber Bastarde sind zähe Hunde und einige Tage später kam sogar noch der gute Bescheid, dass der Tumor gutartig ist also eigentlich keine Tochtergeschwüre zu erwarten sind. Tja, und somit letzte Wochen habe ich ihm zum 13. Geburtstag gratuliert. So genau wissen wir das Datum ja nicht aber es soll angeblich der 16.04. gewesen sein. Ist ja auch nicht sooo wichtig. Hautsache es lebt sich auch gut ohne spleen.

Das Bild mit Lucky ist vom Tag der Einreise. Wir sind von Dallas aus nach Hillsboro in Richtung Austin gefahren für die erste Übernachtung. Bei einem Kontrollblick nach hinten habe ich ihn friedlich dösen sehen und mir gleich ein Bild davon gesichert. Die Reise muss für ihn schrecklich und anstrengend gewesen sein. So einsam und verlassen in der Box im Frachtraum für Stunden. Er tut mir heute noch Leid deswegen.

Das Bild oben beim Anfang ist übrigens der Anflug auf Dallas. In der Mitte oben sieht man die downtown von Dallas mit den Hochhäusern. Wenn ich das mit dem Satelliten Bild vergleiche ist das ein Blick gerade aus Richtung Osten. Der highway rechts unter dem Flügel erkennt man gut als Interstate I-30. Man beachte das schöne Wetter!

Bin ja mal gespannt wie länge es geht bis zum nächsten Jubiläum. Ich denke mal so zirka 365 Tage. Oh, by the way! Den Blog hier habe ich vor einem Jahr gestartet. Wenn die Zeit vergeht ...

Donnerstag, 24. April 2008

Kollisionskurs

Ausnahmsweise mal etwas das man heute wahrscheinlich schon anderswo gelesen hat aber ich wollte es vielleicht auch einfach nur für mich als Link Verweis abspeichern. Für später, denn es geht um ein paar Webseiten welche ich immer gerne wieder mal besuche.

Wie man also vielerorts lesen konnte hat heute das Hubble Weltraum Teleskop Geburtstag. Dazu also erst einmal Happy Birthday zum 18. Geburtstag! Ich kann mich noch erinnern, dass die Geburt für das Teleskop nicht so problemlos war und ich glaube auch die Lebensdauer war insgesamt nie so hoch geplant.

Angefangen hat es mit einem Spiegel der falsch geschliffen wurde und somit das Teleskop für einen Grossteil der geplanten Aufnahmen unbrauchbar, da unscharf, war. Bei einer Shuttle Mission konnte man das aber korrigieren, dem Teleskop wurde eine Art Brille verpasst. Die weiteren Probleme mit dem Shuttle Programm der NASA wirken sich nun auch noch auf die Lebensdauer des Teleskops aus. Ursprünglich war sogar mal geplant das Teleskop zum Schluss auf die Erde zurück zu bringen und auszustellen. So wie es jetzt angeblich aussieht wird man es jedoch aus Kosten- und Zeitgründen abstürzen lassen müssen. Da können wir dann alle die Köpfe einziehen für das was nicht verglüht in der Atmosphäre.

Zum Jubiläum gibt es nun eine ganze Serie von Bildern in Internet. Alle diese Bilder zeigen angeblich Galaxien welche am kollidieren sind. So nebenbei habe ich dann gelesen, dass unsere milky way (Milchstrasse) -- unsere Galaxie nicht der Schokoriegel -- auch auf Kollisionskurs ist mit dem Andromeda Nebel. In so etwa 2 Milliarden Jahren. Bin schon richtig gespannt wie sich das anfühlt. Dürfte vielleicht etwas ruppig werden.

Den Einstieg zur Kollektion gibt es bei der Hubble Site und auch via Links und Speicher von diversen anderen Anstalten wie zB der Hubble Site von ESA. Die haben das noch schön unter dem Titel Galaxies gone wild. Bei beiden gibt es natürlich noch eine Unmenge von anderen Bildern in verschiedenster Auflösung. Folgend die Links bei der Hubble Site und der Site der ESA.

Wer übrigens gerne wissen will wo das Teleskop den nun gerade über den Wolken schwirrt kann das bei der NASA Live mitverfolgen.

Das andere Teleskop welches übrigens auch über unseren Köpfen spektakuläre Bilder liefert ist das Spitzer Teleskop und dazu gibt es natürlich auch eine Website mit einer Unzahl von Bildern. In ein paar Jahren folgt dann das James Webb Space Telescope welches Bilder ausschliesslich im Infrarot Bereich machen wird.

Bleiben wir jedoch auch noch etwas auf der Erde und genauer Texas. Zu Texas heisst es im übrigen auch immer, dass die Sterne am Himmel heller und grösser sind. Ob sie wirklich grösser sind weiss ich nicht. Vielleicht ist es auch nur der Glaube, weil es doch sonst immer heisst: "Everything's bigger in Texas". Ich denke aber vor allem sie sind heller als in der alten Heimat. Wenn hier in der Gegend auch der Lichter Smog von Austin allgegenwärtig ist so denke ich doch manchmal wenn ich in den Himmel schaue, dass es doch viel mehr und hellere Sterne zu sehen gibt als ich das in Erinnerung hatte von der alten Heimat. Dürfte an der Luftfeuchtigkeit liegen.

Sollte der Wunsch mit einem Haus einer Ranch etwas ausserhalb der grossen Stadt in Erfüllung gehen werde ich mir dazu sicher auch ein Teleskop kaufen und den Himmel mit meinen Augen unter die Lupe nehmen. Und wenn es mit der Ranch noch etwas dauert kaufe ich mir das Teleskop halt einfach so irgendwann und dann geht es raus in die Nacht und die Weite von Texas. Einfach etwas in die Vergangenheit gucken.

Im Moment bleibt es aber mit den Bildern aus dem Internet. Mein Hintergrund Bild am Computer habe ich schon mal ersetzt. Vielleicht sollte ich auch langsam damit beginnen mich mit der Sternenkunde auseinander zu setzen damit ich dann weiss wo ich mit dem Teleskop hinzielen muss. Den Mond finde ich auf alle Fälle schon. Und den Orion's belt (Gürtel des Orion).

Montag, 21. April 2008

Rassel Rassel

Ich bin etwas im Rückstand beim Lesen meiner Zeitung. Jeden Tag so ein Bündel vor der Tür zu haben ist halt schon etwas mit Aufwand verbunden. Man kann das ja nicht im Schlaf lesen, oder?

Beim Aufarbeiten meiner Leseschuld finde ich nun einen interessanten Artikel im Statesman vom letzten Samstag. Und das zu einem Thema das mich schon seit meiner Ankunft hier im Lande beschäftigt. Es geht um Klapperschlangen und Hunde.

