Downtown Austin

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Mittwoch, 27. August 2008

Es gibt was zu sehen

Eigentlich wollte ich noch ein paar Tage warten bis alles wirklich so fertig steht wie es sollte aber was solls. Ich kann nicht mehr länger zuwarten.

Ich habe einen zweiten, neuen Blog eröffnet. Das neue Spielzeug hat mich dazu verleitet. Ich habe mich gefragt was mache ich mit all den Bildern und vor allem was mache ich mit der alten kleinen Nikon Coolpix S1 point-and-shoot Kamera.

Letztere macht eigentlich als 5 Megapixel Kamera ganz ordentliche Bilder ist handlich und kann man locker überall mit hinnehmen. Es soll angeblich und mittlerweile sogar cell phones (Handys) geben welche auch Fotos machen können und sogar Telefondienste in selbigem welche es einem erlauben diese Bilder anschliessen auch gleich online zu stellen. Aber so etwas ist zu simple für mich ... das Konzept so in etwa will ich aber doch übernehmen.

Damit meine alte Kamera also nicht einrostet habe ich beschlossen mit der täglich Bilder zu schiessen. Mindestens ein Bild, wenn es den mehrere werden, wird auf diesen anderen Blog gelinkt und kurz kommentiert. Ab und an kann es aber natürlich auch von der anderen Kamera sein. So genau werde ich das dann nicht nehmen. Jener Blog wird allerdings im Gegensatz zu diesem Blog in Englisch geschrieben sein.

Eine weitere Besonderheit welche ich in jenem Blog nun begonnen habe ist folgende. Der Beginn ist nicht heute sondern im Frühjahr 2006. Da hatte ich ein paar wenige Bilder einer anderen Kamera und ab Mai in jenem Jahre dann diese Coolpix. Insgesamt deckt das aber den Zeitraum seit meiner Auswanderung nach Amerika ab.

Ich habe nun von den Tagen an welchen ich etwas geknipst habe ein Bild aus dem Archiv heraus gesucht, mit der Photosoftware noch etwas überarbeitet und nun im Internet abgelegt.

Die folgenden Tag werde ich nun täglich ca. zwei Tage resp. Bilder kommentieren und aktivieren. In etwa drei Monaten sollte ich dann up-to-date sein. Ab dann gibt es dann nur noch ein Bild pro Tag. Das dann aber hoffentlich immer weiter und bis in alle Ewigkeit. Mal schauen!

Zum neuen Blog geht es hier lang und ist neu nun auch in meiner Blogroll als Ri-cola zu finden.

Dienstag, 26. August 2008

Preissturz

Die Benzin Preise sind in den vergangenen paar Wochen unglaublich in die Tiefe gerutscht. Wäre das sonst was an der Börse würde wohl immense Panik ausbrechen.

Man ist fast verleitet zu sagen es ist wieder richtig billig. Dabei ist es immer noch gut ein Dollar/Gallone entfernt vom tiefsten Wert welchen ich in den vergangenen gut zwei Jahren hier getankt habe. Aber so nette 50 Cents/Gallone sind doch ein ordentlicher Sturz in gut zwei Wochen.

Während einigen Tagen um das letzte Wochenende kam ich kaum nach mit den Preisen ablesen. Da haben sich die Tankstellen wohl einen Preiskampf geleistet untereinander und zeitweise wohl täglich zweimal die Preis angepasst.

An einer Tanke habe ich nach dem 12 Cent Preissturz gegenüber dem Vortag voll getankt und musste am nächsten Tag dann wiederum feststellen, dass ich gleich nochmals 6 Cent an gleicher Stelle hatte einsparen können. Mittlerweile sind es alleine dort auch schon wieder 8 Cent weniger.

Bei einem 20 Gallonen Tank sind das mittlerweile nette 10 Dollar welche man weniger bezahlt pro Füllung. Da kann man sich gleich wieder einen Grande Caramel Frappucino plus ein Cookie bei Starbucks leisten. Das tut doch der Seele und der Wirtschaft gut, oder?

