Downtown Austin

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Samstag, 26. Juli 2008

Hello Dolly

Nein, nicht das Schaf Dolly und auch nicht die Sängerin Dolly Pardon, der Hurrikan Dolly war in Texas zu Besuch in dieser Woche.

Mitte letzte Woche kam der erste grosse Sturm seit langem wieder einmal auf eine amerikanische Küste zu. Und dann eben auch noch gleich Texas. Von Austin aus mit erlebt ist das aber etwa so weit weg wie in der alten Heimat von zu Hause aus die französische Riviera. Obwohl die letzten Ausläufer ganz am Rande dann doch noch etwas Regen zu uns gebracht haben.

Am Mittwoch Nachmittag gab es so langsam einige grössere Wolken am Himmel zu sehen welche aber noch kaum Niederschlag brachten. Das gab höchstens ein schönes Bild für meine Kamera ... für euch ... von meinem Balkon. Wie von der Wettervorhersage verkündet gab es dafür am nächsten Tag am Donnerstag etwas dringend ersehntes Wasser vom Himmel.

Man spricht hier im Moment doch eher von einer Trockenheit. Mit anderen Worten es hat schon lange nicht mehr so richtig ausgiebig geregnet. Was dann am Donnerstag runter kam vom Himmel war ein netter Sommer Regen aber letztendlich wohl doch auch nur ein sprichwörtlicher Tropfen auf den heissen Stein.

Das eindrücklichste war ein Blitz und Donnerschlag wie ich das noch selten so nah erlebt hatte. Eigentlich in dem Moment als ich durchs Fenster die Erhellung durch den Blitz wahrnahm hat es auch schon gerumpelt und gekracht. Bei mir gleich um die Ecke auf dem Hügel hat es mittlerweile um die drei grosse Antennen Anlagen. Es würde mich nicht wundern wenn es da bei einer davon eingeschlagen hat. Allfällige Bewohner in den Wohnanlagen dort oben müssten noch mehr erschrocken sein.

Am Freitag war dann für uns auch schon wieder alles vorbei und wir haben wieder -- fast wie immer -- lauter blauer Himmel.

Und was habe ich dann wohl am Samstag (wieder) gemacht? Genau, da ging ich mit Lucky (wieder) an den See. Da durfte er freudig rumplantschen und versuchen Wasser zu fangen.

Mit den Pfoten klatscht er aufs Wasser und mit dem Maul versucht er dann irgendwie diese aufspritzenden Phontänen zu schnappen.

Es ist mir bis heute ein Rätsel ob er das absichtlich macht und liebt oder ob es ihn nervt und an den Rand der Verzweiflung bringt. Es ist wirklich schwer zu verstehen weshalb er das jedesmal mit unheimlicher Energie den ganzen Tag lang machen kann. Manchmal gäbe ich eine Million für seine Gedanken. Wenn ich sie den hätte -- die Million. Und er überhaupt Gedanken.

Selbst hier gäbe ich einiges für seine Gedanken -- und eben, sofern da welche wären. Wer weiss das schon.

Auch dieses Mal habe ich ihm mit dem Badetuch etwas Schutz vor der Sonne geboten. Und mir natürlich einen Spass dabei gemacht für dieses Foto. Letzte Woche war es noch zufällig, dieses mal reine Absicht. Aber er nahm es unheimlich gelassen. Wir kennen uns ja mittlerweile.

Dieses mal erinnert er mich irgendwie an Obi Wan Kenobi aus Star Wars. Ich nenne Lucky hiermit ehrfürchtig Obi Wan Medogi (Medogi = My doggy).

May the force be with you!

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