Als Europäer ist man sich so eine Gefahr kaum gewöhnt, den man hat sich über die letzten Jahrtausende systematisch von allem gefährlichen Getier im Lande befreit. Das Mammut ausgestorben, kaum Bären mehr, Wölfe und andere Jäger auch so gut wie ausgerottet selbst die harmlosen Blindschleichen müssen sich fürchten gejagt und ausgerottet zu werden. Die ersten Siedler aus Europa haben natürlich in Amerika mit der Tradition gleich weitergemacht, denn schliesslich will man im Land von Freiheit nicht dieses Abenteuer. Mittlerweile hat das Denken hierzu aber zum Glück umgeschwenkt und man versucht sich zu arrangieren. Soweit es geht, dh man versucht Grenzen zu setzen aber nicht auszurotten.

Als ich mit dem Hund hierher kam habe ich mich im Vorfeld auch schon etwas mit dem Gedanken befasst, denn als Mensch fühle ich mich absolut sicher aber beim Hund herrscht eine Ungewissheit. Vor allem weil der ja sprichwörtlich überall seine Nase rein strecken muss. Für Begegnungen wie kürzlich beschrieben durch Kojoten kann ich ihn durch Leinenpflicht gut schützen. Aber gegen das was da in dichtem Gras oder unter Felsen lauert und ihn allenfalls durch irgendwelchen Geruch sogar noch anlockt bin ich machtlos. Ausser natürlich ich meide solche Gebiete aber bei gewissen Tieren kann man nicht wirklich davon ausgehen, dass die sich an ihr zugeteiltes Revier halten. Klapperschlangen zähle ich mal dazu.

Eine Schlange habe ich irgendwo einmal verschwinden sehen aber keine Ahnung gehabt was da nun entschwunden ist. Auch das Skelett hier im Bild kann ich nicht sagen was das mal war. Was man hier im Bild übrigens nicht so gut erkennt ist, wer für das skelettieren zuständig war. Viele der kleinen schwarzen Punkte sind Ameisen und ich habe das damals während knapp drei Tagen erlebt wie die alles kahl geknabbert haben. Das Bild habe ich leider erst ganz zum Schluss der Aktion gemacht.

Zurück zum Hund. Ich habe mich seelisch tief drin irgendwo damit abgefunden, dass es halt allenfalls mal passieren könnte. Schliesslich ist ja nichts unendlich in diesem Kosmos.

Theoretisch gäbe es nun Hoffnung. In dem Zeitungsartikel geht es um ein vaccine (Impfstoff) [1] für Hunde gegen Klapperschlangen, genauer die Crotalus atrox auch bekannt als Western Diamondback Rattlesnake (Westliche Diamant-Klapperschlange).

Die Einleitung im Artikel fand ich noch witzig, um das Thema wohl etwas aufzulockern
"The Far Side" cartoonist Gary Larson would have fun with this sign at Austin's South Lamar Animal Hospital: "Rattlesnake vaccinations given here."

Picture a rattlesnake cowering in a pet carrier with a smug dog as the veterinarian, hypodermic poised.

Sorry, Fido. In real life, the dog gets the shot.

(ich ersparte mir hier mal die Übersetzung weil ich sonst auch noch auf "The Far Side" von Gary Larson eingehen müsste für die die das nicht kennen -- was den Rahmen dieses Eintrags definitiv sprengen würde)
Also wieder zurück zum Thema.

Seit einigen Jahren gibt es einen Impfstoff für Hunde und damit sollen die wesentlichsten Symptome und Probleme für den Hunde nach einem Biss nicht so schlimm sein. Vollständigen Schutz bietet die Impfung nicht wie ich dann bei etwas Recherche zum Thema gefunden habe. Empfohlen wird es nur für Hunde welche wirklich der Gefahr ausgesetzt sind wo man also wohl genau weiss, dass da des öfteren Mal ein Tier im Gebüsch steckt. Und, sehr wichtig, man muss in jedem Fall umgehend in den Notfall mit dem Tier.

Ich belasse es daher mal beim Hoffen und Bangen, dass er die Nase nicht direkt vor eine Schlange parkiert und diese auch ihre Rassel frühzeitig rasseln lässt. Für irgendwas hat sie die ja schliesslich.

Einen Impfstoff für Menschen gibt es notabene noch nicht. Wer beim Veterinär dafür angetanzt ist, tut wie es im Artikel zum Schluss schön heisst -- barking up the wrong tree. Dieses Idiom heisst wörtlich übersetzt den falschen Baum anbellen und bedeutet üblicherweise bei etwas auf der falschen Fährte sein oder im Irrtum über etwas.

Ansonsten halt snake guard boots kaufen. Stiefel welche garantiert gegen Bisse schützen sollen. Und wieso höre ich jetzt was rasseln unter meinem Pult?

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[1] Link zum Hersteller des Impfstoff.

Sonntag, 20. April 2008

Woche 16/2008 Rückblick

Was war los mit etwas Sport und dem Wetter.

Schon Playoff?
Angeblich geht es in der NHL (Eishockey) und NBA (Basketball) schon in die Playoffs. Ich muss zugeben ich bin in diesen beiden Sportarten während der Saison nicht auf dem laufenden. Erstens gibt es zu viele Spiele und insgesamt auch zu wenig Partien im öffentlichen Fernsehen ausser man hat ein spezielles Paket abonniert wo man dann wiederum fast überflutet wird mit beinahe allen Partien durch die regular season. Jetzt im Playoff wird das ganze relativ übersichtlicher und es werden auch fast nahtlos alle Spiele gezeigt auf öffentlichen Sendern.

Allerdings ist mir jetzt Eishockey hier in Texas mit der aufkommenden Wärme einfach zu, wie soll ich sagen, kalt. In der alten Heimat ist wiederum auch schon alles abgeschlossen und erledigt und man bereitet sich auf die WM vor. Bin mal gespannt ob die das hier irgendwo überhaupt ausstrahlen. Mit der Austragungsstätte Kanada hat man ja wenigstens nicht unbedingt ein zeitliches Problem.

Im Basketball wiederum kann ich mich nicht so richtig für eine Mannschaft begeistern. Mit den Spurs (San Antonio), Mavericks (Dallas) und Rockets (Houston) habe ich ja gleich drei Teams aus Texas zur Auswahl und dieses Jahr sind auch gleich alle drei in den Playoffs dabei. Die Mavericks sind mir eigentlich mit dem Deutschen Dirk Nowitzki ganz sympathisch aber sie haben wie letztes Jahr im Playoff auch jetzt schon wieder ihre Mühe auf Touren zu kommen und scheiden womöglich bald aus. Muss ich mich wohl auf die Spurs konzentrieren; die waren notabene letztes Jahr Champion.

Und überhaupt muss ich abends ja meistens arbeiten und das verträgt sich so schlecht mit dem Spielplan welchen sie in den Best of 7 Playoff Serien haben.

Schnelle Braut
Gespannt hat man darauf gewartet (gut vielleicht nicht unbedingt bei ihren Konkurrenten) das Danica Patrick in der IndyCar Series ihr erstes Rennen gewinnt. Als Frau in diesem ansonsten von Männern dominierten Sport war sie seit ihrem Start in 2005 lange immer nahe am Sieg aber letztendlich am Schluss doch immer wieder etwas davon entfernt. Nun hat es beim Rennen in Japan offensichtlich geklappt und als erste Frau welche in der IndyCar siegte wird sie entsprechend durch alle Medien gefeiert. Es war ihr 50. Start in der Serie.