Montag, 25. August 2008

Wer blogt was

Ich habe soeben wieder einen witzigen Blog von jemand entdeckt. Was mich auch daran erinnert hat, dass ich meine Blogroll wieder einmal aufräumen sollte.

Einige dieser Blogger sind eingeschlafen und liefern nichts oder selten mehr intelligentes neues und bei einigen anderen Blogs lese ich gerne mit habe aber noch keinen Link gesetzt. Vor allem habe ich auch einige Blogs gefunden über das Leben in die andere Richtung, also Amerikaner in der Schweiz oder auch Deutschland. Plus zu Themen welche überhaupt nicht mit Auswandern zu tun haben. Schaut daher auch mal rein bei meinen lieben Blogger Freunden in der neuen Blogroll (Blog-Liste) neben an. Ich habe sie auch zweimal gesetzt und unterteilt für Blogs in Deutsch und solche in Englisch. Einer oder zwei Mischen zwar manchmal die Sprache--aber das ist nicht mein Problem.

In einem dieser "neuen" Blogs habe ich beim Nachlesen in seiner Vergangenheit einen Eintrag zur Euro 08 gefunden und dabei kam ich etwas ins grübeln.

War da nicht Euro? Genau da war doch kürzlich die Euro in der Schweiz und Österreich. Die Schweiz kann ich mich erinnern kam nicht sehr weit und da war doch so viel Regen. Die Boston Red Sox gewannen die World Series. Die New York Giants gewannen überraschend die Super Bowl; das zum Leidwesen der New England Patriots. Dann waren doch auch noch in der gleichen Ecke dort oben die Boston Celtics im NBA Final. Aber wer gewann nochmals die Euro??? Deutschland??? Oder war da nicht Spanien??? Ich müsste ehrlich erst googlen. Keine Ahnung mehr.

Entweder werde ich langsam alt oder amerikanisch.

Freitag, 22. August 2008

Alles Sch#@$$e

Da haben wir doch immer so schönes Wetter hier in Central Texas und nun da ich mir mein neues Spielzeug besorgt habe ist der Himmel meistens wolkenverhangen und regnen tut es auch fast täglich mindestens einmal. Einige sagen ja es ist much needed. But I don't care. But nowbody listens.

Ich habe aber doch wenigstens ein paar Aufnahmen machen können und so die Kamera etwas ausprobieren können. Spiegelreflex in Digital, ich kann es nur so sagen, ist echt geil! Meine Coolpix S1 point-and-shoot camera mit der ich bis dato eigentlich sehr zufrieden war kann ich wohl gleich in den Eimer schmeissen. Ich kann sie zwar locker an den Gürtel schnallen und habe sie somit immer mit dabei, aber ... es ist vom Ergebnis her einfach nicht mehr befriedigend.

Zweitens, und das ist das andere Ding nun mit meinem neuen Spielzeug, braucht es natürlich neue Software. Was früher die Dunkelkammer war (welche ich sehnlichst immer wollte aber mir nie geleistet habe) ist heute gute Software. Das Kamera Paket bringt meistens zwar einiges mit aber wenn man das Beste aus seinen Bildern heraus holen will braucht es anderes Werkzeug.

Das offensichtlich beste Spielzeug Werkzeug in Sachen Fotobearbeitungssoftware ist wohl Photoshop von Adobe. Ich habe mir mal die Trial Version heruntergeladen und nun 30 Tage Zeit damit rum zu wurschteln. Ich bin im Moment gerade etwas überfordert überwältigt von all den Möglichkeiten welche dieses Paket bietet. Aber mit dem was ich bis dato gemacht habe bin ich schon sehr zufrieden. Ich werde an Adobe wohl nach 30 Tagen die gut $600 fork over (rüberschieben) müssen. Auch wenn ich in dem Paket unzählige Möglichkeiten habe welche ich nie im Leben verstehen brauchen werden -- die andere Software befriedigt einfach auch nicht mehr.

