Downtown Austin

Downtown Austin

Samstag, 26. April 2008

As time goes by ...

Nun ist es also soweit: Zwei Jahre sind rum! Am morgen in der Schweiz als solcher Bürger aufgestanden und am Abend in Amerika als solcher resident ins Bett gegangen. Es ist immer wieder erstaunlich wie lange die Zeit bis zu etwas dauert und dann -- zack-bumm -- ist das Ereignis vorbei und man kann auch schon Jubiläum feiern.

Auch wenn die Erinnerungen an die alte Heimat natürlich noch vorhanden und frisch sind, irgendwie stammen sie doch aus einer anderen Epoche Zeit welche weiter weg scheint als die zwei Jährchen. Das neue Leben hier hat mich so eingeholt, dass es mir manchmal schwer fällt den Unterschied respektive die Distanz zu sehen. Manchmal scheint es mir wie wenn ich einfach ins Auto sitzen könnte und in 10 Minuten bin ich im Dorf und beim Kaffee mit meinen Freunden. Handkehrum wenn ich dann weiter an das alte Leben zurück denke kann ich mir nicht vorstellen wieder dauerhaft dort zu leben. Vielleicht kurzfristig und natürlich für Ferien, aber sonst?

Wenn ich manchmal die Erlebnisse von anderen Auswanderern lese oder solche sogar auch sehe im Internet -- und teilweise mit ihren Sorgen und Problemen im amerikanischen Alltag -- so kann ich von mir behaupten, dass ich den Übergang nahtlos, problemlos und sorgenfrei vollzogen haben. Vielleicht auch weil ich den Schritt in dieses neue Leben sorgfältig geplant habe und es keine spontane Angelegenheit war. Keine nennenswerte Stolpersteine, nervige Prozeduren oder Angelegenheiten sondern primär einfache Freude und Spass an der neuen Umgebung und keine Probleme mit den doch zum Teil etwas anderen Lebensgewohnheiten. And don't get me even started on the weather! (Und vom Wetter wollen wir gar nicht erst anfangen!)

Dadurch hat sogar etwas der Blog gelitten. Ich dachte ich könnte als Serie immer wieder einmal schildern was mich hier doch etwas nerven tut oder solches das ich zurück in der alten Heimat vermissen würde. Wirklich nerven tut mich hier kaum was und die Frage was ich in der alten Heimat vermissen würde stellt sich mir kaum. Die Liste für letzteres wäre zwar lang aber ich mache mir dazu kaum Gedanken und manches würde mir erst vor Ort wieder so richtig bewusst werden und auffallen. Einfache Dinge halt wie Verkehr zum Beispiel, Fernsehen, Radio oder die Öffnungszeiten. Wobei ich viele dieser Sachen doch hier im Blog erwähne aber halt mehr ereignisbezogen sind und der Bonusfaktor für mich nur im Text impliziert ist.

Sogar mit Lucky geht es prächtig. Dachte ja der alte Knochen wird mir kurze Zeit später schlapp machen. Ich bin immer wieder erstaunt, weil vor mittlerweile mehr als vier Jahren am 3.04.04 mir der Tierartz im Notfall eigentlich die Einschläferung empfohlen hatte. Ein Tumor auf seiner spleen (Milz) war aufgebrochen und er war innerlich bleeding to death (am verbluten). Ich habe mich dann doch zur Operation für ihn entschieden und sie haben den Tumor zusammen mit der spleen entfernen müssen. Zwei lange Tage war ich im Ungewissen ob er den Eingriff überstehen würde weil er schon so viel Blut verloren hatte. Aber Bastarde sind zähe Hunde und einige Tage später kam sogar noch der gute Bescheid, dass der Tumor gutartig ist also eigentlich keine Tochtergeschwüre zu erwarten sind. Tja, und somit letzte Wochen habe ich ihm zum 13. Geburtstag gratuliert. So genau wissen wir das Datum ja nicht aber es soll angeblich der 16.04. gewesen sein. Ist ja auch nicht sooo wichtig. Hautsache es lebt sich auch gut ohne spleen.

Das Bild mit Lucky ist vom Tag der Einreise. Wir sind von Dallas aus nach Hillsboro in Richtung Austin gefahren für die erste Übernachtung. Bei einem Kontrollblick nach hinten habe ich ihn friedlich dösen sehen und mir gleich ein Bild davon gesichert. Die Reise muss für ihn schrecklich und anstrengend gewesen sein. So einsam und verlassen in der Box im Frachtraum für Stunden. Er tut mir heute noch Leid deswegen.

Das Bild oben beim Anfang ist übrigens der Anflug auf Dallas. In der Mitte oben sieht man die downtown von Dallas mit den Hochhäusern. Wenn ich das mit dem Satelliten Bild vergleiche ist das ein Blick gerade aus Richtung Osten. Der highway rechts unter dem Flügel erkennt man gut als Interstate I-30. Man beachte das schöne Wetter!

Bin ja mal gespannt wie länge es geht bis zum nächsten Jubiläum. Ich denke mal so zirka 365 Tage. Oh, by the way! Den Blog hier habe ich vor einem Jahr gestartet. Wenn die Zeit vergeht ...

Kommentare:

Steffi hat gesagt…

happy anniversary! in 4 tagen hab ich auch mein ein-jaehriges.. unglaublich wie die zeit vergeht. wie bist du eigentlich in die USA gekommen? heirat, lotterie oder ueber arbeitgeber?

Adrian hat gesagt…

Ja danke, und dann auch gleich Glueckwunsch! Der Hinweis *hint,hint* , dass ich mit der Lottery hierher kam ist im Profil versteckt. Und eine komplettere Story in meinem Travelblog welcher aber nicht mehr so aktiv ist mangels travel.

Ich hatte mal angefangen, jenen Blog "einzudeutschen" und hier ebenfalls zu publizieren aber das Projekt letztendlich nie fertig gemacht.

Steffi hat gesagt…

na dann guck ich mir den travel blog gleich mal an :)

Leandro hat gesagt…

Ciao Adi!

Die Zeit vergeht ja so schnell!
Ich bin nun auch schon über drei Jahre in Österreich...

Adrian hat gesagt…

Ciao Leandro, du alter Auswanderer ;-)
Schoen von dir zu hoeren. Hoffe es geht dir und deiner Familie gut in Austria.

Show Me The Money!