Nichts neues
Beim Wetter gibt es nicht viel neues. Es wird merklich wärmer aber halt auch immer wieder einmal ein kleiner Schub aus Norden mit "etwas" Abkühlung und Unwettern. In meiner Gegend bis dato aber harmlos und ohne nennenswerte Auswirkungen. Es fühlt sich insgesamt an wie ein richtig guter Sommer in der alten Heimat. Jealous anyone?

Samstag, 19. April 2008

Betriebsklima

Statt immer wieder über das Wetter etwas zu schreiben heute mal ein anderes Klima, das bei der Arbeit.

Am Freitag wurde ein Putt-Putt tournament (Turnier) organisiert. Das Putt-Putt hat nun nichts mit dem Ruf nach oder von Truthähnen zu tun sondern bezieht sich auf Golf, also von to putt wie das Einlochen auf Englisch heisst. Oder sagt man im Deutschen einfachen putten? Keine Ahnung und auch egal. In Zweier-Teams war man aufgefordert mit allem was man im Office so auftreiben kann einen Golfkurs zu legen. Das ganze war also mehr ein Mini Golf als richtiges grosses Golf mit Rasen. Die Teams mussten dann auch zusammen versuchen auf dem ganzen Parcours so wenig Punkte, dh Versuche zu machen. Wegen meiner Nachtschicht war ich da aber leider nicht dabei, soll aber sehr lustig gewesen sein. Ich konnte mir jedoch in der Nacht davor schon alle Anlagen anschauen und ich muss sagen, die waren zum Teil sehr, sehr kreativ. Ich hätte nicht gedacht, was man alles in einem Büro so zur Gestaltung eines Golfkurses missbrauchen verwenden kann.

Gleich am nächsten Tag heute Samstag gab es dann noch ein BBQ also ein Grillfest im amerikanischen Stil. Da haben wir uns in einem schönen grossen Park getroffen und bei einem der Rastplätze uns eingerichtet. Das Wetter war wunderbar und so gut wie ein Sommertag in der alten Heimat. Die Temperatur stieg über 85 Grad Fahrenheit (~30 °C) was aber dank den Bäumen mit genügend Schatten durchaus erträglich war.

Man hat ein Fass angeschleppt mit Fireman's #4, das ist Blonde Ale, also Bier. Es wird gebraut in einer kleineren Brauerei hier in der Gegend, genauer in Blanco, Texas. Unheimlich leckeres Bier. Der Boss hat sich von einem dieser unzähligen Barbecue Betriebe das Fleisch schon fertig gegrillt organisiert und wir haben alle mit den weiteren Zutaten beigetragen. Da hatten wir also einen riesigen Tisch mit allem was man sich so vorstellt bei einem Grill Essen.

Tja und so zwischendurch und mit dem Bier in der Hand haben wir dann auch noch andere Sachen gemacht wie Frisbee werfen und ganz Amerikanisch auch einen Football und horseshoes. Diese horseshoes sind streng nach dem Wort übersetzt Pferdeschuhe aber richtig natürlich Hufeisen. Solch eine horseshoe Ausrüstung zum Spielen kann man hier in jedem Freizeit oder Sportgeschäft kaufen. Zwei Metallstangen und 2x2 Hufeisen, mit etwas Glück im Reise Set sogar mit Hammer -- und mit einem "Made in China" Aufkleber.

Gemäss der Geschichte bei NHPA (National Horseshoe Pitchers Association of America) wurde das Spiel entgegen der Annahme nicht einmal von Amerikaner erfunden. Oder sagen wir mal zumindestens das erste Regelwerk.

So einen horseshoe, je nach Regel, um die 40 feet (~20 Meter) zu werfen ist nicht einmal so einfach. Das Ziel ist es mindestens einen von zwei horsehoe um eine eingeschlagene Eisenstange zu legen oder so nah wie möglich. Wobei näher als der Gegner reicht auch nicht. Einen Punkt gibt es nämlich erst wenn ein horseshoe so nahe bei der Stange liegt wie ein horseshoe bei der Öffnung breit ist. Einen horseshoe so zu werfen, dass der dann ein ringer ist, also wie ein Ring um die Stange liegt und 3 statt 1 Punkt gibt, braucht einiges an Geschick, Übung und ich denke sogar auch etwas Glück. Vor allem so auf dem Rasen. Die Profis spielen das dann in einer pit, was eine mit Sand gefüllte Grube ist. Der horseshoe bleibt dann eher liegen und springt nicht weg wenn man schon das Ziel trifft.

Eine Variante des horsehoes gibt es übrigens die nennt sich dann washers. Das Wort washer(s) kann jetzt natürlich etwas verwirren, denn mancher der etwas Englisch kann denkt, "das sind doch Waschmaschinen". Nein, wir werfen hier keine Waschmaschinen. Mit dem Wort washer bezeichnet man im Englischen nebst einer Waschmaschine auch das was im Deutschen die Unterlag- oder Unterlegscheibe ist. Fast gleich wie beim horseshoes wirft man nun washers in der etwas grösseren Ausführung in eine pit wo dann allerdings keine Eisenstange steckt, das wäre dann etwas zu schwierig, sondern ein Rohr. Man muss also versuchen einen washer im Rohr verschwinden zu lassen. Wie beim horsehoes auch gibt es solche speziellen dafür hergestellten washers zu kaufen und -- mit der WWWPA (World Wide Washers Player Association) einen Verband und offizielle Regeln dazu.

Und auch für washers gilt, es sieht leichter aus als es ist. Ich durfte das letztes Jahr bei einem Arbeitskollegen ausprobieren. Der hat sich eine washers pit in seinem Garten fix eingebaut. Was bei beiden Sportarten übrigens auch gilt und mir als Tipp von den "Profis" vermittelt wurde
you have to keep a beer in one hand for the balance
(Man muss ein Bier in einer Hand halten für das Gleichgewicht)
Was ich mir natürlich gemerkt habe und es ging tatsächlich einiges besser mit der Zeit.

So einen American Football habe ich übrigens auch zum ersten Mal geworfen und versucht zu fangen fangen. Ist auch nicht ganz so einfach wie es ausschaut. Ich glaube mit der NFL wird das nichts mehr für mich. Aber vielleicht noch mit einer Profi Karriere beim horseshoe werfen. Da habe ich den Boss ihm letzten Spiel doch etwas verblüfft mit meiner Treffsicherheit und ihm eine schmähliche Niederlage zugefügt. Ich hoffe er nimmt mir das nicht übel. Mal sehen ob mein Badge am Montag im Büro noch funktioniert und ich bei der Arbeit willkommen bin.

Am späteren Nachmittag hat sich dann langsam einer nach dem anderen verabschiedet und als einer der Letzten habe ich noch mitgeholfen alles wieder einzuladen und den Platz ordentlich zu hinterlassen.