Dann muss man solche Software auch noch neu lernen und hat so den einen oder anderen Stolperstein im Wege. Heute morgen hatten wir endlich wieder einmal einen Sonnenaufgang und ich die neue Kamera dabei. Leider hatte ich bei den ersten zwei oder drei Bildern den Fokus nicht richtig gesetzt. Aber mit Digital ja kein Problem ... das kann man löschen ... kein Filmmaterial verschwendet. Zuhause nun in der Vorschau und Grossansicht auf dem Bildschirm hatte ich beschlossen, dass diese ersten zwei Bilder nun wirklich nichts für die Ewigkeit sind. Ergo, Bilder markieren und löschen bevor ich die überhaupt auf den Computer transferiere. Sie sind nun auch gelöscht, für alle Ewigkeit. Leider aber auch die restlichen 20-30 Bilder welche -- wahrscheinlich -- sentationell waren. Wir wissen das nun natürlich nicht mehr. Die Software hat unter markieren wohl etwas anderes verstanden als ich. Scheiss Software!

Man fühlt sich so leer, hohl, verlassen und einsam in solchen Moment. Der Kopf wird schwer und man lässt ihn leise und sanft auf die Tischplatte sinken. Man sitzt dann so da, eine Minute lang. Ruhig. Leise. Man versucht was soeben war sogleich zu vergessen. Einfach nicht mehr daran denken. Ganz ruhig atmen. Der nächste Sonnenaufgang kommt bestimmt. Und er wird genau so schön und fotogen sein.

Erst hat es dafür am Nachmittag gleich nochmals kurz geregnet. Da macht man dann halt das beste daraus und schiesst wenigstens ein paar Bilder vom Regen. Respektive was davon die Dachrinne herunter kommt.

Und mit Sonnenuntergang, so wie es ausschaut, ist heute auch nix. Sch#@$e!

Nachtrag: Ah, whatta ya know? Einen Sonnenuntergang gab es tatsächlich nicht ... wie erwartet. Aber einige Minuten später hat die Sonne hinter dem Horizont wohl ein Loch gefunden und seine Strahlen da hindurch geschossen und die Wolken am Himmel über Texas erleuchtet. Und ich hatte zum Glück meine Kamera mitgenommen zum Gassi gehen mit Lucky. Man weiss ja nie. Also doch noch ein versöhnlicher Abschluss für den heutigen Tag.

Samstag, 16. August 2008

Spielzeug

Ich habe ein neues Spielzeug. Nein, nicht der Hund -- den hab ich ja schon lange. Eine neue Kamera. Musste doch gleich einmal ausprobiert werden und da kommt mir Lucky als Modell natürlich sehr gelegen. Vor allem wenn er dann auch noch so schön ruhig und treuherzig in die Kamera blickt.
Ich schmelze gleich dahin bei dem Anblick.

Dienstag, 12. August 2008

How ya doin'

Ich habe sonst schon genug TV Serien und Filme die ich im Fernsehen anschauen muss und die Fall Season steht auch schon vor der Tür. Ganz zu schweigen von all den DVDs mit aktuellen Serien welche ich gekauft habe und endlich Aufarbeiten muss. Und davon dann auch noch die neuesten seasons (Staffeln) zu kaufen sobald sie erhältlich sind.

Dann noch eine ganzen Horde von alten Serien speziell der 90er Jahre. Diese würde ich eigentlich auch noch gerne wieder einmal sehen. Von denen werde ich mir aber nun wirklich nicht auch noch die DVDs anschaffen. Sorry, Al Bundy. You're my hero but I have to draw a line.

Genau da kommt mir doch im office hier von einem lieben Mitarbeiter die avi-files auf einem File Server in die Quere mit den ersten paar seasons von The Sopranos (mehr zu den Sopranos bei serienjunkies.de).

Diese TV Serie war ein grosser Erfolg und auch ein riesiges Thema in den Medien als ich 2006 ankam in Amerika. Die Serie wurde bei HBO produziert und ausgestrahlt; ein Bezahlsender welchen ich damals nicht empfangen konnten und auch heute noch nicht abonniert habe -- und wenn auch. Die Serie wurde seit 1999 produziert und im letzten Jahr 2007 beendet.

