Downtown Austin

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Sonntag, 27. April 2008

Talladega Baby!

Heute Sonntag war es wieder einmal so weit. Die NASCAR Boliden waren in Alabama auf dem Talladega Superspeedway. Und das Rennen auf der Rennstrecke ist einfach der to-ta-le Wahnsinn auf 43 x 4 Rädern.

Der Talladega Superspeedway hat einige Besonderheiten
  • Auf diesem Rundkurse ist es möglich, dass die Fahrer während der ganzen Runde im Prinzip zu 100% auf dem Gaspedal bleiben.
  • Ein Fahrer alleine hat aus aerodynamischen Gründen keine Chance dem Feld davon zu fahren.
  • Die Fahrer brettern daher mir ihren Autos dicht-an-dicht hintereinander und mit konstant mehr als 190 Miles per hour durchs Rund.
  • 190 Miles per hour das sind mehr als 305 km/h!!!
  • Die Fahrbahn ist breit genug, dass solche Kolonnen zu dritt nebeneinander fahren. Da reden die Kommentatoren dann von three wide.
  • Das kann auch mal four wide (zu viert) sein.
  • Im Extremfall aber meist nur für sehr kurze Zeit und an bestimmten Stellen auch five wide (zu fünf). Da überschlägt sich dann meistens auch gleichzeitig die Stimme der Kommentatoren.
Was dabei nicht so ganz verwunderlich ist, dass es auch mal zu spektakulären Unfällen kommt. Da reden sie dann gerne vom big one - dem Grossen. Solche Unfälle enden in der Regel aber ohne ernsthafte Verletzungen für die Fahrer. Selbst die Auto werden in einigen Fällen wieder zurecht gehämmert und auf die Strecke geschickt. Einen solchen big one gab es 15 Runden vor Schluss und dann auch nochmals einen in der letzten Runde. Und auch am Tag zuvor in der Nationwide Serie gab es einen spektakulären big one.

In diesem Video bei nascar.com haben wir gleich etwa alles was ich gerade beschrieben habe. Sehr schön ganz zu Beginn der Kommentar von Ex-Rennfahrer Darrel Waltrip -- (oft auch einfach D.W. genannt):
"Look at this. ... I-I just want you to realize something. Guys, they are doing a 190 miles an hour! ... The top 31 cars just a second from each other."
Dann ein Video bei nascar.com von den letzten Runde und da sieht man dann auch den Ex-Formel 1 Fahrer Juan Pablo Montoya in seinem ausnahmsweise leuchtend gelben Wagen mit der Nummer 42 auf Platz 2 vorfahren. Normalerweise ist sein Wagen schwarz-rot in den Farben des Sponsors Texaco. Ab und zu wechseln sich da die Sponsoren ab bei einigen Wagen stellt man immer wieder fest.

Da der big one in deren Rücken geschah und nach dem die weisse Flagge geschwenkt wurde, also in der letzten Runde, wurde das Rennen damit annulliert und so gewertet wie bei der letzten Zieldurchfahrt. Juan Pablo hätte ansonsten grosse Chancen gehabt aus dem Windschatten heraus in der letzten Kurve an Kyle Busch vorbeizuziehen und dieses Rennen zu gewinnen. Er ist wirklich unheimlich super gefahren dieses mal. Normalerweise ist es immer irgendwie in der Mitte des ganzen Feldes anzutreffen.

Schon einiges vor dieser letzten Runden habe ich es nicht mehr auf dem Sofa ausgehalten und habe mich direkt vor die Glotze gesetzt. Im Vergleich dazu ist Formel 1 wirklich wie watching paint dry (der Farbe beim trocknen zusehen). Das Thema hatte ich notabene schon einmal.

Auf dem Talladega Superspeedway fährt die NASCAR übrigens zweimal pro Jahr. Der nächste Termin respektive Wochenende ist das vom Sonntag 5. Oktober 2008. Wer den Wahnsinn also noch nie gesehen hat und das irgendwo Live verfolgen kann soll sich den Termin unbedingt reservieren. Wer es nicht abwarten kann hier eine Zusammenfassung von heute und noch etwas Sights and Sounds.

Süchtige wie ich sind eh jedes Wochenende Live dabei. Und irgendwann gehe ich da wirklich Live hin. Versprochen!

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