Am Abend zu Hause machte ich dann auch noch etwas Bilanz wo ich mich allenfalls verbrannt habe während des ganzen Tages an der Sonne. Und sie fällt recht positiv aus die Bilanz. Die Arme haben ordentlich Farbe abbekommen aber kein Rot, der Nacken hatte ich mir vorsichtshalber eingeschmiert und sieht gut aus. Nur bei den Beinen ganz unten wo es vom Schienbein in den Fuss übergeht bis genau dort wo meine Flip Flops waren ist es etwas rot und ist leicht empfindlich auf Berührung. Richtig schlimm scheint es aber nicht zu sein. Ich glaube ich habe Schwein gehabt!

Dienstag, 15. April 2008

Big Google is watching you

Vor einigen Tagen habe ich irgend wo den Hinweis gefunden, dass Google nun auch Bilder von Strassen zu ihren Satellitenbildern hinzufügt. Sie lassen Leute mit Autos durch die Gegend fahren auf deren Dach irgend eine Art Rundsicht Kamera montiert ist. Mit Hilfe von GPS werden die Fotos gespeichert und anschliessend in ihr Karten System übernommen.

Einige Datenschützer hatten selbstverständlich auch gleich Alarm geschlagen weil man natürlich Autos und je nach Strasse resp. Gegend auch Menschen darauf sieht. Uuuuuh! Da kann man allenfalls gewisse Sachen erkennen und Rückschlüsse daraus ziehen. Big Brother is watching you! Wie auch die Satellitenbilder sind aber diese Bilder nicht Live und es gibt auch kein Datum. Wann das aufgenommen wurde weiss man nicht.

Zuerst dachte ich noch, dass diese Bilder Geschichte nur mit dem Programm Google Earth erhältlich ist welches man herunterladen und installieren muss. Gestern habe ich aber etwas hier in Austin mit Google Maps gesucht und sofort festgestellt, dass es dazu einige Neuigkeiten gibt.

Erstens hat man oben rechts im Bild einen Button Street View wenn man in einer Gegend ist wo solche Fotos zur Verfügung stehen. Wer den Button nicht sieht ist also in einer Gegend und Auflösung wo es keine Bilder hat. Ansonsten, den Button angeklickt und schon erscheinen alle Strassen welche solche Bilder haben in Blau. Klickt man auf so eine Strasse geht dann auch gleich ein Fenster auf mit dem entsprechenden Bild dazu.

Auf der Karte hat man dann auch ein kleines Männchen, dass man mit der Maus auf der Karte verschieben kann und entsprechend wird das passende Bild gesucht und dargestellt. Im Bild selbst kann man auch auf die Pfeile am Boden klicken und zum nächsten Bild gehen. Allerdings habe ich festgestellt, dass es sich oft nur gerade um einige Meter verschiebt was etwas mühsam sein kann. Dann kann man sogar noch etwas näher ran gehen an Details und 360° im Kreise herum fahren.

Da man vom Plan auch schön einen Link kopieren und zB in einen Blog einfügen kann habe ich doch gleich einmal eine Rundfahrt durch Austin gemacht und mir einige wenige Sehenswürdigkeiten rausgesucht. Für mich oder jeden der die Gegend kennt hat es natürlich noch einiges mehr zu entdecken.

Sollte bei einem der folgenden Links das Bild nicht sofort erscheinen, dann einfach das Männchen suchen und darauf klicken damit ihr auch das seht was ich euch zeigen wollte. Ansonsten halt selbst etwas in der Gegend herum schnüffeln. Viel Spass!

Eine der interessantesten Strassen oder zumindestens ein Abschnitt davon ist die Congress Avenue welche einem nach der Brücke nach downtown (Innenstadt) Austin bringt und eigentlich auch direkt auf das Capitol hin.

Dann gibt es auf einem Highway genannt Loop 360 eine bridge welche man einfach 360 bridge oder aber auch Pennybacker Bridge nennt. Sie führt über den Colorado River welcher aber, da gestaut, manchmal auch als Lake Austin bezeichnet wird.

Ein kleine Nettigkeit mit diesen Fotos gibt es nun, dass man damit etwas bei den Persönlichkeiten herum schnüffeln kann. In Austin haben wir zB den Herrn Dell, Gründer der Computerfirma. Wenn man hier im Bild etwas rumdreht sieht man die Einfahrt zu seinem Anwesen welches man auf dem Satelliten Bild dann dem Weg entlang später auch schön sieht. Was man hier natürlich nicht so erkennt ist wie hügelig die ganze Gegend ist und ich denke mir mal, dass der Herr Dell da eine prächtige Aussicht auf Austin hat von seiner Veranda aus.

Wem Austin etwas zu langweilig ist kann natürlich auch nach Las Vegas gehen und zB eine Blick auf das Hard Rock Cafe Casino werfen oder selbstverständlich auch den legendären Las Vegas Strip entland fahren.

Sonntag, 13. April 2008

Woche 15/2008 Rückblick

Was war denn diese Woche los? Ich habe so keine Ahnung respektive Erinnerung an die vergangene Woche. Die ist einfach irgendwie vorbei geflogen. Lag vielleicht auch am Wetter.

Langeweile
So könnte man das Wetter von letzter Woche fast etwas nennen. Angefangen hat es noch recht warm, so dass ich mich sogar entschlossen hatte mit Shorts zur Arbeit zu gehen. Selbst am Morgen als ich wieder raus kam war es noch angenehm um die 70 °F (~21 °C).

Am Donnerstag Abend kam dann wieder eine Kaltfront vom Hohen Norden runter bis an den Golf und hat einiges mieses Wetter gebracht -- aber nicht wirklich in meiner Ecke von Texas. Um Dallas und nördlich davon soll es etwas arg Wind und Hagel gegeben haben.

Seit Freitag haben wir nun immer noch diese Kaltfront als ein Hochdruck Gebiet über unseren Köpfen was uns einerseits strahlend blauen Himmel aber auch wesentlich kühlere Temperaturen beschert dank frischem Wind aus dem Norden. Nachts sinkt das Quecksilber auf unter 50 °F (10 °C) und nachmittags kämpft es mit Mühe sich an die 70 °F und etwas darüber.

Was soll's, warm respektive heiss wird es eh bald und genug hier. Geniessen wir dieses milde Klima also noch etwas.

Donnerstag, 10. April 2008

Rechnen ist Glückssache

Alle Jahre das gleiche Spiel. Ich sage mir ich geh gleich darauf los sobald ich alle Belege zusammen habe und dann wird es doch wieder so ein Endspurt kurz vor dem Ziel. Die Rede ist vom tax return (die Steuererklärung). Bedingt durch meine Herkunft aus der Schweiz kann ich leider nur dafür Vergleiche anstellen. Leser aus Deutschland, Österreich oder anderswo müssen halt die Differenzen selber suchen. Und für Ausgewanderte hier in Amerika sei gesagt, dass das folgende nun kein Steuerratgeber wird! Also nix Haftung hier!