Natürlich konnte ich nicht widerstehen weil ich über die Serie so viel gehört habe und habe mal rein geschnuppert. Nachdem ich nun die ersten paar Folgen gesehen habe bin ich total fasziniert von der Serie. Im Herbst kommt offensichtlich eine Collection Box von HBO heraus mit allen Staffeln. Da werde ich wohl nicht widerstehen können zumal von den files auch nicht alle seasons komplett sind.

Ich habe mich dann gewundert, weshalb mir die Serie in der alten Heimat nie aufgefallen ist. Nie etwas gehört oder gelesen davon. Nach etwas Recherche im Internet musste ich feststellen, dass die paar deutschsprachigen Sender welche die Serie tatsächlich übernommen haben diese auch wieder an welchen unmöglichen Sende Tagen und Zeiten ausgestrahlt haben. Ich verstehe das einfach nicht. Logischerweise (???) haben sie sich dann über die Zuschauerzahlen gewundert und die Serie abgesetzt. Den Rest hat sich dann angeblich Premiere gesichert.

Warum die Serie in der alten Heimat kein Anklang fand, darüber lässt sich -- nebst den Sendezeiten und Premiere -- nur spekulieren. Ist das Alltagsleben der Mafioso in Amerika für Europäer nicht interessant? Oder war das vielleicht sogar zu wenig spektakulär präsentiert? Auf jeden Fall lässt sich auch wieder einmal mehr vieles nicht so souverän ins Deutsche übersetzen. Allein die Sprache, der Dialekt oder die Betonung in der Aussprache, hat so etwas spezielles. Das so Panettone-weiche How ya doin' der Mafioso kann man einfach nicht gerecht übersetzen und synchronisieren.

Und jetzt entschuldigt mich, ich muss mir nun die nächste Folge anschauen.

Samstag, 2. August 2008

Astro(s)nomisch

Irgendwann musste es wohl einfach geschehen. Mein erstes Baseball Spiel in der Major League. Als Zuschauer natürlich.

Mein German Amigo Torsten hat uns zwei bei seiner Apartment Community angemeldet. Die organisieren offensichtlich immer wieder irgend welche Veranstaltungen für ihre Bewohner. Ist auch kein Wunder wenn man da vor Ort ist; das ist ein richtig kleines Dorf. Suburbia halt -- wer sich zu suburbs erst schlau machen muss kann hier Teil 1 und hier Teil 2 nachlesen.

Für diesen Samstag haben sie einen Reisebus gemietet und damit fahren sie uns direkt vor das Stadion in Houston und danach natürlich wieder zurück. Das ganze für $90, Ticket inklusive. Nicht schlecht, oder?

Distanz mässig sind das gute 160 Meilen (270 km) oder knappe 3 Stunden. Die Fahrt nach Houston ist insofern noch recht interessant weil man sich bewusst wird was da ab Austin und bis Houston eigentlich ist. Es ist wohl sicher nicht nichts ... aber irgendwie eben doch. Nichts!

Entlang von Highways und Interstates ist schon immer irgendwie etwas. Man will ja mit den Reisenden Geschäfte machen. Das Land entlang dieser Highways ist sicher auch günstig und mancher versucht daher wohl sein Glück mit seinem Geschäft.

Der erste Abschnitt auf dem Weg nach Houston ist auf dem Texas State Highway 71. Da hat es gerade mal drei kleine Ortschaften etwas abseits des Highway welche man erwähnen kann. Erst Bastrop, dann Smithville plus noch La Grange.

Wer hier nun die Augenbrauen hochzieht und sich fragt "La Grange, das kommt mir doch irgendwie bekannt vor?" liegt richtig wenn er an die Bluesrock Gruppe ZZ Top denkt. Bei ihrem damaligen Lied La Grange geht es um ein Bordell, die Chicken Ranche, welches vor den Toren dieser Stadt existierte von 1844 bis 1973. Zu dieser Hühner Farm und dem Lied von ZZ Top gibt es auch eine Huhn und Ei Frage. Das Lied wurde 1973 publiziert und es gibt deshalb etwas widersprüchliche Kommentare im Internet. Die einen meinen das Lied habe zur Schliessung beigetragen und die anderen, dass die Schliessung die Basis zum Lied war. Weiter wollen einige das Lied auch als Inspiration sehen für das Broadway Musical "The Best Little Whorehouse in Texas". Ich denke wohl eher nicht aber das Bordell selbst diente tatsächlich als Vorlage. Das Musical wurde übrigens Anfang der 1980er Jahre verfilmt mit Burt Reynolds und Dolly Pardon in den Hauptrollen.