Im Vergleich zur alten Heimat ist diese Prozedur ziemlich ähnlich. Abgabe Termin ist hier Mitte April, der 15. um genau zu sein und erfolgt für die Einkünfte und Ausgaben vom Vorjahr. Alle Blätter und die gesamte Zusammenfassung sind in etwa ähnlich und somit auch der Aufwand. Selbst die Aufteilung zwischen Bund und Staats Steuer ist ähnlich nur, dass man dafür explizit zwei mal separate Blätter ausfüllen muss. Ausser man lebt in einem der Staaten die gar keine Staats-Steuer kennen wie zB Texas. Woo Hoo!

So spontan gibt es für mich nur drei wirklich grosse Unterschiede.
  1. haben wir hier Quellensteuer, es wird ein geschätzter Prozentsatz an Steuern direkt vom Arbeitgeber abgezogen und im Normalfall bekommt man nach einreichen des tax return Geld zurück. Als Schweizer Bürger hat man in der alten Heimat ja das unheimliche Glück, dass einem der Staat (+ Gemeinde) und der Bund vertraut und anschliessend eine "Ganzjahres"-Rechnung in drei Raten schickt.
  2. muss man in Amerika nur die Formale einreichen aber keine Belege. Wahrscheinlich wegen der strickten trennen zwischen Staat und Bund darf man die Belege schön zu Hause behalten und muss die höchstens bei einer Überprüfung vorlegen.
  3. wird auf dem Vermögen keine Steuer erhoben was ich in der alten Heimat eh für eine Doppelbesteuerung halte.
Wer in dem Zusammenhang schon die Abkürzung IRS (Internal Revenue Service) gehört hat darf sich nun merken, dass dies die Steuer für den Bund ist. Fragt man sich sicher speziell aus der Schweiz noch: "Wie sieht das den mit der Gemeindesteuer aus?" Auf Ebene der Gemeinde gibt es im Prinzip eigentlich keine Steuer auf dem Einkommen. Jedoch wird wohl überall lokal die sogenannte property tax (Grundstück Steuer) erhoben. Wer zur Miete lebt wird das wohl indirekt und versteckt in der Miete zahlen aber ansonsten keine Steuern an die Gemeinde direkt abliefern.

Der Fortschritt und Internet hat dabei natürlich auch Einzug gehalten und man kann die Steuererklärung mit Software erfassen und elektronisch einschicken. Ich habe nun vor ein paar Tagen bereits zum zweiten Mal in Amerika meinen tax return ausgefüllt und abgeschickt. Dummerweise musste ich nun aber gestern feststellen, dass mein return rejected (abgelehnt) wurde. Etwas ungeschickt an der Geschichte mit der Software ist, dass man das selber nachschauen muss und es nicht per Email gemeldet wird. Zum Glück habe ich aber nachgeschaut.

Da gab es nun einen Code vom IRS welchen ich dort nachschauen konnte. Angeblich soll das Total in einem Feld nicht stimmen. Suuuuper! Kann der Computer von dem Programm nicht rechnen? Denn ich muss bei der ganzen Angelegenheit nichts addieren. Ich muss nur die Daten eingeben und das Programm rechnet alles zusammen.

Im Visier als Fehlerquelle habe ich zur Zeit
  1. das IRS welches ihre eigenen Bestimmungen nicht richtig einhält
  2. oder irgend ein Popppel beim IRS der diese Bestimmungen nicht versteht oder Rechnen kann
  3. Citizen Tax das Online Programm welches ich verwendete
Und es ist wirklich etwas doof. In den einzelnen Blättern kann man und habe ich Dollar und Cent eintragen. Im Haupt Formular 1040 wo alle Daten zusammen kommen wird in der Software aber wiederum nur der ganze Dollar Betrag angegeben. Schaut man die Bestimmungen der IRS an darf man ganze Dollar auf oder ab runden muss das aber konsequent durchziehen. Die Software macht das nun aber offensichtlich nicht. Ich hatte als Beispiel etwa folgende Zahlen
  • 0.25 + 30.47 + 2238.56 + 2393.68 was so ein Total gibt von 4,662.96
  • Im Formular steht nun ein Total von 4,663.
  • Runde ich wie vom IRS erlaubt die einzelnen Beträge kommt man in diesem Fall ebenfalls auf das Resultat von 4,663. Rein mathematisch alles OK aber irgendwie vom Prinzip her halt doch nicht.
Nun ärgere ich mich vor allem weil mir wirklich die Zeit davon läuft. Ich habe jetzt einfach das ganze noch einmal durch geprüft und abgeschickt und muss nun das zweite Ergebnis abwarten. Was wahrscheinlich wieder rejected wird. Das man generell ganze Dollar eingeben darf habe ich dummerweise erst im Anschluss heraus gefunden. Wenn mir Zeit bleibt kann ich es damit nochmals versuchen nur muss es dann auch funktionieren. Sollte ich auch dann eine negative Antwort bekomme ist es allenfalls zu spät um bis am 15.04. die ganze Sache auf die alte Mode per Post abzuschicken.

Den refund (Auszahlung), also das was ich zu viel bezahlt habe ist nur bescheiden $73 aber das Einreichen des tax return gilt auch für diesen stimulus plan welchen ich schon mal erwähnt habe. Das wären dann $600 was schon etwas schmerzen würde. Also Daumen drücken, dass nun alles gut geht.

Auf den Support von Citizen Tax setze ich schon mal gar keine Hoffnung obwohl ich da natürlich auch reklamiert habe. Sollte alles schief gehen, kann ich dort hoffentlich die Kosten zurückfordern. Ist mit ca. $17 nicht allzuviel aber wenn es nicht funktioniert unnötig und es nervt.

Ich kann nun vor allem nur hoffen, dass mir das eine Lehre war für nächstes Jahr und ich damit früher beginne. Und dass ich mich an das Problem mit dem Runden auf ganze Dollar erinnere.

Mittwoch, 9. April 2008

Kick!

Nur ein kleiner Beitrag heute aber wieder ein köstliches Beispiel aus dem Email Verkehr im office. Ich liebe die Jungs!

Heute morgen erhielten wir folgendes Email von einem unserer Techniker in Kalifornien. Die technischen Details sind unwichtig, wer nicht versteht um was es geht kann es einfach ignorieren und weiter lesen. (Daten und Name sind geändert!)
To Network Team,
Please reset the speed and duplex settings for port on the switch to AUTO for laptop XXX12345 with IP address 172.25.12.205 for John Miller
Was nun unser lieber Techniker in California falsch gemacht hat ist, dass er es uns dem Server Team geschickt hat anstatt, wie er das selber eigentlich richtig gemacht hat in der Anrede, dem Network Team. Den Wunsch können wir ihm nicht erfüllen aber wir können natürlich helfen indem wir das Email ans Network Team weiterleiten.

Was einer meiner Kollegen wie folgt gemacht hat:
Punt!
The MAC for this machine is: 00-AB-DE-12-34-EF
Nathan
Auch hier wieder, die technischen Details sind unwichtig und die Daten geändert. Wichtig hier, und für mich lustig und interessant genug für einen kleinen Blog Eintrag, ist das kleine Wörtchen Punt.

Wer mit normalem einfachem Englisch versucht zu verstehen was damit gemeint ist wird ein kleines Problem haben. Wer schlau ist und ein Englisch-Deutsch Wörterbuch nimmt wie zB LEO online wird nicht fündig. Wie man im Link sieht wird dafür einiges offeriert aber nichts was hier wirklich Sinn macht.

Etwas mehr Glück und schon fast am Ziel ist man wenn man ein englisches oder noch besser amerikanisches dictionary nimmt wie zB online das FreeDictionary. Dann hat man allenfalls Glück, dass weitere Erklärungen zu einem Begriff erfolgen wie aus ... zum Beispiel Sport.

Da steht nun in diesem dictionary
punt - (football) a kick in which the football is dropped from the hands and kicked before it touches the ground
So, nun haben wir es fast -- zumindestens technisch beschrieben. Der punt ist also wenn man den Fussball aus den Händen fallen lässt und kickt bevor er den Boden berührt. Würde man das auf Fussball beziehen wie man das in der alten Heimat kennt, wäre das wohl der Abstoss des Torhüters.

Nur ist hier der Begriff in der Klammer football eben eine Referenz zu American Football und nicht Fussball welches sich hier in Amerika soccer nennt. Was wir auch schon einmal hatten. Was der dictionary zum besseren Verständnis unterschlägt ist, dass ein punt im American Football nicht dasselbe ist wie der Abstoss beim soccer.

Während beim Abstoss im soccer das Ziel ist den Ball eigentlich in den eigenen Reihen oder Team zu halten muss beim punt der Ball zum Gegner gelangen. Puristen werden nun noch einwenden, dass es da Ausnahmen gibt. Ja, die gibt es aber grundsätzlich ist der Ball nach einem punt im Besitz des Gegners.

So, nun kann man das im Email wohl endlich verstehen. Mein Kollege hat folglich mit dem Email tatsächlich einen punt gemacht also das Email ans gegnerische Team übergeben. Wobei wir uns ja nun nicht als Gegner sehen; nur damit da keine falschen Gerüchte aufkommen. Insider werden nämlich wissen, dass zwischen einem Network und Server Team immer etwas Spannung herrscht.

Es sind immer wieder Kleinigkeiten im Leben die das Herz erfreuen, oder? Manchmal muss man sie nur sehen -- und auch verstehen!

So kurz wie eingangs verkündet ist der Eintrag nun gar nicht. Seltsam!?

Montag, 7. April 2008

Schmidtchen Schleicher

Kennt den Schmidtchen Schleicher noch jemand oder bin ich der einzige alte Knochen hier? Und ich glaube es kaum, YouTube hat wirklich fast alles. Ich frage mich wo die Leute das auftreiben. Anyways, ich wollte ja was anderes schreiben aber das hat sich jetzt irgendwie aufgedrängt.

Als für letzten Freitag Morgen wieder etwas Unwetter angekündigt war sah ich in einer Prognose, dass sie Tornado Warnungen ausgegeben hatten für einige counties nordwestlich, ua eines mit dem Namen Schleicher. Das fand ich irgendwie komisch und habe bei Wikipedia nachgeschaut. Die haben glaube ich so ziemlich alle counties der USA aufgelistet mit allem was man im Minimum über ein County zu wissen braucht. Das meiste im folgenden habe ich nun aber aus dem Handbuch auf der Website von Texas History.

Dieses Schleicher County ist einiges Nordwestlich von Austin gelegen. Gegründet wurde es erst April 1887 und der Namen ist zu Ehren eines deutschen Einwanderers namens Gustav Schleicher. Dacht' ich's mir doch.

Gemäss dem Handbuch zählte man 1890 gerade mal 155 Einwohner. Gemäss Wiki sind es heute nicht allzu viel mehr, nämlich gerade mal 2,935 Einwohner in 1,115 Haushalten. Auf die Fläche gibt das angeblich 1 Einwohner pro Quadratkilometer. Das kann man sich im übervölkerten Europa kaum richtig vorstellen. Fast selbstverständlich gab es mehr Rinder und Schafe. Um 1900 zählte man deren 58,500 resp. 17,366. Da später der Rindermarkt sich anders entwickelte in Amerika nahm die Zahl der Rinder ab jedoch wurde Wolle interessant und die Schafzucht nahm zu bis um die 240,000 Stück in den 30er Jahren. In den 80er Jahren waren es dann wieder "nur" noch 74,000 Schafe.

Der Hauptsitz dieses County ist das Städtchen Eldorado welches um 1895 gegründet wurde. Dieses Datum ist aus dem erwähnten Handbuch. In der englischen Wikipedia hat jemand eingefügt, dass es sich bei diesem Städtchen auch um den Ort handelt im Film "El Dorado" mit John Wayne. Dummerweise schreibt sich das nun aber nicht nur anders sondern soll die Handlung auch irgend wann in den Anfängen von 1800 spielen. Passt also alles nicht so ganz zusammen. Und es gibt natürlich noch einige andere Ortschaften in Amerika mit dem Namen Eldorado oder sogar El Dorado. Nur so nebenbei.

In diesem Eldorado in Schleicher County Texas gab es dann auch die erste Schule und später auch noch an anderen Orten. Interessant dann auch die Angaben, dass bis etwa 1950 die Schule für viele Kinder zweitrangig war; nach der Arbeit auf der Farm der Eltern. Das ist auch so ein Element, dass man sich in der alten Heimat ein solches Leben kaum vorstellen kann und sich dessen nicht bewusst ist was das für Konsequenzen hat. Zum Beispiel folgende. Zu jener Zeit konnten nur gerade 12% aller Erwachsenen über 25 Jahre einen Highschool Abschluss nachweisen.

Dann habe ich wiederum in der Wikipedia noch mit etwas Kopfschütteln zur Kenntnis genommen, dass so eine fundamentalistische Kirchengruppe (FLDS) sich niedergelassen hat in dem County und nahe von Eldorado. Das soll so eine Gruppe sein welche sich um 1930 von den Mormonen abgesondert hat weil jene sich mit der Polygamie mittlerweile schwer taten. Lange war diese neue Kirche, oder sollten wir Sekte sagen, mit ihrem Hauptsitz noch in Utah aber nun seit 2002 eben hier in Texas. Deren Oberhaupt Warren Jeffs, daran konnte ich mich gut erinnern weil es kurz nach meiner Einreise war, wurde verhaftet und ist angeklagt wegen einigen nicht so schönen Dingen die ich hier nicht aufzählen möchte. Je mehr ich nun über die Gruppe gelesen habe dachte ich mir, dass gibt hier in Texas sicher noch Ärger demnächst. Man erinnert sich in Texas auch immer wieder mal an Waco und die Davidianer.

Und was hören und lesen wir nun seit Sonntag überall in den Nachrichten? Genau auf jener Ranch und dieser Kirche Sekte haben sie Razzia gemacht wegen Polygamie und Schändung von Kinder und Jugendlichen. Als ich das zum ersten mal gehört habe ist mir gleich der Mund etwas offen gestanden.