Irgendwann auf halber Distanz kommt man dann auf den Interstate 10 und auf diesem bis hinein nach Houston gibt es keine nennenswerte Siedlung mehr.

Insgesamt gibt es einiges so am Strassenrand zu sehen wo man gerne mal anhalten und vor allem die Kamera zücken will. Irgendwann werde ich mal diese Strecke entlang fahren mit dem einzigen Ziel Bilder zu knipsen. Aber heute gehen wir erst einmal zum Baseball Spiel in Houston.

Das Baseball Team in Houston nennt sich Astros -- seit 1965. Gegründet wurde das Team allerdings schon 1962 nannte sich aber noch Houston Colt .45s. Der neue Name Astros ist eine Referenz an das Raumfahrt Programm der NASA und natürlich das Kontrollzentrum vor Ort. Kennen wir ja alle seit Apollo 13: "Houston, we have a problem!"

Der ballpark (wie man ein Baseball Stadion nennt) befindet sich fast mitten im Zentrum. Der ballpark wurde 2000 eröffnet und steht auf dem Areal einer ehemaligen Eisenbahn Station. Houston war zu Beginn des letzten Jahrhunderts eine richtige Eisenbahn Stadt. Eisenbahn Linien und Züge aus allen Richtungen sind von und nach Houston gefahren. Da haben die deutschen Einwanderer auf dem Weg nach Fredericksburg wohl noch nach Hause geschrieben, dass sie mit dem Dampfross gereist sind. Gewisse Elemente beim Stadion sind angeblich sogar noch von früher und auch sonst sollen einige Dinge an diese alte und vergangene Zeit erinnern.

Eine weitere Besonderheit des Stadions ist das Dach welches sich schliessen lässt so dass das Stadion klimatisiert werden kann. Und es war wirklich sehr angenehm.Die Region um Houston hat das kleine Problem, dass es im Sommer nicht nur brutal heiss wird sondern zusätzlich auch noch tropisch feucht. Im Foto nebenan das von ballbarks.com stammt, sieht man das offenen Dach und auch die Fassade welche an eine Eisenbahn Station erinnert. Oder sogar von der alten Station ist.

Wie so üblich hat man für das Stadion auch das Namensrecht an eine Firma verkauft. Die Firma Enron *hust* hat sich damals für mehr als $100 Millionen die Rechte auf 30 Jahre hinaus gesichert. Dass das dann alles etwas anders geendet hat mit dieser Firma wissen wir ja mittlerweile. Das Stadion nannte sich darauf kurze Zeit einfach Astros Field bis man später mit Minute Maid einen neuen Sponsor hatte. Die Firma Minute Maid ist auch in Houston beheimatet, gehört zum Coca Cola Konzern und ist hauptsächlich für Fruchtsäfte bekannt. Das Stadion ist nun folglich als Minute Maid Park bekannt.

Das Spiel heute war gegen die New York Mets. Zu Beginn hat es nicht sehr gut ausgesehen für die Astros; sie sind schon sehr früh mit 4-0 in Rückstand geraten. Das will im Baseball aber noch gar nichts heissen, da können die Punkte sehr schnell kommen. Und tatsächlich fast ganz am Schluss kamen die Astros plötzlich zu ausgezeichneten Möglichkeiten und auch Punkten. Im letzten inning erzielten sie sogar noch den Ausgleich womit die Entscheidung in weiteren innings fallen musste.