Es ist manchmal schon erstaunlich, da liesst oder denkt man etwas und kurze Zeit später passiert genau das. Fehlte jetzt nur noch, dass sich der Schmidtchen mit den "elaschtischen Beinen" noch irgendwie in den nächsten ein zwei Tagen plötzlich irgendwo zu Wort meldet.

Sonntag, 6. April 2008

Woche 14/2008 Ruckblick

Und schon ist es April und die kleine Wochenschau zu Sport und Wetter

Salto Mortale
Das mortale in obigem Salto bezieht sich vom Ursprung her auf tödlich und wenn man den Unfall in NASCAR's Sprint Cup qualifying von Freitag sieht müsste man das eigentlich fast annehmen, dass es für den Fahrer nicht gut ausgegangen ist. Zur Verblüffung der Zuschauer steigt er aber kurze Zeit später aus dem Auto, winkt den Zuschauern und torkelt mit den medicals zum bereitstehenden Krankenwagen.
Hier der Link mit Video bei NASCAR oder natürlich auch YouTube Hier und Hier. Nichts für schwache Nerven übrigens!
Vor ein paar Jahren (2001 in Daytona) gab es einen ziemlich ähnlichen Unfall in der Entstehung, dh dem Crash in die Wand, sah aber ohne die folgenden Überschläge total unspektakulär aus (YouTube). Das Resultat war aber niederschmetternd den der legendäre Dale Earnhardt fand dabei den Tod. Nach dem Unfall hat es einige wesentliche Veränderungen gegeben in der NASCAR Serie welche sich hier für Michael McDowell bereits ausbezahlt haben. Die Person Dale Earnhardt in NASCAR und vor allem halt auch sein Tod kann man sehr gut mit Ayrton Senna in der Formal 1 gleichsetzen.

Immer wärmer
Es wird langsam immer wärmer hier. Es kommt zwar nachwievor eine Kaltfront nach der anderen bis in unsere Nähe aber der Unterschied von 20-30 Grad Fahrenheit macht bei Spitzen Nahe an die 90 °F nicht mehr so viel aus. So ein Minimum um 60 °F sind ja gerade mal etwas über 15 °C. Das nehmen wir an einem einzelnen Tag und dann vielleicht sogar wie am Freitag mit viel Sonne doch gerne in Kauf, oder?

Donnerstag, 3. April 2008

Nix Kaninchen

Schon ein paar mal habe ich angedeutet, und als ganzes ua hier berichtet, was hier in der Gegend so kreucht und fleucht.

Im besagten Link habe ich kurz erwähnt, dass ich wahrscheinlich schon mal einen coyote (Kojoten) gesehen habe. Seit damals habe ich den oder einen anderen noch zwei weitere male gesichtet und bin seither ziemlich sicher, dass es wirklich ein coyote war.

In den vergangenen Tagen habe ich selber zwar keinen gesehen aber in der lokalen Zeitung, dem Austin-American Statesman, gleich drei Artikel zum Thema.
  • Am 24.03. wegen einer Attacke auf einen Hund
  • Am 27.03. hat Mike Leggett welcher immer wieder etwas interessantes zu Outdoors und Wildlife berichtet in Central Texas mit einem Artikel auf den Vorfall reagiert
  • und am 30.03. hat Mike gleich nochmals nachgedoppelt weil er so viele E-Mails auf seinen Bericht vom 27.03. erhalten hat
Wollen wir uns heute also dazu mal etwas schlau machen. Zur Attacke kommen wir nur am Rand und schauen uns primär die Information von Mike an verbunden mit ein paar Dingen welche ich sonst aus dem Internet zusammen gekratzt habe.

Im zweiten Artikel gibt es folgende Kurzfassung
The coyote is a slender, doglike carnivore that ranges over the entire state of Texas. It is a very sly animal, generally solitary and opportunistic. It has survived well despite persecution from man.
Auf gut Deutsch in etwa übersetzt
Der Kojote ist ein schlanker, hundeähnlicher Fleischfresser welcher in ganz Texas anzutreffen ist. Er ist ein sehr schlaues Tier, normalerweise Einzelgänger und opportunistisch. Er hat sehr gut überlebt trotz Verfolgung durch den Menschen.
Den Begriff carnivore könnte man auch als Raubtier übersetzen was gemäss Wikipedia nahe liegt allerdings wird im Englischen für das Raubtier üblicherweise das Wort predator gebraucht. Wobei der predator auch wieder je nach Kontext nur Jäger sein kann und pikanterweise auch für (primär wohl) Männer welche Kindern oder Jugendlichen nachstellen verwendet wird. Ich sage es ja immer, übersetzen ist die Hölle.

Mike versucht den Lesern nun im ersten Artikel klar zu machen, dass wir mit den coyotes einfach leben müssen. Wir leben zB in Austin quasi mitten im Wald oder besser gesagt sogar Wildnis. Es gibt selbst in zentrumsnähe grosse Gebiete welche fast unberührte Natur sind. Darin hat es Rehe, Hasen und vieles mehr.

Gestern Nacht bin ich während der Arbeit kurz hinaus und habe mir und meinem Hund Lucky etwas Bewegung verschafft. Plötzlich war Lucky total aufgeregt und da sah ich in der Ferne gerade noch etwas im Gehölz verschwinden. Vermutlich ein Armadillo oder Opossum. Das Areal ist umschlossen von einigen Hektaren unberührter Wildnis. Wenn wir lange genug warten erleben wir solche Begegnungen auf dem Parkplatz fast jede Nacht.

Die Nacht zuvor sind mir bei der Heimfahrt am Morgen kurz vor meiner Wohnung eine Gruppe von etwa 6 whitetails, eine Art kleiner Hirsch mit weissem Hintern, vor das Auto und quer durch die Zufahrt marschiert. Und gerade heute beim Spaziergang hinter dem Haus hat sich plötzlich ein Hase oder Kaninchen von 0 auf 100 aus dem Staub gemacht. Lucky hat aus seiner niedrigen Position nicht wirklich mitbekommen was passiert ist. Und eben vor einiger Zeit hatte ich fast an gleicher Stelle die coyotes gesichtet. Nun aber zurück zu Mike und dem Artikel.

Versuchte man coyotes zu jagen haben sich diejenigen welche man nicht sofort erwischt hat instinktiv aus der betreffenden Region zurückgezogen. Herrscht wieder Ruhe kehren sie zurück. Es kann noch schlimmer werden denn wenn die Population im Revier nachlässt wird einfach mehr Nachwuchs gezeugt. Das bezieht sich dann wohl auf den Begriff opportunistic in der kurzen Einleitung.

Der coyote ist auch dem "normalen" Hund bei weitem überlegen. Die Frau deren Hund angegriffen wurde war überrascht das der coyote wohl einen 5-foot fence, also einen etwa 1,5 Meter hohen Zaun, überwunden hat. Mike hat das nicht erstaunt. Vor 15 Jahren hat er ein Interview geführt mit einem Biologen welcher einen coyote aufgezogen hat. Der coyote soll eines Tages auf die Garage und von dort durch die offene Tür in den Dachstuhl gesprungen sein und Mäuse gejagt haben. Er gab zwar keine Angaben über die Höhe welche das Tier überwinden musste aber man kann sich in etwa vorstellen, dass dies kein normaler Spaziergang ist.