In dieser Verlängerung und bereits ersten inning kam es noch besser. Nach dem der pitcher der Mets sehr schnell zwei Spieler der Astros auf die bases ziehen lassen musste kam es für ihn noch schlimmer. Auch die dritte base wurde wegen einem walk besetzt. Und es kam noch schlimmer. Der pitcher geriet 3-2 in Rückstand. Das sind 3 balls und 2 strikes. Ein Wurf mehr der als (vierter) ball gewertet wird und der Spieler kann los marschieren zur 1st base. Da alle bases loaded, d.h. besetzt sind schliessen alle auf und somit darf der auf 3rd base sorgenfrei nach Hause trotten -- 1 Punkt. Der pitcher muss also unter allen Umständen einen strike werfen. Denn im Falle von diesem extra inning und dem Heimteam ist das gleichzeitig auch der Sieg. Die anderen können nur noch die Köpfe hängen lassen und traurig zum Ausgang schreiten. Spieler wie Fans!

Das sind die Momente wo ein Stadion auflebt und die Zuschauer in Extase geraten; egal auf welches Team man setzt. Und sofern die das Spiel verstehen. Die einen als Verteidiger wollen, dass der pitcher sich mit einem gewaltigen Würfen aus dieser Situation befreit und die anderen als Angreifer, dass ihr Mann mit dem bat den Ball weit ins outfield drischt und mindestens einer der drei base runners nach Hause kommt.

Langer Rede kurzer Sinn, unser Mann hat den Ball zwar nicht weit aber doch schwierig kontrollierbar für die Mets ins Feld hinaus geschlagen. Der runner auf der 3rd base, Lance Berkman, konnte problemlos nach Hause rennen und damit war das Spiel gewonnen. Bei diesem letzten Spielzug habe ich bei meiner kleinen Coolpix Camera auf Film umgestellt und das ganze aufgenommen. Leider ist die Auflösung mehr als dürftig und man erkennt die Details nur wenn man weiss wo hinschauen aber die Stimmung kommt vielleicht doch etwas durch.


Ein genialer Tag hatte somit einen tollen Höhepunkt. Einige im Bus waren vielleicht nicht ganz so glücklich da sie Mets Fans waren aber ich fand es toll. Auf jeden Fall hat es Lust auf mehr gemacht. Nur schade, dass ich vergessen habe, dass Spiel im Fernsehen aufzunehmen.

Freitag, 1. August 2008

Bang!

Amerikanische Zeitung haben etwas das es in der alten Heimat nur in ganz ganz kleiner Variante auch gibt. Gemeint sind comic strips, diese gezeichneten kleinen Geschichten mit Humor. Im Deutschen gibt es dafür glaube ich nicht einmal einen eigenen Namen. Das strip in comic strip(s) bedeutet nämlich auch noch, dass es sich um einen Streifen handelt. Also nicht zu verwechseln mit einem ganzen Comic Heft.

Diese Comic Streifen sind meistens drei oder vier Bilder in einer Folge und erscheinen täglich in den meisten amerikanischen Tageszeitungen in einer Doppelseite. Das sind dann mal locker so um die 20 verschiedene strips. Diese Seiten werden meistens als funny pages (lustige Seiten) bezeichnet oder auch abgekürzt einfach die funnies. Am Sonntag gibt es dazu meistens eine längere Geschichte und separate Beilage. Diese Geschichten werden dann meistens auch in Farbe gedruckt.

Nebst den Klassikern wie Garfield, Dilbert, Hagar The Horrible und natürlich (immer noch obwohl offiziell eingestellt) den Peanuts habe ich einen weiteren Liebling -- Pickles.

Bei Pickles geht es hauptsächlich um ein pensioniertes Ehepaar, Earl (er) and Opal (sie). Die Geschichten gehen sehr einfach darum wie sie die Welt sehen und meistern. Der strip von heute hat mich wieder einmal fast unter den Tisch geworfen.
Pickles

Wer nun auch seine tägliche Dossis Pickles braucht kann das auch online mit folgendem Link tun -- Pickles at comics.com. Die Website comics.com hat im übrigen auch eine riesige Auswahl an anderen Comic strips und wie sie tag-täglich in den amerikanischen Zeitungen zu lesen sind.

Viel Spass also beim rumzappen und lesen. Und nicht zu laut lachen während der Arbeit!

Show Me The Money!