Wenn es zur Konfrontation kommt zwischen Hund und coyote hat selbst ein grösser Hund keine Chance. Und coyotes kommen immer mehr in die Nähe von Hunden und wie Mike im zweiten Artikel ergänzt liegt die Schuld beim Mensch selbst. Der coyote hat auch Abfall als Nahrungsquelle entdeckt und macht Jagd auf die Überresten unserer Gesellschaft. Man darf auch das wohl opportunistic nennen.

Bei der weiteren Suche nach Information habe ich noch einige andere Sachen gefunden. Interessant fand ich, dass es coyotes nur in Nord- und Mittelamerika gibt. Wie das Verhältnis zum Wolf steht und damit eigentlich auch zum Hund wurde leider nirgends aufgezeigt. Geht man dem Stammbaum nach respektive der Ordnung und Gattung ist der Hund mit dem coyote identisch wie auch dem Wolf. Sie alle sind unter der Gattung Canis aufgelistet und da komme ich auch noch gleich auf eine Besonderheit in der englischen Sprache hin. Und es ist etwas verwirrend. Fangen wir noch einfach an.

Es gab 1989 einen Film mit James Belushi mit dem deutschen Titel "Mein Partner mit der kalten Schnauze" und der hiess im englischen Originaltitel schlicht und einfach: K-9. Wer den Film gesehen hat wird wissen, dass dies nun nicht für K-neunchen oder Ka-ninchen stehen kann. Die Bezeichnung K-9 kann man auch immer wieder einmal auf einem Polizeiauto in Amerika finden. Ich bin sogar der Meinung, dass ich das irgendwann einmal sogar noch in der alten Heimat gesehen habe. Dieses K-9 wird mancher nun kennen oder interpretieren als Bezeichnung für einen Polizeihund; aber was steckt dahinter. Die Hunde, also Mehrzahl, oder die Rasse allgemein so als ganzes hört man hier auf Englisch sehr oft bezeichnet als canine. Das Wort canine klingt nun nicht nur, nein man kann es auch als K für ca und 9 für nine, schreiben. Et voila! Das war noch einfach, oder?

Wenn ich nun aber die Rasse oder Gattung canine nachschlage sind im biologischen Sinne damit nicht ausschliesslich die Haustiere gemeint sondern so ziemlich alles in dieser Richtung von Schakal und Fuchs bis zum Wolf und eben den Kojoten. Etwas aus den Socken gefallen bin ich dann als ich zum deutschen Gegenstück von canine gesucht habe. Das deutsche Wort ist tatsächlich Hund und da wird offensichtlich biologisch auch alles darin aufgenommen. Der Hund den wir im Deutschen so brauchen ist richtigerweise "nur" der Haushund. Irgendwie erstaunlich das man sowohl Deutsch wie Englisch es mit den Begriffen nicht so genau nimmt.

Und wenn wir schon etwas beim vermischen der Rassen oder Gattungen sind noch folgendes das ich gefunden habe. Der Wolf macht auf die coyotes gelegentlich jagt und das vor allem im Streit ums Territorium wo der Wolf natürlich Vorrang geniesst. Durch die Jagd auf den Wolf und quasi Ausrottung durch den Menschen konnte sich der coyote wiederum entfalten. Auch interessant, coyotes sollen sich gelegentlich auch mit Hunden und eher selten mit Wölfen gepaart haben.

Ach ja, und Katzen sollen auch keine Chance haben. Also euren Garfield hier vielleicht nicht unbedingt frei rumtigern lassen. Genau so wie kleine Hunde. Der Hund der übrigens angegriffen wurde, Mr. Jingles, war ein Chihuahua und wird von der Besitzerin seither vermisst. Ich weiss ja warum ich meinen Lucky immer an der Leine halte.

Dienstag, 1. April 2008

Zurück in der Hölle

Wenn eine Serie im Fernsehen nach einem Jahr wieder zurück auf dem Bildschirm ist hat das immer zwei Seiten. Man wird sich bewusst, dass schon wieder ein Jahr vorbei ist und das es doch noch gar nicht so lange her war seit dem Finale im letzten Jahr. Andererseits freut man sich natürlich auch wieder was alles passiert.

Seit heute sind wir bei FOX wieder zurück in der Küche der Hölle. Etwas über das Ende der letztjährigen Season hatte ich schon berichtet. Nun ist es wieder so weit und es wagen sich 15 total überhebliche Möchtegern-Köche in die Küche von Chef Gordon Ramsay. Ein jeder hofft am Ende als Sieger einen lukrativen Vertrag als Chef-Koch in einem Restaurant zu bekommen.

Was die für eine grosse Schnauze riskiert haben vor dem Start ist fast unglaublich. Total unfassbar und deshalb so richtig toll zum zuschauen ist wie sie bei ihrem ersten Auftritt in der Küche von A-Z alle gescheitert sind. Ich bin nach der ersten Folge schon wieder Fan und habe mir meine zwei bis vier Favoriten schon mal ausgesucht. Mal schauen wie gut ich liege mit meiner Vorhersage.

Hier meine Prognosen, damit ich das am Schluss vergleichen kann
  1. Louross ist der einzige welcher nach dieser ersten Folge auch nur annähernd gezeigt hat, dass er eine Chance hat. Dabei sieht er mit seinem mohawk auch nicht gerade Chef-mässig aus.
  2. Bei der zweiten Person schwanke ich schon aber Vanessa könnte sich vielleicht bis zur Ziellinie durchringen.
  3. An dieser dritten Stelle bin ich schon ratlos, da könnte ich mir noch Corey oder Ben vorstellen. Corey erinnert mich dabei etwas ans letzte Jahr an die Heulsusse welche notabene Zweite wurde.
Der bei Louross erwähnte mohawk ist übrigens ein Haarschnitt welchen man im Deutschen interessanterweise als Irokesenschnitt bezeichnet. Beide Wörter beziehen sich auf Völker der Indianer wobei die Mohawk als Nation im Völkerbund der Irokesen bezeichnet werden.

Im Prinzip müssten meiner Meinung nach ausser dem Louross gleich alle einpacken und wieder verschwinden. Louross bekäme wenigstens eine Chance mit 14 neuen Kandidaten. Aber so soll es nicht gehen. Nachdem der erste Kandidat am Schluss nun bereits die Heimreise angetreten hat will Chef Ramsay tatsächlich mit allen weitermachen. Das kann heiter werden.

Bin schon ganz gespannt wenn es nächste Woche trifft und wie sich alle wieder blamieren. Und, ich begreife immer noch nicht wie die zu Beginn alle so eine grosse Lippe riskieren konnten. Geschweige sich überhaupt gewagt haben anzumelden. Die sollten doch mindestens eine der drei letzten Serien gesehen haben, oder? Egal, so bleibt uns das Zuschauen und die Schadenfreude.

Show Me The Money!